Yoga Schulen in Indien


Heute gebe ich einen kleinen Einblick über Indien und das breite Angebot der Yoga-Schulen. Die erste Frage, welcher man sich stellen sollte, wäre:

Warum denn überhaupt nach Indien gehen, um Yoga zu lernen?

Indien ist das Ursprungsland des Yoga. Es wird hier als eine Art Religion gesehen. In der westlichen Welt ist Yoga eher im sportlichen Sinne bekannt, in Indien jedoch gehören zu den Inhalten aus den sogenannten "Vedas" vielmehr die Lehren darüber, wie ein Mensch sein Leben zu gestalten hat. Die „Asanas“, die bekannten Posen, machen eigentlich nur einen Bruchteil davon aus.


Auch ich habe mir damals die Frage gestellt: Indien oder Deutschland? Entscheidend für mich war der Zeit-, Spar- und Erlebnis-Faktor. Die 200 HR RYT Ausbildung, die weltweit gültig und anerkannt ist, dauert hier vier Wochen. Wenn man möchte und Zeit hat, kann man auch die 500 HR RYT Ausbildung machen. Hier erhöht man deutlich seine Job-Chancen oder hat in der Zukunft die Möglichkeit, selbst ein eigenes Yoga-Lehrer-Training mit einer aufbauenden Fortbildung anzubieten.

Wie finde Ich die richtige Yoga-Schule?

Es gibt mehrere Möglichkeiten, die passende Schule zu finden - hier sind meine Top-Empfehlungen:
1. Die einfachste Möglichkeit erfolgt über das Internet. Auf den Webseiten der einzelnen Schulen ist oftmals der erste Eindruck gegeben. Außerdem erhält man dadurch erste Informationen über Preis und Angebot.

Tipp: Zunächst den Ansprechpartner anschreiben und prüfen, wie schnell und serviceorientiert die Schule antwortet. Je nach Institution gibt es Preisunterschiede von bis zu 1000 € für das gleiche Zertifikat, denn wie im Restaurant oder Hotel auch zahlt man für die Aussicht und die Unterkunft mit - der Preis gibt jedoch noch keine Auskunft über die Qualität des Unterrichts.




2. Selbst auf die Reise gehen und vor Ort entscheiden. Diese Variante ist mit einem hohen Zeitaufwand verbunden. Wer wenig Zeit zur Verfügung hat, sollte sich vorher über das Internet informieren. Natürlich liegt der Vorteil darin, dass man direkt vor Ort an einer „Drop-In“- Stunde teilnehmen und somit die Atmosphäre innerhalb einer Unterrichtseinheit mit anderen Teilnehmern hautnah erleben kann. Viele Schulen in Indien sind auch nicht mit guten Internet-Seiten ausgestattet, geben jedoch einen guten Unterricht. Meistens bieten diese Schulen auch die günstigeren Preise an. 

3. Heimische Yoga-Lehrer nach Empfehlungen und deren Meinungen fragen. Meine Schule war z.B. die Parimukti Yoga Schule und ich würde diese auf jeden Fall weiterempfehlen, da die Menschen vor Ort mit Herz bei der Sache waren und mir so eine wunderbare Zeit ermöglicht haben. Auch ich bin damals dem Rat eines Yoga-Lehrers gefolgt und habe meine Entscheidung nicht für eine Sekunde bereut.

Den besten Ratschlag, den ich zusätzlich geben kann: Verlasse dich auf dein Bauchgefühl, um relativ schnell eine Entscheidung zu treffen. Es gibt nämlich so viele Schulen in Indien, dass man bei zu langer Recherche schnell in absolute Ratlosigkeit fallen kann.

Stelle dir diese 3 Fragen:
Was für Yoga möchte ich lernen?
In was für einer Umgebung möchte ich sein? (Meer oder Gebirge?)
Was möchte ich außer Yoga noch erleben?

So kam auch ich zu einer Entscheidung. Auf meiner Reise wollte ich auf jeden Fall mehr über Tibet und die Kultur erfahren. Und zufälligerweise fand ich eine Schule, die direkt in der Nähe des Dalai Lama stationiert war. Und somit kam ich auch zu meinem Special-Event, als ich diesen live sehen konnte.

Städte und Regionen für Yoga-Lehrer

Rishikesh ist die Yoga-Metropole. Hierher kann man das ganze Jahr über fliegen, im Sommer ist es allerdings sehr heiß. Dort tummelt sich das größte Angebot an Yoga-Schulen. Jeder der nach Indien reist und sich mit Yogis unterhält, hört davon. Ich selbst war nicht vor Ort, zu meiner Zeit herrschte eine Hitze von 40 Grad.

Dharamsala war meine Wahl. Die beste Reisezeit hierfür ist von April bis September, wobei es ab Mitte Juni oft regnen kann. Die Stadt liegt an der Grenze zum Himalaya, somit hatte ich schöne Berge in meiner Nähe und Ruhe. Dort gibt es auch Wanderwege, gute Luft und eine gewisse Abgeschiedenheit. Ideal, um sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Goa ist über die Winterzeit zu empfehlen (Novemer – März). Die Stadt ist am Meer gelegen und perfekt für Sonnenanbeter. Allerdings ist Goa bekannt als das „Miami Indiens“. Der „Yogi-Lifestyle“ (alkohol- und partyfrei, gesunde Einstellung) ist dort natürlich ein paar Hindernissen ausgesetzt. Allerdings kann diese Herausforderung auch den Willen stärken. :) 


Wichtig zu wissen wäre, was man überhaupt von dem Yoga-Training erwartet. Mir ist aufgefallen, dass die meisten auf einer Art spirituellen Reise sind. Ich habe außerhalb und innerhalb des Unterrichts extrem viele nette und liebenswerte Menschen kennengelernt. Man trifft eine Menge von Menschen, welche einen ähnlichen Weg einschlagen oder weitere interessante Geschichten zu erzählen haben.

Eine der wichtigsten Lehren, die ich aus der ganzen Geschichte ziehen konnte, ist: „Wie es in den Wald hinein schallt, so schallt es auch hinaus.“
Auch wenn man dort von viel spirituellem Tourismus umgeben ist und alle davon reden, sich selbst zu finden, liegt die wichtigste Aufgabe darin, mit sich selbst auch zu beginnen. Yoga kann dir helfen, dich selbst besser kennen zu lernen. Egal wo du dich zur Zeit auf der Welt befindest.
 
Viele Grüße
Tristan

Tristan war bis vor Kurzem in der Outdoor-Abteilung bei engelhorn sports tätig und ist ausgebildeter Yogalehrer.


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