Wanderung Puig Tomir auf Mallorca

    Dauer/Länge: 500hm, 3 Stunden
    Höchster Punkt: Puig Tomir, 1.102m
    Startpunkt: Finca Binifaldó
    Schwierigkeitsgrad: schwierig
    Ausrüstung: stabile Wanderschuhe, Stöcke
    Anfahrt/Parken: Parken an der Finca Binifaldó
    Einkehrmöglichkeit: keine
    Der Puig Tomir in der zentralen Tramuntana ist einer der höchsten Berge Mallorcas und bietet damit einen tollen Rundblick über den gesamten nördlichen Teil der Insel. Der Anstieg ist mit einiger Kraxelei verbunden, weshalb man die Tour nur machen sollte, wenn man schwindelfrei ist. Für mich definitiv die interessanteste und abwechslungsreichste Bergtour Mallorcas.


    Anfahrt
    Von Inca kommend, fährt man den Pass hinauf, immer den Schildern zum Kloster Lluc folgend. Sobald man über den Pass hinweg ist, fährt man Richtung Pollenca um kurz darauf bei Manut rechts abzubiegen. Teilweise ist die Straße nach Binifaldó gesperrt, dann muss man hier parken und die 5 km auf dem Asphaltweg laufen. Aber auch dieser Weg ist sehr schön, mit der von Steineichen durchsetzten Karstlandschaft.
    Steil bergan durch den Steineichenwald
    Von der Finca aus führt zunächst ein gemütlicher Weg hinauf bis zum stillgelegten Mineralwasserwerk „Font d’es Pedregaret“. Ab da folgt man dem Weg rechts außerhalb des Zaunes entlang bis er anfängt, in Steilen Kehren bergauf zu führen. Bald überquert man den oberen Teil eines Geröllfeldes, durch das früher der Weg führte, der jetzt allerdings gesperrt ist. Bei gutem Wetter hat man hier bestimmt schon die dritte Gruppe Spanier überholt, die in großen Kolonnen schnatternd und Fotos machend hinauftrödeln. Für Mallorca ist diese Kraxel-Tour eben ein Event. Auch kann man jetzt erste Blicke auf den größten Berg Mallorcas werfen, den unzugänglichen Puig Mayor mit seinen Militäranlagen, der hinter dem Puig Masanella auftaucht.


    Nach einigen Steilstufen hat man’s geschafft
    Oberhalb des Geröllfeldes geht es noch steiler weiter, über die steilsten Stellen hilft auch das angebrachte Stahlseil, aber eigentlich braucht man es nicht. Man erreicht eine kleine Klamm und ein Mini-Nebengipfel, der sich für eine kurze Rast anbietet. Ansonsten geht es weiter über ein recht abschüssiges Geröllfeld, bei dem man sich am besten an der rechten Seite hält. An dessen Ende folgt die steilste Stufe, bei der zwei Eisenstufen den Auf- und Abstieg erleichtern. Danach geht es nur noch mäßig steil bergan bis man auf dem Gipfelplateau des Puig Tomir steht und nun auch Richtung Norden die Halbinsel Alcudia, das Kap Formentor und Pollenca sehen kann. Man kann noch weiter Richtung Norden den Berg umrunden um zum eigentlichen Gipfel zu gelangen und weitere Tiefblicke in Richtung der nordwestlichen Steilküste zu bekommen.
    Dann wird uns aber der Wind, der hier oben recht stark pfeift, zuviel, und wir steigen wieder ab auf dem gleichen Weg wie wir gekommen sind. Ein kühles Bad im Meer danach ist nicht verkehrt :-)

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