Winterwandern Bayern – auf Bayerns schönstem Aussichtsberg


Tour:
1.000 Höhenmeter, 5-7 Stunden
Talort: Partenkirchen
Höchster Punkt 1.780 m
Anspruch: leicht
Kondition: mittel

Die Aussage zu treffen, welches Bayerns schönster Aussichtsberg ist, ist natürlich ziemlich gewagt – aber ich denke, dass das Panorama vom Wank (1780 m) über Wetterstein und Karwendel, mit der Zugspitze zum Greifen nahe, euch auch überzeugen wird. Zum Winterwandern ist der Berg auch ideal, da gespurte Wege hoch und wieder runter führen.

Ein recht steiler Anstieg


1000 Höhenmeter gehen sich nicht von alleine – und so ist schon bald klar, dass man hier ordentlich arbeiten muss, um mit diesem einzigartigen Panorama belohnt zu werden. Man parkt an der stillgelegten Wankbahn und startet an der linken Seite des Parkplatzes auf einem kleinen Weg, der bald in die Forststraße mündet. Auf dieser geht es länger bergauf ohne nennenswerte Verschnaufpausen. Achtung, auch trotz des gewalzten Weges kann es stellenweise ziemlich glatt sein.

Schließlich wird die Forststraße ebener und bald führt ein kleiner Waldweg rechts ab, der in Zickzack den steilen Hang zum Wank hinaufführt. Zugegeben – bis dahin ist der Aufstieg nicht besonders spaßig, da man auf der Nordseite des Wanks aufsteigt und somit weder Sonne noch Aussicht genießen kann. Aber die Spannung steigt – und bald steht man auf dem ersten Plateau und kann einen Blick auf die Zugspitze werfen, die von hier oben aus wirklich nur einen Steinwurf entfernt scheint.

Es dauert dann noch eine halbe Stunde, bis man tatsächlich auf dem Gipfel ist und über einen kleinen Buckel das Wankhaus erreicht, eine urige Gasthütte, die auch im Winter bewirtschaftet ist. Hier gönnt man sich eine Gulaschsuppe oder ein Gulasch mit Knödeln.

Abstieg Richtung Süden

 

Für den Abstieg würde ich nicht denselben Weg wie hoch empfehlen, sondern den Pfad auf der Südseite des Berges. Er führt zwar im Zickzack steil den Berg hinunter, ist aber immer gespurt und mit Wanderschuhen kein Problem. Es kann jedoch sein, dass es stellenweise recht glatt ist, vor allem wenn es zuvor getaut und wieder gefroren hat. In diesem Falle sind Leichtsteigeisen, auch Grödel genannt, keine schlechte Idee. Und nie die Stöcke vergessen!

Die erste halbe Stunde auf dem Abstieg kann man das wunderbare Panorama genießen – so atemberaubend, dass man aufpassen muss, trotzdem noch auf den Weg zu achten. :-)
Alles in allem ist es eine recht lange Winterwanderung und mit ein paar Pausen werden aus den angegebenen 5 Stunden recht schnell 7 Stunden und man muss schauen, dass man noch bei Helligkeit den Berg runterkommt – also lieber etwas früher losgehen.


Fazit: Zum Winterwandern ist der Wank ideal, zugegeben ist es vom Weg her nicht die allerschönste Tour, aber der Ausblick ist gigantisch, und man weiß am Ende des Tages auf jeden Fall, was man getan hat. :-)
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