Grande Traversata delle Alpi – 7 Tipps für alle Weitwanderer!

    Bei wem GTA nicht bedeutet auf dem Sofa Autos zu klauen, der sollte unbedingt weiterlesen. Denn für uns heißt GTA Freiheit, Bewegung und Freude! Wir wollen vom Griespass, dem nördlichsten Punkt des Piemonts, an den Strand von Ventimiglia. Klingt an sich doch nach Spaß, vor allem mit unglaublich schönen Sehenswürdigkeiten auf dem Weg, es wird einem definitiv nicht langweilig! Damit ihr die 960 km etwas einfacher bewältigen könnt, haben wir euch hilfreiche Tipps zusammengestellt!

    1. Den richtigen Zeitpunkt wählen

    Fangen wir ganz am Anfang der Planung an. Der Reisezeitraum! Zwar muss man hier auf keine Monsun- oder Regenzeit Acht haben, doch auch in Norditalien gibt es bessere und schlechtere Reisezeiten. Laut Statistik ist der trockenste Monat im Piemont der Juli. Wer also möglichst trocken den Weg schaffen will, der sollte zum Juli tendieren. Allgemein raten wir den Langwanderweg zwischen Anfang Juli und Ende September zu bestreiten. Der August kann zwar ordentlich heiß werden, doch dafür kann man am 15. August den Ferragosto mitfeiern.

    2. Kondition aufbauen

    An sich ist dieser Tipp klar, doch es kann nicht oft genug gesagt werden. Nur weil man gerne hin und wieder im Odenwald wandern geht, heißt das nicht, dass man ohne Probleme diesen Weitwanderweg ohne weitere Vorbereitung bezwingen kann. Bei dieser Strecke muss man täglich um die 1000 Höhenmeter hinter sich legen. Also solltet ihr so früh wie möglich mit dem Konditionsaufbau anfangen! Ab auf den Stepper und ab sofort gilt es nur noch die Treppen zu nehmen. Egal wie hoch es geht.

    Welcher Schuh für welches Terrain?

    3. Richtig packen

    Für 960 km werden so einige Tage benötigt, also nur die Zahnbürste einpacken wird leider nicht ausreichen. Aber auch den ganzen Hausstand mitzunehmen erscheint eher schwierig. Also was tun? Macht euch bereits früh genug Gedanken, was genau ihr benötigt für diese Zeit, auf was könnt ihr nicht in dieser Zeit verzichten? Denkt immer daran, alles was ihr zu viel mitnehmt ist unnötiges Gepäck. Was ihr alles benötigen könntet, könnt ihr in unserer Jakobsweg-Packliste nachlesen.

    4. Sich die Strecke genau anschauen und Planen

    Der Grande Traversata delle Alpi ist in 65 Etappen untergliedert. Der Weg führt duch kleine Täler aber auch dem Gran-Paradiso-Nationalpark und entlang dem Po. Es gibt Etappen mit nur wenigen Höhenmetern auf, aber auch Teile bei denen ihr froh seid, wenn die 1400 Höhenmeter endlich geschafft sind. Hier könnt ihr alle Etappen mit Höhenmeter nachschauen. Mithilfe dieser könnt ihr eure Energie und Tagspläne einteilen!

    5. Unterkünfte buchen

    Wir geben zu, dieser Punkt bringt uns immer wieder zur Weißglut! Man möchte sich nicht zu sehr auf ein Tages- Wochenpensum versteifen, will aber natürlich nicht am Ende ohne Unterkunft dastehen. Aber was tun? Eine mögliche Lösung des Problems, wäre es vorsichtshalber ein kleines Zelt einzupacken, welches im Notfall genutzt werden kann. Hierbei sollte man aber wirklich darauf achten, im Sommer den Trip zu wagen. Im Mai oder Oktober kann es hier sehr schnell sehr kalt über die Nacht werden. Wir raten euch, zumindest 2-3 Tage im Voraus bei den Unterkünften nachzufragen und wenn möglich kostenfrei zu reservieren. Oftmals gibt es Unterkünfte die noch am Tag der Anreise kostenfrei storniert werden können.

    6. Im Moment verweilen

    Ihr wollt ans Ziel, das verstehen wir, doch lebt auch den Moment! Ihr werdet unglaublich schöne Streckenabschnitte passieren und diese sollte ihr auch erleben nicht nur sehen. Weitwanderungen sind nicht für Bestzeiten, sie sind für das Wohlbefinden. Also probiert nicht im Stechschritt die Wege schnellstmöglich hinter euch zu bringen, sondern freut euch über die Natur und lasst eure Sorgen und euren Leistungsdruck bewusst im Gepäck verschwinden! Auch solltet ihr die Zeit mit den anderen Wanderern genießen und euch darüber freuen mit anderen Artgenossen die Zeit genießen zu können.

    Welchen Rucksack zum Wandern?

    7. Nichts zurücklassen!

    Die Natur ist schön für sich selbst gestellt, wir sollten sie so belassen wie sie ist. Also gilt hier, wie auch beispielsweise beim Tauchen, der Grundsatz, dass wir nicht zurücklassen. Wir lassen die Welt wie sie ist. Allen voran nehmen wir unseren Müll wieder mit! Aber auch unnötig Verunstaltungen an der Natur sollte unterlassen werden! Oftmals hört man Horrorgeschichten wie Menschen einfach seltene Pflanzen abreißen um nach kurzer Zeit zu merken, dass man diese gar nicht benötigt und sie einfach wieder an die Seite schmeißt! Wir müssen die Natur ehren und sie einfach nur genießen! Das einzige was ihr zurücklassen dürft ist eure schlechte Laune.

    Jetzt aber ran an die Kondition und ordentlich aufbauen, bevor es, hoffentlich in Kürze, losgeht mit der Weitwanderung über die Alpen. Die Strecke hat, bis auf die Höhenmeter und der Länge, kaum eine technische Anforderung, welche euch davon abhalten könnte, dies in Angriff zu nehmen. Wer weiß, vielleicht schreibt jemand von euch die GTA Version von "Ich bin dann mal weg..." 

    ...ab in die Natur!
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