Trainingsmaske, Schnickschnack oder Gamechanger?

    Jeder hat sie im Fitnessstudio bestimmt schon einmal in Gebrauch gesehen. Sie sieht mysteriös aus und wer Sie trägt gibt Vollgas. Doch was sich hinter ihr verbirgt und warum sie getragen wird, das wissen die wenigsten. Die Rede ist natürlich von der Trainingsmaske

    Funktionsweise 

    Die Maske besteht aus einem Maskenkörper, meist aus medizinischem Silikon. Dieser wird über Nase und Mund getragen. Damit dieser Maskenkörper einen festen Halt hat und man ihn überhaupt tragen kann fixiert man ihn durch ein sogenanntes Cover welches man über Kopf und Ohren ziehen kann. Dieses Cover ist meist aus Nylon und lässt sich von der Maske entfernen um es in der Wäsche von Schmutz und Trainingsschweiß zu befreien.  Ziel der Trainingsmaske ist es, die Luftzufuhr zu regulieren. Dafür verfügt sie über mehrere kleine Ventile mit denen man mittels Hebel oder Schraubverschluss verschiedene Schwierigkeitsgrade einstellen kann. Je mehr Ventile zu sind, desto schwerer fällt die Atmung und umso härter wird das Training.

    Was die Maske nicht kann

    Eine Funktion die der Trainingsmaske nachgesagt wird ist, dass man mit ihr Höhentraining simuliert. Höhentraining wird beispielsweise von Bergsteigern und Radsportlern in der Vorbereitung auf einen Wettkampf betrieben. Der Gedanke dabei ist es, seinen Körper und seine Muskel auf die extreme Belastung des Wettkampfes vorzubereiten. Dadurch, dass die Muskeln in der Höhenluft mit weniger Sauerstoff arbeiten müssen, lernen Sie diesen effektiver zu nutzen. Daher der Gedanke: Wenn ich meine Luftzufuhr verringere, lernen meine Muskeln effektiver zu arbeiten. Doch das ist falsch!

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    Beim Höhentraining sorgt der Luftdruck dafür, dass mit jedem Atemzug lediglich weniger Sauerstoff in die Lunge gelangt.  Die Atmung selbst ist jedoch nicht gedämpft! Anders bei der  Maske, hier wird die komplett Atmung eingeschränkt. Beim Höhentraining gleicht der Körper dies aus, indem er den Anteil an roten Blutkörperchen und den Gefäß-Druck erhöht, sodass mehr Sauerstoff zu den Muskeln gelangen kann. Dieser Prozess braucht allerdings Wochen bis Monate und kann daher nicht durch das Training selbst erfolgen.

    Ein weiterer Effekt der Maske soll die Steigerung von Ausdauer, Kraft und Kondition sein. Jedem muss aber bewusst sein, dass die Maske diese Aspekte erst einmal drastisch verschlechtert und selbst nach einer Eingewöhnungsphase nie die Werte ohne Maske erreichen kann.

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    Was die Maske kann 

    Das Training mit der Maske soll sich positiv auf die Atemmuskulatur auswirken. Zwerchfell und Zwischenrippenmuskulatur sorgen dafür, dass die Lunge sich beim Atmen genügend ausdehnen kann. Mit der Maske muss man bei jedem Atemzug nun kräftiger Luftholen, was die Atemhilfsmuskulatur stärken soll.

    Ein Erfolgsfaktor beim Training ist die korrekte Atemtechnik. Da der Körper und die Muskeln beim Training trotz Maske produktiv arbeiten wollen ist man gezwungen viel Bewusster zu Atmen um den nötigen Sauerstoff zu erhalten. Diesen Trainingseffekt nimmt man vor allem ohne die Maske wahr.

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    Der psychologische Aspekt der Atemnot kann auch vor allem für Kampfsportler ein sinnvolles Trainingstool sein, da sie häufig durch den Gegner in ihrer Atmung gehemmt werden. Um nicht in Panik zu verfallen können Sie bereits im Training mit der fehlenden Luftzufuhr konfrontiert werden. Oftmals werden diese Masken auch für das Training von Einsatzkräften genutzt. Da diese besonders stark auf eine gleichmäßige Atmung achten müssen.

    Fazit

    Trainingsmasken sind ein umstrittenes Thema. Experten sind sich über ihre Vor- und Nachteile nicht ganz einig, allerdings ist auch nicht alles was durch Studien belegt wird gleich Gold. Es gibt bei Trainingsmasken Sportler, die auf sie schwören, andere finden, sie sehen einfach cool aus beim Training und wieder andere sehen keinen Nutzen in ihnen. Zu welcher Gruppe ihr gehört findet ihr am besten selbst heraus indem ihr Sie mal testet.

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