Kaffee - der (un-)gesunde Liebhaber?

    Fast jeder trinkt und liebt ihn. Auch kaum jemand kann noch ohne ihn: Kaffee.

    Für viele wäre es wahrscheinlich das Getränk, dass er nicht mehr missen möchte. Und wieso? Er hilft uns den schlimmen Montag und alle anderen Morgen zu überstehen. Er macht uns wach und schmeckt dabei auch noch gut. Er gehört einfach mit dazu. 

    Viele streiten sich darüber ob Kaffee nun gesund oder ungesund ist. Entscheidet doch einfach selbst :-)

    Die Kaffeepflanze 

    Kaffee stammt von einer Kaffeepflanze (die man übrigens sogar zuhause anbauen kann). Es gibt momentan 134 verschiedene bekannte Arten. Die beliebtesten davon sind die coffea arabica und die coffea robusta. 62% des weltweit produzierten Kaffees werden aus Arabica-Bohnen hergestellt. 

    Vorteile von Kaffee 

    Der bekannteste Vorteil von Kaffee ist natürlich die munter machende Wirkung. Das enthaltende Koffein dockt an die Rezeptoren von Nervenzellen im Gehirn an. Dort wird es nur langsam abgebaut und blockiert deswegen die Plätze für das Molekül Adenosin. Adenosin unterbindet die Ausschüttung belebender Botenstoffe. Da die Plätze aber schon von dem Kaffee belegt sind, kann es seine einschläfernde Wirkung nicht mehr entfalten. So wird die Wachsamkeit gefördert und nicht nur die, sondern auch gleichzeitig die Aufmerksamkeit.

    Kaffee kann uns auch helfen gesund zu bleiben. Kaffeesäure ist ein starkes Antioxidant. Antioxidantien helfen dabei freie Radikale zu bekämpfen, die uns anfälliger für Krankheiten machen. 

    Es gibt viele Studien mit unterschiedlichen Ergebnissen, die die sportliche Leistungsfähigkeit untersuchen. Koffein kann die sportliche Leistungsfähigkeit unterstützen, da die Durchblutung durch erweiterte Blutgefäße im Körper gestärkt werden. Auch andere Inhaltsstoffe im Kaffee (Niacin) soll muskelaktivierend sein. 

    Koffein, Säure, Gerb- und Bitterstoffe im Kaffee helfen der Darmbewegung. Die Sekretion der Gallenflüssigkeit wird angeregt. Das und die bessere Darmbewegung fördert den Verdauungsprozess. 

    Nachteile von Kaffee

    Kaffee kann die Nährstoffaufnahme beeinflussen. Wenn Kaffee neben einer Mahlzeit eingenommen wird, wird die Eisenaufnahme beeinflusst. So wird weniger Eisen aufgenommen, das sehr wichtig für den Sauerstofftransport zu den Körperzellen ist. 

    Jeder der regelmäßig Kaffee trinkt, sollte es kennen. Wenn wir unseren Kaffee nicht wie gewöhnlich trinken, geht es uns schlechter. Und das hat seinen Grund. Kaffee kann süchtig machen. Man gewöhnt den Körper so sehr an den Wachmacher, dass man sich ohne ihn kaum noch konzentrieren kannt. Die Rezeptoren, an die das Koffein andockt, vermehren sich. Dadurch kann sich mehr Adenosin und auch mehr Koffein absetzen, was die Wirkung des Koffeins abschwächt. Man könnte den Körper also nur austricksen, wenn man immer mehr Kaffee zu sich nimmt, als er gewöhnt ist. Das geht natürlich nur bis zu einem gewissen Maße.

    Sobald wir also immer mehr Kaffee zu uns nehmen, um gewünschte Effekte beizubehalten, werden immer mehr negative Effekte auftreten. Durch zu viel Kaffee werden wir nervös und das geht weiter bis hin zur Einschränkung unserer Feinmotorik. Das kann wiederum Schlafstörungen, Magen-Darm Beschwerden und Kopfschmerzen hervorrufen. Nach einer Weile drehen sich also alle positiven Eigenschaften des Kaffees um und wandeln sich in negative. 

    Den Kaffee  "am besten" trinken

    Den Kaffee "am besten" trinken, was soll das schon heißen. Es gibt einige Unterschiede bei verschiedenem Kaffeekonsum.  Den Kaffee ganz aus seinem Leben zu verbannen ist gar nicht nötig. Kaffee ist am gesündesten, wenn man ihn schwarz trinkt. Alles andere weg zu lassen, wäre die beste Option, den Kaffee am gesündesten für den Körper zu machen. Über Zucker müssen wir jetzt nicht wirklich reden :-) Wenn ihr viel Kaffee trinkt, könnt ihr euch denken, wie viel Zucker ihr allein durch euren Kaffee zu euch nehmt. 

    Am besten ihr könnt euren Kaffee also zumindest ohne Zucker trinken. Bei Milch könnt ihr auf fettarme Kuhmilch zurückgreifen oder Mandelmilch. 

    Wichtig ist erstmal, dass ihr auf euren Körper hört, der sagt euch meist genau, was und wie er etwas verträgt. Ansonsten muss der Kaffee nicht direkt morgens getrunken werden, der Körper hat durch das Hormon Cortisol die natürliche Fähigkeit aufzuwachen. Der Kaffee nimmt nämlich Einfluss auf diese Signale. Dazu kommt, dass es nicht sehr gut ist Kaffee auf leeren Magen zu trinken, das haben die meisten wahrscheinlich schon gemerkt. Durch einen Kaffee auf einen leeren Magen werden die Magenwände irritiert und so das Verdauungssystem gestört. 

    Zu spät sollte auch kein Kaffee mehr getrunken werden, wenn ihr sensibel auf das Koffein reagiert und dadurch schlecht einschlafen könnt. 

    Alternativen zu Kaffee

    Wenn ihr schon ein paar Tassen zu viel getrunken habt oder vielleicht auf etwas anderes umsteigen wollt, gibt es natürlich einige Alternativen, die ähnliche Effekte im Körper haben wie Kaffee. 

    Grüner Tee

    Grüner Tee ist durch seine vielen Antioxidantien sehr gesund. Er schützt das Immunsystem, kann das Krebsrisiko senken und noch vieles mehr. Der positive Nebeneffekt des grünen Tees ist auch das Koffein. Auch er kann Müdigkeit senken. 

    Smoothies

    Die meisten, die sich am Nachmittag schlapp fühlen, haben einen geringen Blutzuckerspiegel. Ein Smoothie mit vielen Proteinen und Ballaststoffen kann hier perfekt helfen. 

    Ingwertee 

    Wer den intensiven Geschmack von Ingwer mag, sollte den Tee austesten. Er ist super für die Verdauung und macht zusätzlich noch wach. 

    Thermobecher/ -flaschen findet ihr hier: 

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