Deuter Aircontact 40+10 SL - ein Erfahrungsbericht

    Immer mit dem Frühling hält auch die Sehnsucht nach Bewegung in der freien Natur bei mir Einzug. Also nichts wie raus in die Wildnis! Das ist auch gleich die beste Gelegenheit, den neuen Trekkingrucksack von Deuter zu testen. Ich habe mich für den Aircontact 40+10 SL entschieden und zwar in einem schönen petrol-navy.  Also Rucksack aufgeschnallt und los geht's! Wie sich der Deuter Aircontact 40+10 SL geschlagen hat, verrate ich euch jetzt!

    Passform

    Bei einer Körpergröße von gerade mal 1,57 m ist es wichtig, dass der Rucksack nicht zu lang ist. Mit dem verstellbaren VARIQUICK Rückensystem in der Women's fit - Variante kann ich die Rückenlänge perfekt für mich einstellen!

    Passt auch alles rein?

     So, aber jetzt erstmal packen und schauen, was alles so reinpasst. Die meisten Frauen entscheiden sich bei dem Aircontact  für den etwas größeren 50+10 SL. Da ich aber klein bin und meine Kleidung auch entsprechend wenig Volumen benötigt, reicht mir die kleinere Variante. Wenn ich mit meinem Mann mit Zelt unterwegs bin, trägt er die größeren und schwereren Ausrüstungsgegenstände und für mich bleibt mein eigener Schlafsack, die Isomatte, Kleidung, Kulturbeutel, Erste-Hilfe-Set und das Essen für zwei.

    Wenn wir auf Reisen gehen, dann wird alles, was auf der Packliste steht ausgebreitet. Und das passt alles wirklich in den Rucksack? Zunächst wird der Schlafsack in den Kompressionssack gestopft und bitte nicht ordentlich rollen. Das funktioniert sowieso nicht, gerollt kriege ich das aufgebauschte Stück gar nicht in den kleinen Sack. Zudem erhöht es die Lebensdauer der Hohlfasern, wenn diese immer wieder anders aufeinander liegen und das geht nur beim Stopfen.

     Auch die Isomatte wird so lange ganz eng gerollt und die Luft herausgedrückt, bis sie in den engen Packsack passt. Ich hatte vor, beides in das von unten separat zu öffnende Bodenfach zu verstauen. Doch leider ist der Packbeutel für den Schlafsackbei einem Durchmesser von gerade mal 17 cm so lang, dass ich ihn nicht quer in das Bodenfach legen kann. So landet nur die Isomatte darin.  Es bleibt noch  Platz für die Regenkleidung, die Trekkingsandalen und das Erste Hilfe Set. Das Fach wird verschlossen und die 3 Liter Trinkblase wird von oben in den dafür vorgesehenen Stoffbeutel am Rücken im Inneren des Rucksacks verstaut und mit dem Klettverschluss eingehängt. Leider muss ich auch diese wieder entfernen, denn die 3 Liter gehen am Innenvolumen verloren und der Schlafsack passt wieder nicht quer rein. Ohne Trinkblase geht's. 

    Kommt man auch an alles gut ran?

    Jeder der schon mal mit Zelt unterwegs war, weiß, wie gut es ist, wenn man den Rucksack im Mittelfach auch im vorderen Bereich mit Reißverschluss öffnen kann. So kommt ihr ganz unkompliziert an alles ran, auch an das, was weiter unten im Rucksack ist. Das Fach wird mit dem Reißverschluss wieder geschlossen und Kulturbeutel, die Essensrationen und wasserdichter Wäschesack kommen oben drauf. Die warme Fließjacke und passt auch noch oben drauf. Das Wasser werde ich in 2 Flaschen rechts und links in die Außentaschen stecken. Die Teleskopwanderstöcke und gegebenenfalls ein Eispickel können ebenfalls außen am Rucksack angebracht werden.

    Noch ein paar Kleinigkeiten ins Deckelfach und die Anprobe kann beginnen. Doch zuerst wird gewogen. Erst mal wiegt ihr euch ohne Rucksack und dann mit. 13 kg sind zusammengekommen, wobei der Rucksack ein Leergewicht von 2300 g auf die Wage bringt, doch 170 g mehr, als die Herstellerangaben lauten.

     So jetzt aber die Wanderschuhe an und den Rucksack, wie in der anhängenden Beschreibung, aufgesetzt. Dann geht's hinauf ins Vorgebirge an der schönen Bergstraße bei Laudenbach. Schon beim ersten Anstieg bin ich froh meine Wanderstöcke dabei zu haben. Die Empfehlung nur 10-15% des Körpergewichts beim Wandern zu tragen, schlage ich in den Wind. Bei mir sind es ganz schnell 20-25 % und da ist eine Entlastung für die Gelenke durch die Wanderstöcke unerlässlich. Knapp zwei Stunden führt mich mein Weg auf und ab über den Bergsträßer Blütenweg von Laudenbach nach Sulzbach. 

    Der Deuter Aircontact sitzt, wie versprochen, perfekt auf der Hüfte. Hier lasten ca. 70 % des Gesamtgewichts, der Rest verteilt sich auf Rücken und Schultern. Natürlich ist es wichtig, die Träger nicht zu fest anzuziehen, sonst entsteht ein vermehrter Druck von oben auf die Schultern.

     Also immer locker bleiben!
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