Was sind eigentlich Crossbikes?

Vor 2 Monaten haben wir für euch auf der Eurobike die Neuheiten im Bike-Bereich angeschaut und euch von den Highlights der weltweit größten Fahrradmesse berichtet. Ich war überwältigt von der Vielzahl an Ausstellern: Fahrräder in allen Formen und Farben! Was die zahlreichen Bikes jedoch auszeichnet und voneinander unterschiedet, ist für den Laien oftmals nur schwer zu erkennen. In diesem Artikel will ich euch mehr über die Eigenschaften und Besonderheiten von Crossbikes erzählen, die derzeit sehr stark gefragt sind und dem Mountainbike (MTB) in vielen Hinsichten Konkurrenz machen.

Wo kommt das Crossbike zum Einsatz?

Ursprünglich kommt der Begriff „Crossbike“ aus dem Radsportbereich des Querfeldeinrennen, der auch unter den Namen Cyclocross oder Radcross bekannt ist. Hierbei handelt es sich um Radrennen, die nicht auf der Straße, sondern auf unbefestigten Wegen, wie Wald- oder Feldwegen, ausgetragen werden. Um in diesem Gelände gut fahren zu können, müssen die Crossbikes einiges leisten.



Was sind die Eigenschaften und Besonderheiten eines Crossbikes?

Allgemein könnte man sagen, dass das Crossbike eine Kombination aus MTB und Rennrad darstellt, also die Eigenschaften beider Radtypen miteinander verbindet. Wobei das traditionelle Crossbike, wie ich finde, eher einem modifizierten und stabileren Rennrad als einem MTB ähnelt. Es hat immer 28‘‘- Reifen, die jedoch stärker profilierter und breiter sind als die eines Straßenrennrades. Um dem Rad für das Fahren im schwierigen Gelände noch mehr Stabilität zu geben, werden Lenker aus Aluminium oder Carbon verbaut, die etwas breiter sind als die beim Rennrad. Außerdem gibt es spezielle Cross-Lenker, deren Lenkerenden nach außen gebogen sind.

Schaltung und Bremsen

Geschaltet wird bei den traditionellen Crossbikes mit einer Kettenschaltung und als Bremsen sind üblicherweise Cantilever-Felgenbremsen verbaut. Bei modernen Crossbikes sind heute jedoch Mini-V-Brakes der Standard. Immer häufiger werden mittlerweile aber Scheibenbremsen verbaut.
Der aktuelle Trend geht dahin, dass neuere Crossbike-Modelle technisch vermehrt in Richtung von Mountainbikes gehen und mittlerweile auch Federungselemente und hydraulische Fahrradteile verbaut haben. Es gibt also jede Menge Möglichkeiten zum tüfteln. 

Crossbike mit Scheibenbremsen
Crossbike mit Scheibenbremsen

Leichte Bauweise und Stabilität

Eine weitere Eigenschaft der Crossbikes ist die leichte Bauweise im Vergleich zum Mountainbike, die für eine umfangreiche Geländetauglichkeit sorgt: Auf der Straße soll es schnell und dynamisch sein und auf unbefestigten Wegen ist Stabilität gefordert. Und wenn es mal nicht weiter geht, dann ist das Crossbike leicht genug, um es zur Überbrückung des schweren Geländes Schultern zu können. Gerade beim Querfeldeinrennen, aus dem die Crossbikes kommen, ist dieses Bild wohl typisch.

Extra Schutz bei schlechtem Wetter

Außerdem haben viele Crossbikes, im Gegensatz zu Rennrädern und Mountainbikes die Möglichkeit, feste Schutzbleche zu montieren, was den Einsatz im Herbst und Winter angenehmer macht. Das ist nicht nur im Gelände von Vorteil, sondern gerade, wenn man auch bei nassem Wetter mal in der Stadt fahren will.

Fazit
Crossbikes sind echte All-Rounder für das ganze Jahr, da sie jede Menge Spaß auf der Straße und im Gelände bringen. Man muss sich also nicht mehr entscheiden, ob man mit dem Rennrad auf der Straße fahren will, oder mit dem Mountainbike ins Gelände fährt. Mit dem Crossbike kann man beides haben! Gerade durch diese vielseitigen Einsatzmöglichkeiten treffen Crossbikes meiner Meinung nach genau den Nerv der Zeit – täglich mit dem Fahrrad zur Arbeit und am Wochenende an ins Gelände. Mit dem Crossbike wird das möglich!

Friederike Seybold
Friederike Seybold
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