Unterwegs mit Julia und Sebastian - Was ihr vor eurer ersten Wanderung wissen solltet

    Wunderschöne Sonnenaufgänge, fantastische Landschaften und atemberaubende Aussichten: Wer wandert, kann all das und noch viel mehr genießen. Ob in der Region oder auf der ganzen Welt - Wandern kann man überall. 

    Zu dem Sport gehört dennoch mehr als nur Schuhe anziehen und loslaufen. Julia Grünebaum (23) und Sebastian Uhrig (25), die wir für unser ProMag fotografieren durften, haben uns erzählt, was es für Wanderer zu beachten gilt. 

    Erwandert euch ein Stück Freiheit

    Wie in jedem Sport sind die richtige Motivation und Spaß ausschlaggebend. Ihr seid keine Naturliebhaber, kämpft euch lieber durch den Großstadtdschungel und liebt das urbane Chaos? Gar kein Problem, aber dann sind kilometerlange Märsche mit einigen Höhenmetern vielleicht erstmal nichts für euch. 

    Denn beim Wandern geht es vor allem um eins: Die Natur genießen, den Kopf abschalten, dem Stress und der Hektik des Alltags entfliehen, sich ein Stück Freiheit erwandern. Ihr wollt vorab erfahren, welcher Outdoor-Typ ihr seid? Schaut doch mal hier vorbei!

    Tipps für Anfänger

    Ihr wollt es mit dem Wandern versuchen, wisst aber nicht, wo ihr anfangen sollt? Bei unserer Nordic Walking Gruppe für Anfänger (oder auch Fortgeschrittene) könnt ihr ein erstes Gefühl bekommen, wie es um eure Kondition steht und euch auf längere Strecken vorbereiten.

    Kondition ist ein wichtiger Faktor, weiß Julia. Sie empfiehlt, sich im Vorfeld die Höhenprofile und die Länge der Strecken anzuschauen. So wisst ihr, worauf ihr euch einlasst. Gerade bei der ersten Wanderung solltet ihr euch eine leichte Strecke raussuchen. Fangt am besten bei 10 bis 15 Kilometern an und achtet darauf, nicht gleich auf 500 Höhenmeter zu gehen.

    Sie selbst geht am liebsten im Pfälzerwald wandern (wo wir auch schon Mountainbiker Lukas Baum für das ProMag shooten durften) und ist im traditionsreichen Pfälzerwald-Verein aktiv. Der Verein bietet einiges an Know-How und tollen Aktionen, hier könnt ihr vorbei schauen, wenn ihr nicht alleine losziehen wollt. 

    Die nötige Grundausrüstung

    Schlechtes Wetter gibt es nicht, nur schlechte Kleidung. Sebastian empfiehlt, sich ausreichend Zeit zu nehmen und sich richtige Wanderklamotten zuzulegen. Wenn ihr den ganzen Tag unterwegs seid und es irgendwo drückt oder kratzt, kann das schnell unangenehm werden, daher lasst euch lieber von Experten beraten.

     Und die Schuhe? Einen Guide zur richtigen Schuhwahl findet ihr hier, Sebastians dringendste Empfehlung ist aber das Einlaufen der Schuhe. Ob bei der Arbeit oder bei kleineren Spaziergängen: Das richtige Einlaufen und die richtige Pflege der Schuhe wird euch später schmerzhafte Blasen ersparen! 


    Was auf eurer Packliste nie fehlen darf!

    Hier sind sich Julia und Sebastian einig: Packt immer ausreichend zu essen und zu trinken ein! Ob ihr nun im Pfälzer Wald unterwegs seid oder etwas abenteuerlicher im Ausland: Wenn ihr auf einmal ohne Wasser da steht, kann es unter Umständen brenzlig werden. Sebastian hat genau das in den Alpen schon erlebt, dort gab es aber zum Glück gutes Quellwasser auf dem Weg.

     Je nach Länge der Strecke solltet ihr euch also 1,5 bis 3 Liter Wasser einpacken, wenn es heiß und sonnig ist am besten noch mehr. Und auch Proviant ist wichtig! Packt euch ein paar Müsliriegel und Äpfel oder Bananen ein, um euren Blutzucker wieder nach oben zu treiben und ein paar Brote, um den Magen bei Laune zu halten wenn die Wanderung länger dauert. 

    Sebastian empfiehlt generell am Anfang Strecken, die Einkehrmöglichkeiten bieten. Diese geben euch konkrete Zwischenziele und nach einer kalten Apfelschorle und einer leckeren Mahlzeit kann man gleich viel erfrischter weiterlaufen. 

    Seid auf den Worst Case vorbereitet!

    Der erfahrene Wanderer rät euch generell, immer vom Worst Case auszugehen. Wandern ist vielleicht nicht der gefährlichste Sport auf diesem Planeten, aber ihr begebt euch in die Natur, seid Wind und Wetter ausgesetzt und etwas abseits von den modernen Vorzügen, die Städte zu bieten haben. 

    Nehmt also neben ausreichend Proviant noch Wechselklamotten mit und ladet euer Smartphone, falls mal etwas passieren sollte. Auch den Wetterbericht solltet ihr euch vor der  Wanderung einmal anschauen. So seid ihr auf alles vorbereitet und immer auf der sicheren Seite. Hier könnt ihr euch übrigens eine eigene Packliste zusammenstellen. 

    Noch ein wertvoller Tipp: Besorgt euch ein GPS-Gerät. Als Anfänger solltet ihr auf gekennzeichneten Pfaden laufen, verliert ihr dennoch die Orientierung hilft euch das GPS-Gerät. Die kleinen Geräte haben anders als Smartphones nicht mit fehlender Netzabdeckung zu kämpfen. Wo ein Smartphone also versagt, läuft das GPS-Gerät zu Hochtouren auf. engelhorn sports bietet euch die Möglichkeit, den Umgang mit einem solchen Gerät einfach zu erlernen. Hier erhaltet ihr alle Infos. 

    Ganz schön wandermutig!

    Sebastian, der in seinem Heidelberger Alltag einer Bürotätigkeit nachgeht, betreibt das Wandern ein wenig extremer. Als Ausgleich reist er nicht nur gerne in die Deutschen oder Österreichischen Alpen, sondern ist auch viel im Ausland unterwegs. Zuletzt war er in Island, in Marokko ist er außerdem häufiger anzutreffen (die Faszination Marokko können wir nur allzu gut nachvollziehen). Die Sahara hat es ihm besonders angetan, im Mai zieht es ihn bereits wieder dorthin. 

    Das alles macht er aber nicht alleine, sondern mit Wandermut, einem Zusammenschluss aus Abenteurern und Entdeckern, die entgegen dem Katalog-Massentourismus in die entlegensten Winkel der Erde reist. Ihr habt schon davon gehört? Kein Wunder, die Truppe landete zuletzt mit ihrem Fund im entlegenen Peru in den Schlagzeilen.

     Euch hat jetzt auch die Wanderlust gepackt? Ob es euch nun wie Julia in die Region verschlägt oder euch wie Sebastian die Top-Treks der Welt reizen: Nichts wie los! Glaubt uns, wenn ihr den ersten Schritt in die Natur gewagt habt, wollt ihr nie wieder einen anderen Sport betreiben! 

    Unser Tipp: Am 21. September 2019 findet der AdventureWalk durch den Pfälzerwald statt. Hier könnt ihr bei 25 oder 50 Kilometern eine sagenhafte Kulisse entdecken. Absolut empfehlenswert! 

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