Yoga-Trainerin Elena Brower im Interview Teil 1


Vergangenes Wochenende war Yoga-Trainerin Elena Brower in Mannheim unterwegs und hat uns auf eine spirituelle Reise mitgenommen. Zusammen mit hunderten Yogis haben wir Mädels von engelhorn sports den Körper, den Geist und die Seele in Einklang gebracht. Dieses Yoga-Event war wirklich ein einmaliges Erlebnis, von dem wir wohl noch lange zehren werden. Die Atmosphäre im Mannheimer Schloss und vor allem die inspirierenden Worte von Elena haben uns den alltäglichen Stress vergessen lassen, wofür wir uns vielmals bei dir bedanken wollen, Elena!


In einem unglaublich offenen Interview erzählte uns Elena Brower, was Yoga für sie persönlich bedeutet und wie sie die Beziehung zu ihrem Sohn sieht. Ein Einblick in das Leben einer Frau, die nicht nur stark, sondern auch unheimlich ehrlich ist! (Find the English version below.)


Kristin: Könntest du Yoga in drei Wörtern beschreiben?

Elena: Hmm, ich würde sagen: Verbindung, Heilung, Zuhören.


Kristin: Hast du eine kleine Übung für unsere Leser und diejenigen, die nur zehn Minuten pro Tag Zeit haben, um sich vom Alltagsstress zu lösen?


Elena: Ja! Tue einfach gar nichts! (lacht) Ich weiß, sie werden böse auf mich sein, weil ich das sage, aber ich würde sagen: tue gar nichts! (kurze Pause)



In zehn Minuten würde ich mich vielleicht auf den Boden legen und eine Reiki Behandlung (Energieübertragung zur Heilung) machen. Starte mit deinen Augen, gehe zur Brust und zum Bauch. Du musst deinen Körper mit beiden Händen berühren!

Du kannst dich auch zum herabschauenden Hund aufbauen. Und wenn du kannst, dann solltest du eine Inversion machen, ich meine Kopfstand oder Handstand. Dabei ist es egal, ob du eine Wand als Stütze benutzt oder nicht. Das ist wirklich eine großartige Sache, wenn dir nur wenig Zeit zur Verfügung steht. Leg dich hin und ruhe!


Kristin: Eine sehr inspirierende Antwort! Du bist Mitgründerin von Virayoga, dem internationalen Zentrum für Yoga und Wellness. Welche Menschen besuchen dein Studio in New York City?


Elena: Wir haben Menschen aus der ganzen Welt. Sie kommen aus Asien, Europa, Australien, den Staaten… von überall. Alle Altersgruppen, alle Typen von Menschen. Es sind Kinder von acht bis sechzehn… Jeder kann kommen.


Kristin: Das beweist, Yoga ist für jedermann…

Elena: Yoga ist für alle! Jeder kann Yoga machen. Jeder kann eine bestimmte Art von Yoga machen. Nicht jeder kann dasselbe Yoga machen, aber jeder kann ETWAS Yoga machen!


Kristin: Wie kommst du damit zurecht, Mutter und gleichzeitig Mitbesitzerin deines Studios zu sein und zusätzlich viel zu reisen? Es scheint, als wärst du in jedem Moment anwesend… Wie schaffst du das?

Elena: Ich wäre gerne öfter da. Ich versuche, besser darin zu werden. Ich gebe viele Coachings und leite Informationsveranstaltungen. Es geht darum, diesen Teil weiterzuentwickeln. Wenn ich mit meinem Sohn zusammen bin, dann wäre ich gern ganz bei ihm. Aber ich war darin noch nie so gut.

Wirklich gut bin ich in meinem Job! Wenn ich einen von Yoga erfüllten Raum betrete, dann ist mein Ich gegangen. Das bin nicht mehr ich. Ich bin dann so anwesend, dass ich nicht da bin. Ich weiß nicht, wie ich das beschreiben kann. Es ist, als wäre ich leer.


Seit ich an der Beziehung zu meinen Eltern arbeite, werde ich besser im Umgang mit meinem Sohn. Ich versuche ehrlich mit ihm zu sein und sage: „Ich kann dir gerade keine Aufmerksamkeit schenken“ oder „Ich brauche noch zwei Minuten“. Dann sagt er: „Mom, das hast du schon fünf Mal gesagt…“ Und ich suche nach einer Entschuldigung: „Es tut mir so, so, soooooooooo leid… Ich weiß nicht, was ich tun soll.“


Das Wichtigste ist dann, ehrlich mit ihm zu sein und ihm meine Grenzen zu erklären. Im Augenblick ist es das Beste, was ich tun kann.


Im zweiten Teil des Interviews, das morgen folgt, haben wir uns mit Elena über ihre größten Herausforderungen im Leben und das Yoga-Event im Mannheimer Schloss unterhalten.
 

Interview with Yoga Trainer Elena Brower Part 1

Last weekend, Elena Brower paid a visit to Mannheim and took us into her spiritual world. Together with hundreds of Yogis, we brought in line our bodies, spirit and mind. After the most insipring Yoga event at Schloss Mannheim (thank you so much for this experience, Elena!), we had a very honest interview with Elena. We talked about the meaning of Yoga to her and how she sees the relationship with her son.


Kristin: Could you describe Yoga in just three words?


Elena: Hum, I would say: connection, healing and listening.


Kristin: Do you have a little exercise hint for our readers and those ones who have only ten minutes per day to get rid of all the daily stress?


Elena: Yes! Don’t do anything! (laughing) I know they’re gonna be mad at me for saying that, but I would say: Don’t do anything! (break) Maybe, for ten minutes I would lie down on the floor and I would do a reiki treatment. Start with your eyes, the breast and then go to your stomach. You have to touch your body with both of your hands!


You can also build up to a one-minute long down dog. And if you can do some kind of inversion, you know, headstand or handstand, whether using a wall or not. That’s a great thing to do if you don't have a lot of time. So lie down and really, really rest!


Kristin: What an inspiring answer! As co-creator of Virayoga, the international hub for yoga and wellness, can you tell us, what kind of people visit your studio in New York City?


Elena: We have people from all over the world. They come from Asia, Europe, Australia, the States… from everywhere. All ages, all kinds of people! It’s kids who are eight to sixteen … it’s everybody.


Kristin: So that shows that Yoga is for everyone…

Elena: Yoga is for everybody! Everybody can do Yoga. Everybody can do some kind of Yoga. Not everybody can do the same Yoga but everybody can do SOME Yoga!


Kristin: How do you cope with being a mommy, a co-owner of your studio and a travelling Yogi? It seems as if you’re really there in each moment…. How do you do this?


Elena: I am not there as much as I would like to be. I am practicing getting better at that! So much of that was coaching work that I do, the handout work that I do. It’s about refining this part. So that when I’m with my son, I really am with him and I haven’t been that great at that.
I’m really good at my job! When I’m entering a room full of Yoga, I’m gone and it’s not me anymore. I’m so there that I’m gone! I don’t know how to explain that. Like, I’m empty.


So, as I work on my relationships with my own parents, I’m getting better with my son and I’m getting more evil to be honest with him and say: “I can’t pay attention to you right now” or “I’m going to need another two minutes”. And he says: “Mom, you said that five times…” So I get to apologize, “I’m so so so soooo sorry,… I don’t know what to do.” So just being honest with him… and letting him know my limitations in the moment. It is the best way that I can do at present.


In part two of the Interview Elena is going to speak about her biggest challenges in life and about the Yoga event at the Schloss Mannheim.


Namasté

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