Xtenex: Schnürsenkel im Test


Xtenex, gesprochen Extenex, heißt das Produkt, um das es in meinem Test heute geht. Seit meinem ersten Tag in der Running Abteilung überlegte ich, ob und wofür man wohl Schnürsenkel mit Knoten benötigt. Nun, wie ließe sich diese Frage besser beantworten als durch Ausprobieren. Das geniale Schnürsystem, bzw. der „selbstdindene - so steht es auf der Verpackung, gemeint ist sicher selbstbindende- Schnürsenkel, verspricht der Hersteller.
Gekonnt einfädeln
Bei der Auswahl der Farbe überlegte ich noch, welche der vielen Farben am besten mit mehreren meiner Laufschuhe harmoniert. Dass dies ein Denkfehler war, bemerkte ich beim Einfädeln. Was sich zunächst als nahezu unmöglich darstellte, wurde erheblich einfacher als ich auf die Idee kam, die Schnürsenkel beim Ziehen durch die Ösen von beiden Seiten zu spannen, so dass sich die Knoten kurzzeitig auflösen. Der Hinweis fehlt leider auf der Verpackung, auf der dafür mit einem lachenden und einem traurigen Smiley gezeigt wird, dass die Knoten danach noch, bzw. wieder, sichtbar sein sollen.
Wohin mit dem Schnürsenkelende?
Nach dem Einfädeln stellte sich mir die Frage, was ich mit den Enden machen sollte. Theoretisch könnte man sie ganz normal binden. Ich bevorzugte allerdings die Variante, sie nicht zu verknoten, sondern sie abzuschneiden und das Ende mit einem Feuerzeug zu fixieren. Hierbei empfehle ich zunächst, zwei bis drei Knoten dranzulassen, bis die optimale Zugstärke beim Lauf getestet wurde. Bei größeren Füßen kann man die Enden sicherlich auch einfach unter die Schürung klemmen.
Tragekomfort
Fertig angepasst hielt der Xtenex alles was er verspricht. Das Reinschlüpfen geht blitzschnell, das erste Tragegefühl ist äußerst bequem und zugleich fest. Nun bin ich extrem pingelig, wenn es um den Sitz meiner Laufschuhe geht. Sie müssen optimalen Halt gewähren, dürfen aber nirgendwo drücken. Umso überraschter war ich, dass ich nach meiner ersten Begeisterung über das schnelle Hineingleiten vergessen hatte, dass ich hier einen Testlauf mache. Der Halt des Xtenex war so optimal und angenehm, dass er das Flow-Erlebnis in meinen bereits sehr bequemen Brooks Pure Flow perfektionierte.
Zugkraft
Die Zugkraft
war über den gesamten Lauf konstant und es gab kein mühsames Nachschnüren, was mir bei minus fünf Grad die kalten Hände ersparte.
Verbesserte Blutzirkulation
Der Hersteller wirbt zudem mit einer verbesserten Blutzirkulation. Durch die hohe Elastizität und die individuelle Anpassung der Schnürung an die Fußform, kann ich dies für meinen „Kältelauf“ nur bestätigen und mir gut vorstellen, dass dies auch bei anschwellenden Füßen auf Grund von Hitze gut funktioniert.
Fazit: Top Laufschuh-Booster
Ein wirklich genialer Schnürsenkel, der einmal eingezogen, nicht nur Triathleten viel Zeit spart und richtig Lust auf den nächsten Lauf macht. Hier erlangt der Spruch „schnell mal in die Laufschuhe geschlüpft“ endlich Realität. Und wer von einem langen Lauf zurückkommt, wird es umso mehr genießen, den Laufschuh ohne Kraftaufwand bequem abzustreifen. Mit nur 11,95 Euro bietet der Xtenex damit eine preiswerte Lösung, seinen Lieblingslaufschuh sehr funktionell aufzupeppen.
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