Die effektivsten Geräte und welche Du im Fitnessstudio lieber umgehen solltest

    Auch im Fitnessstudio gilt das alte Sprichwort:
     

    Nicht alles was glänzt, ist Gold.

     Es gibt viele Geräte die funkeln, strahlen und Hightech schreien, doch in Wahrheit sind viele von ihnen ineffektiv, manche sogar schädlich. In diesem Artikel wollen wir Dir diese Geräte vorstellen und bessere Alternativen aufzeigen. 

    Cardio

    Fangen wir zunächst mit den Ausdauergeräten an. Zu ihnen geht meist der erste Gang im Fitnesstudio, entweder, um sich für das Training aufzuwärmen oder in einer längeren Einheit ins Schwitzen zu kommen. Jedoch gibt es hier unterschiedliche Geräte, von denen nicht alle ihren Zweck erfüllen.

    Vermeiden: Liegerad – Besser: Spinningrad

    Durch die entspannte Haltung beim Liegerad wird dem Körper viel Arbeit abgenommen. Auf einem normalen Rad hingegen, muss die gesamte Rumpfmuskulatur arbeiten, um dich aufrecht zu halten. Da wir in unserem Alltag aber sowieso schon viel zu viel sitzen, sollten wir uns zumindest beim Training in den Allerwertesten beißen und diese Anstrengung auf uns nehmen. 

    Wichtig ist hierbei aber, dass du trotz Sitz nicht wieder in dein altes Bewegungsmuster zurückverfallst und dich krumm über den Lenker beugst. Setze dich stattdessen möglichst aufrecht hin und achte dabei  darauf minimales Gewicht auf den Armen lasten zu lassen. Für Menschen mit Gelenkproblemen oder Rückenproblemen ist das Liegerad, jedoch eine mögliche Alternative, wenn das reguläre Rad ihnen schmerzen verursacht.  

    Vermeiden: Stepper – Besser: Stairmaster

    Auch der geliebte Stepper ist im Grunde genommen überflüssig. Natürlich kann man auch auf dem Stepper, gerade als Einsteiger, ins Schwitzen kommen, aber es gibt eine weitaus bessere Alternative, die einer viel natürlicheren Bewegung entspricht - und zwar der Stairmaster. Der Stairmaster ist wie eine unendlich lange Treppe, die Dich zu Deinem Traumkörper führen kann. Wer eine Wohnung oder sein Büro im 5. Stock ohne Aufzug hat weiß bereits wie anstrengend Treppen steigen sein kann. 

    Auf dem Stairmaster werden deine Muskeln durch ständiges Aufsteigen viel stärker beansprucht als auf dem Stepper, bei dem sie die Trittfläche nie verlassen. Um Zeit zu sparen und im Alltag bereits ein paar Kalorien zu verbrennen, kannst Du natürlich auch statt auf den Stairmaster zu gehen einfach öfter die Treppen nehmen. 

    Vermeiden: Crosstrainer – Besser: Rudergerät

    So und nun zu einer der Lieblingsübungen vieler: Der Crosstrainer. Diese Übung folgt, wie so viele in dieser Liste, keinem natürlichen Bewegungsablauf. Und wenn wir mal ehrlich zu uns selbst sind, wählen wir den Crosstrainer nicht, weil wir uns quälen wollen, sondern weil er weniger anstrengend ist als das Laufband oder das Fahrrad. Was diese Übung jedoch auszeichnet ist, dass auch der Oberkörper mit aktiv ist und in Fahrt kommt.

     Eine Alternative zum Crosstrainer ist das Ruderergometer. Bei dieser Übung wird eine Art horizontales Aufheben simuliert. Deine Knie, Hüfte Schultern und Arme arbeiten alle gemeinsam, um das Gewicht zu ziehen, was deinen kompletten Körper in Anspruch  nimmt.

    Krafttraining

    Beim Krafttraining ist allgemein zu sagen, dass freie Übungen, sei es mit der Lang-, Kurzhantel oder ganz ohne Gewicht, meist die bessere Alternative sind, um fit und gesund zu bleiben, denn sie stellen in der Regel natürliche Bewegungsabläufe wie das Gehen, Hocken, Tragen oder Aufheben nach. An Maschinen geführte Übungen haben auch ihre Daseinsberechtigung, sie sollten allerdings vorrangig als Ergänzung angesehen werden und nicht als komplettes Workout. Problematisch ist bei geführten Übungen generell, dass sie sich nie exakt an die Bedürfnisse deines Körpers anpassen lassen, so bringst du deinen Körper immer wieder in ungünstige Positionen und Belastungen.

    Vermeiden: Beinstrecker – Besser: Ausfallschritte

    Der Beinstrecker ist eine Übung, die den vorderen Teil des Oberschenkels isoliert. Mit freien Übungen ist das nahezu unmöglich. Der Nachteil dieser Übung ist allerdings, dass durch die fixierte Haltung deines Gesäß und die Last auf deinem Unterschenkel eine enorme Kraft auf deinem Kniegelenk erzeugen, Kreuzband und Meniskus sind so gefährdet. Eine sicherere Alternative, die zudem noch weitere Beinmuskelgruppen beansprucht, sind Ausfallschritte, wahlweise mit Zusatzgewicht in Form von Kurz- oder Langhanteln. Bei dieser Übung wird im Gegensatz zum Beinstrecker die Last gleichmäßig auf Knie, Fuß und Hüftgelenk verteilt.

    Justin zeigt Dir, wie Du Ausfallschritte richtig ausführst:

    Vermeiden: Beinbeuger – Besser: Kreuzheben

    Ähnlich sieht es beim Beinbeuger aus. Durch die liegende Position ist deine Hüfte auf der Bank fixiert und auch das Gewicht lastet häufig an der falschen Stelle. Besser für deine Beinmuskulatur wäre daher das Kreuzheben, welches gleichzeitig auch deine Rumpfmuskulatur stärkt. Wenn du noch gezielter deinen Beinbizeps ansteuern möchtest, kannst du die Variation rumänisches Kreuzheben wählen. Hierbei bleiben deine Beine nur leicht angewinkelt und du ziehst vermehrt mit der hinteren Muskulatur deines Oberschenkels.

    Hier siehst Du, wie man rumänisches Kreuzheben macht!

    Vermeiden: Klimmzugmaschine – Besser: Klimmzüge mit Band

    Doch auch für den Oberkörper gibt es Geräte, die du substituieren solltest. Viele Studiogänger wenden sich auf ihrem Weg zum ersten Klimmzug vertrauensvoll an die Klimmzugmaschine. Ein Grund, weshalb du diese aber vermeiden solltest ist, dass die Körperspannung, die bei einem normalen Klimmzug benötigt wird, durch die Platzierung der Füße oder Knie entfällt. Wenn auch du dich nach einem ersten Klimmzug aus eigener Kraft sehnst, solltest du stattdessen Negativ-Klimmzüge versuchen oder ein Band zur Hilfe nehmen. So trainierst du gleich die richtige Körperhaltung.

    Lena zeigt Dir im Video wie Du zum ersten Klimmzug kommst:
    Wir hoffen wir könnten dir mit diesen Tipps und Alternativ-Übungen weiterhelfen, damit du so schnell und so sicher wie möglich dein Fitnessziel 2019 erreichst. 
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