Wintertouren in Skandinavien - die optimale Ausrüstung

Für viele ist Skandinavien ein beliebtes Trekking- und Reiseziel geworden. Die schier endlose Bergwelt Nordskandinaviens zieht im Sommer Outdoorhungrige aller Art geradezu magisch an. Doch ein gutes halbes Jahr liegt Skandinavien fest in der frostigen Hand des Winters. Die Tage werden kürzer, die Temperaturen fallen ohne weiteres bis -30 Grad Celsius und meterhoher Schnee bedeckt die weite Landschaft.

Viele lassen sich davon abschrecken und verstauen
Rucksack und Schuhe erst einmal im Keller, bis der Schnee wieder geschmolzen ist. Die Wärme im Haus lockt da doch mehr, als eisige Kälte, stürmische Winde und dunkle Tage. 

Aber gerade eine Tour zu dieser Jahreszeit gehört zu den eindrucksvollsten und schönsten Erlebnissen, die die Natur Skandinaviens zu bieten hat. Mit der nötigen Erfahrung und der richtigen Ausrüstung wird der Winter zum unvergesslichen Vergnügen – bis man nicht mehr von ihm loskommt. Der „Nordland-Virus“ hat dich infiziert!

Die Erfahrung musst du allerdings selbst sammeln. Hier hilft nur klein anzufangen, sich langsam zu steigern und ganz nach dem Motto „trial and error“ einen eigenen Erfahrungsschatz aufzubauen. Mit der richtigen Ausrüstung aber können wir helfen!

Mit der richtigen Ausrüstung trotzt man Wind und Wetter
Wer bei Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt sich draußen bewegen möchte, ist auf eine gute Ausrüstung angewiesen. Wer im Sommer ein oder zwei Zeltheringe zu Hause vergisst, kann sich ohne Probleme aus einem Ast den passenden Ersatz schnitzen – und ist so um eine Erfahrung reicher.

Im winterlichen Blizzard, wo einem das Zelt beim Aufbau fast aus der Hand gerissen wird, kann solch ein Fehler aber zum Alptraum werden. Qualitative Ausrüstung ist hier (über-)lebenswichtig. Generell wird man nicht die gleiche Ausrüstung wie in den Bergen oder beim Wandern benutzen können.

Das richtige Material spielt eine wichtige Rolle

Im Winter wird das Material viel stärker beansprucht als im Sommer. Die Kälte lässt viele Materialien spröde und scharfkantig werden. Auch das Gewicht der Ausrüstung spielt hier eine eher untergeordnete Rolle. Qualität und die damit einhergehenden Sicherheitsreserven sind viel wichtiger. Die Ausrüstung muss einfach sein, möglichst viele Funktionen haben und darf auf keinen Fall kaputt gehen. Beispielsweise sind viele moderne und modisch taillierte Bergsportjacken für den anspruchsvollen Wintereinsatz eher ungeeignet, da sie nicht genügend Platz für ausreichend isolierende Schichten bieten.

Wir greifen euch mit einer Packliste unter die Arme

Das Beste ist, man beginnt rechtzeitig vor Beginn der Skandinavien-Wintertour eine detaillierte Packliste zu schreiben. So hat man eine Übersicht, welche Ausrüstungsteile noch zu besorgen sind oder durch neue ersetzt werden müssen. Wie man dabei Geld sparen kann, ohne auf Qualität zu verzichten, erklären wir euch in den folgenden Wochen.

In sechs Beiträgen erklären wir dir die wichtigsten Ausrüstungsgegenstände deiner Packliste. Welche Kleidung ist die richtige? Welchen Kocher soll ich wählen? Was muss mein Zelt können und wie warm soll mich mein Schlafsack halten? Für welche Verhältnisse sind Schneeschuhe oder Ski besser? Auf all diese Fragen gibt es bald eine Antwort. Und nächste Woche erfährst du alles über die richtige Kleidung!

Philipp Hannemann ist Verkaufsberater in der Bergsport-Abteilung bei engelhorn sports. Zu seinen Hobbys zählen Outdoor, Bergsteigen, Trekking, Segeln und Skitouren in Skandinavien.
Philipp Hannemann ist Verkaufsberater in der Bergsport-Abteilung bei engelhorn sports. Zu seinen Hobbys zählen Outdoor, Bergsteigen, Trekking, Segeln und Skitouren in Skandinavien.
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