10 Laufmythen die ihr getrost vergessen könnt!

    Die Welt des Laufens ist voller Regeln. Immer vor dem Lauf dehnen, genug Kohlenhydrate vor dem Rennen essen oder mit Barfuß-Läufen beugt man Verletzungen vor! Wie so oft im Leben, lesen wir etwas, das von irgendwelchen Studien belegt wurde und glauben es sofort. Doch das sollte, vor allem in der heutigen Zeit, nicht immer sein! Wir haben für euch 10 dieser Laufmythen aufgespürt! 

    1. Stretching vor dem Lauf

    Wir kennen es alle noch aus der Schulzeit: "Immer schön dehnen bevor mit dem Sport begonnen wird!" Aber muss das wirklich sein? Es gibt Studien und Verfechter für und gegen das Dehnen. Während eine Studie sagt, dass die Bänder gedehnt werden müssen vor dem Lauf gibt es z.B. eine Studie der Universität Nebraska die sogar festgestellt hat, dass das Dehnen vor dem Laufen die Leistung beim Lauf sogar mindert! 

    Doch auf wen soll man jetzt hören? Auf euren Körper, wenn ihr denkt, dass euch das Stretchen gut tut, und es euch ein gutes Gefühl gibt, möchten wir euch nicht davon abhalten. Für alle die sich vor dem Lauf dazu quälen sich zu Dehnen, raten wir den Lauf mit leichten Aufwärmübungen zu beginnen.

    2. Laufen ist schlecht für die Knie

    Viele von euch kennen es, die schmerzhaften Knie nach dem Laufen. Viele Nicht-Läufer sind aufgrund dieses Mythos gegen das Laufen. Sie hören von Knieschmerzen der anderen Läufer und sind abgestreckt. Grundsätzlich ist der Standpunkt verständlich, denn durch das Laufen kommt mehr Gewicht auf das einzelne Knie. Doch bisher konnte in Langzeitstudien noch nichts gefunden werden, welches diese Ansicht bestärken würde. Wer beim Laufen zu Oft Knieschmerzen bekommen sollte, sollte sich überlegen eine Laufanalyse zu machen! Denn oftmals führt der falsche Schuh zu den Schmerzen!

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    3. Nudeln satt vor dem Lauf

    Carboloading, man hört es in letzter Zeit immer öfters! Esst viele Kohlenhydrate, am besten Nudeln vor einem großen Lauf, so bekommt ihr die nötige Energie. Doch das stimmt gar nicht! Zumindest nicht immer. Solange der besagte Lauf nicht länger als 2h dauert, braucht ihr hier gar nicht auf eure Ernährung zu achten. Auch wenn es um einen Halbmarathon oder Marathon geht, hier ist es wichtiger die Woche über auf die Ernährung zu achten anstatt sich einen Abend davor komplett vollzuladen! So seid ihr auch auf der sicheren Seite, dass euer Magen den Ernährungswechsel auch gut übersteht.

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    4. Läufer brauchen keine Kraftübungen

    Oftmals startet das Lauffieber mit dem Wunsch der Gewichtsabnahme. In diesen Fällen nehmen viele dieser Läufer Abstand von Kraftübungen, da Muskelaufbau auch mit Gewichtszunahme einhergeht. Wenn es nur um die Gewichtsabnahme geht, dann ist das auch in Ordnung, doch wenn man Mal im Lauffieber ist, möchte man sich auch steigern. In diesen Fällen ist ein Krafttraining unausweichlich. Positiver Nebeneffekt? Es ist nicht nur für den Sprint ein Plus, auch Verletzungen werden vorgebeugt!

    5. Barfuß ist der neue Wunderschuh

    Vor einigen Jahren wurde das Barfußlaufen bzw das Laufen mit minimalistischen Schuhen zum Trend. Vor allem beim Barfußgehen werden wichtige Muskelpartien, bis hoch zum Rücken, positiv gestärkt. Doch beim Laufen ist das etwas anderes. Wir hatten es bereits bei den Knien von einer Laufanalyse, hierbei wird oftmals festgestellt, dass viele Läufer einen starken Support brauchen um beschwerdefrei laufen zu können. 

    6. Härteres Training höherer Erfolg

    Work hard Play hard. Doch wir hart muss man arbeiten, und in welchem Zeitraum? Seien wir doch ehrlich, wenn ich in meinem Leben noch nie mehr als 3 km am Stück gelaufen bin, dann werde ich es auch nicht mit den härtesten Training bis zum 11.5. schaffen einen Marathon mitzulaufen! Erfolg hat weniger mit hartem als mit diszipliniertem Training zu tun! Also lieber ein Jahresplan aufstellen und sich daran halten. Dann kommt auch der Erfolg und ihr macht euch nicht in kurzer Zeit fertig. Denn mit Quälerei schwindet die Motivation.

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    7. In der Kälte laufen macht krank

    Damit diese Aussage stimmt, muss man den Satz etwas umwerkeln: "Mit der falschen Ausrüstung in der Kälte laufen macht krank!" So jetzt würde der Mythos stimmen, na ja auch nicht ganz, aber zumindest wäre das Risiko hiermit höher. Wichtig beim Laufen in der Kälte ist, dass ihr eure Hände und den Kopf warm einpackt und euch gut aufwärmt! 

    8. Richtige Läufer nutzen kein Laufband

    Klar ist das Gefühl auf dem Laufband ein anderes als in der Natur. Doch auch Läufer die auf dem Laufband trainieren können sich mit den "richtigen" Läufern messen. Klar sind die Witterungsbedingungen andere, und auch oftmals kommt der Einwand, dass das Laufband keine Unebenheiten ordentlich darstellt, doch für den Erfolg des Laufes macht dies keinen Unterschied. Wir finden, wenn Dir Laufen Spaß macht und aber dafür nicht durch die Stadt laufen wollt, sondern lieber vor dem Fernseher im Fitnessstudio, dann ist das vollkommen in Ordnung! Egal wie und wo man läuft, man überholt alle die auf der Couch liegen!

    9. Läufer gehen nicht

    Doch, das tuen sie. Vor allem wenn man mit dem Laufen anfängt wird man nicht sofort 5 km durchlaufen können. Das ist auch in Ordnung so wie es ist, also lieber klein anfangen in 500m Schritten. Laufen, gehen, laufen, gehen bis ihr eure Tageskilometer auf der Uhr habt. Beim nächsten Mal lauft ihr vielleicht schon 1000m durch mit nur 500m gehen irgendwann verkleinert es sich immer mehr bis ihr die 5 km durchläuft. Läufer gehen also auch Mal, vor allem wenn der Körper eine kleine Pause braucht. Das wichtigste ist nur, dass ihr am Ball bleibt und euch am Ende des Trainings wohl und glücklich fühlt.

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    10. Laufen ist nur für junge, fitte Menschen

    Nein! Laufen ist für alle. Niemand ist zu alt zum Laufen. Niemand ist zu unsportlich zum Laufen. Solange ihr zwei Beine habt und keine Erkrankungen habt die euch physisch davon abhalten können, könnt ihr Läufer sein. Jeder fängt klein an, also lasst euch einfach nicht entmutigen. Setzt euch selbst Ziele, motiviert euch und werdet schon mit den ersten 100m zum Läufer!

    10 Mythen 10 Wahrheiten. Das wichtigste in all diesen Punkten ist auf den Körper und auf euch selbst zu hören. Es wird immer zu jedem Punkt tausende Meinungen geben, doch die wichtigeste kommt von Eurem Körper! Also passt auf euch auf und habt einfach Spaß denn

    Laufen macht glücklich
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