We ARE travelling - Teil 1


Kannst du dir vorstellen mit dem Fahrrad von Deutschland nach China zu fahren? Für uns und besonders unsere Familien und Freunde klang diese Vorstellung anfangs auch ziemlich utopisch.
 
Doch umso mehr wir uns mit dem Thema beschäftigt haben, um so realistischer und greifbarer wurde es. Es sind etwa 18.000 Kilometer bis nach Peking. Also rund 30 mal die Strecke von Hamburg nach München. Und auf 300 Tage verteilt etwa 60 km pro Tag. Klingt doch schon viel besser, oder?
 
Die eigentliche Frage ist aber: Warum machen wir das überhaupt?
 


Für uns beide war klar, dass wir nach unserem Studium etwas von der Welt sehen möchten, bevor wir vielleicht irgendwo für immer „unsere Wurzeln schlagen“. Schon jetzt ist es nicht einfach alles hinter sich zu lassen. Wie sieht es erst aus, wenn man fest im Berufsleben steht oder vielleicht Kinder hat?
 
Das Reisen mit dem Fahrrad ermöglicht es uns an Orte zu kommen, die man noch nicht aus dem Internet oder einem Reiseprospekt kennt. Die Welt live und in HD. Menschen, Kulturen und Landschaften mit allen Sinnen erleben: hören, riechen, schmecken und fühlen. Uns unser eigenes Bild von ihr machen.
 


Es ist nicht nur physisch eine große Herausforderung, sondern vor allem psychisch. Das mentale Durchhalten wird gefragt sein. Wir können bisher ja nur erahnen, was es wirklich bedeutet, die Zähne aufeinander zu beißen und weiter zu machen, wenn es bei eisigen Temperaturen den ganzen Tag regnet, die Stechmücken einen in den Wahnsinn treiben oder einen tausend beängstigende Geräusche nachts nicht schlafen lassen. Mit seinem Partner ein Jahr auf engstem Raum zusammen leben. Ohne Raum für Privatsphäre oder um Konflikten aus dem Weg zu gehen.
 
Die Uhr tickt. Die Nervosität steigt. Haben wir an alles gedacht?
 


In wenigen Tagen werden wir aufbrechen und immer noch stehen etliche Punkte auf unserer To-Do-Liste. In unserem Zimmer stapeln sich verschiedenste Kisten: Outdoor-Equipment, Fahrrad-Zubehör, Hygiene Artikel... Wie soll das bloß alles in unsere Packtaschen passen?
 
Und wenn etwas schief geht? Was ist, wenn wir unsere Reise abbrechen?
Selbst, wenn wir nicht ankommen. Wenn unser Vorhaben scheitert, haben wir doch vielen etwas voraus. Wir hatten den Mut, unseren Traum in die Tat umzusetzen. Wir sind losgefahren.

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