Wurftraining für Handballer mit erhöhter Belastung


Neben dem Trainieren von Spielzügen oder Abwehrformationen zählt auch das Wurftraining zu Übungen, die oft wiederholt werden, damit die Spieler die Abläufe verinnerlichen und Sicherheit bekommen. Heute stelle ich euch eine Übung vor, welche dazu dienen soll, die Wurfquote in einer hohen Belastungsphase zu erhöhen.
Abgesehen vom normalen Wurftraining, bei dem die Spieler von ihren einzelnen Positionen werfen, gibt es diverse Varianten, um diese Trainingseinheit zu modifizieren. Eine Möglichkeit ist, die Übung mit einer erhöhten Belastung durchzuführen.
Wie bei einem normalen Wurftraining für Handballer werfen die Rückraumspieler nach Zuspiel über einen defensiven Block. Für die Außenspieler wird eine Markierung positioniert, von der sie abschließen sollen. Auch ihnen wird der Ball zugepasst.
Steigerung der Belastung
Die Intensität dieser Einheit erhöht man, in dem man den einzelnen Spieler mehrere Male hintereinander werfen lässt, ohne ihm eine Pause zu geben. Auch wenn es zuerst unspektakulär klingt, hat das einen positiven Effekt. Denn spätestens nach dem vierten oder fünften Mal tritt beim Akteur eine erhöhte Belastung auf, welche dazu führen kann, dass er die Bewegungsabläufe vernachlässigt und sich nicht mehr hundertprozentig auf den Abschluss konzentrieren kann. Unweigerlich wird er vorbeiwerfen.
Wird der Spieler immer wieder aufs Neue vor diese Herausforderung gestellt, kann hiermit erreicht werden, dass er auch unter hoher Belastung seine Konzentration aufrecht hält und selbst bei den letzten Würfen fokussiert bleibt.

Zu Gute kommt diese Trainingseinheit der Mannschaft vor allem im letzten Drittel eines Spiels, wenn die Kondition auf beiden Seiten nachlässt. Schließlich sind die Akteure durch die eben beschriebene Einheit gewohnt, konzentriert zu bleiben und bringen den Ball auch unter hoher Belastung sicher ins Ziel.
Leichte Veränderungen erschweren die Einheit
Es ist zusätzlich möglich, diese Übung noch intensiver zu gestalten. So kann man bspw. die Außenspieler über einen hochkant gestellten Gymnastikkasten springen zu lassen. Dies hat den Vorteil, dass die Außen bei der Aufgabe hoch springen müssen und so eine lange Flugphase haben, in der sie den Torwart ausgucken können.
Für Rückraumspieler kann man Weichbodenmatten seitlich aufstellen, über die geworfen werden muss. Hier bietet sich an, einen Barren oder einen großen Gymnastikkasten als Stabilisation hinter der Matte zu positionieren. Soll auf die Weichbodenmatte verzichtet werden, weist man den aufgestellten Blockspieler an, aktiv gegen den Ballführenden zu verteidigen, statt ihn nur im defensiven Block verweilen zu lassen.
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