Wanderung auf die Kreuzspitze

Die Tour im Überblick

Dauer/Länge:1.100hm, 6 Stunden
Höchster Punkt: Kreuzspitze, 2.185m
Startpunkt: Parkplatz B23 zwischen Linderhof und Plansee
Schwierigkeitsgrad: anspruchsvoll
Ausrüstung: Bergstiefel, Stöcke, Zwiebellook
Anfahrt/Parken: parken an der Straße B23


Anfahrt

Von der A95 / Oberau kommend, über Ettal fahren und dann nach links auf die B23 abbiegen. Dann weiter auf der Deutschen Alpenstraße, über Linderhof, bis zur Österreichischen Grenze. Kurz vor einer 180° Kurve ist links an der Straße ein Parkplatz.

Die Kreuzspitze ist der höchste Berg im Oberammergau und bietet eine Aussicht par excellence. 

Abwechslungsreicher Aufstieg

Zunächst kreuzt man das steinige, trockene Bachbett des Neualpbaches und findet den Weg auf der anderen Seite wieder. Dort ist auch die Kreuzspitze ausgeschildert. Untypisch geht es ca. 15 Minuten relativ mäßig bergan durch den Wald, bevor der Weg dann in vielen Kehren eine Scharte hinaufführt. 

Erst noch durch den Wald und mit immer mehr Geröll, gehen wir in stetem Tempo bergan. Bald fließt der Schweiß und wir sehen schon das große Geröllfeld, welches es gleich zu queren gilt.

Dort angekommen, gibt es zwei Möglichkeiten – rechts in die Westflanke zu queren und dort steil durch den mit Kiefern besetzten Hang zu steigen oder links direkt durchs Geröllfeld. Wir entscheiden uns für den linken Weg, bereuen jedoch bald die Entscheidung, da der Weg sehr steil und rutschig ist. Die zwei Jungs die uns entgegenkommen, beneiden wir auf ihrem Abwärtsweg noch weniger. 

Bald ist auch dieser Abschnitt geschafft und wir landen auf dem Grat oben im Kiefernwäldchen und genießen zum ersten Mal die Aussicht nach Süden. Bis jetzt sind wir im morgendlichen Schatten unterwegs gewesen, nun strahlt uns die Sonne mit voller Kraft ins Gesicht und wir ziehen noch eine Schicht unserer Funktionskleidung aus. Zwiebel-Look ist hier wirklich hilfreich.

Kraxelei auf den Gipfel

Auf dem Grat durch die Kiefern geht es Richtung Gipfel. Zuvor gibt es noch ein paar spektakuläre Blicke hinunter auf das Geröll-Feld, welches wir eben durchquert haben. Weiter oben wird es dann Zeit, die Stöcke einzupacken, und Hand anzulegen. Hier gibt es keine Stahlseile, wie auf vielen anderen Wanderungen in den Alpen. Aber die Felsstufen sind kein Problem, da man sich gut festhalten kann. 

Bis zum Gipfel ist es nun nicht mehr weit und nach einem kurzen Stück oben auf dem Gipfelgrat haben wir das große Kreuz, dem die Kreuzspitze ihren Namen verdankt, erreicht.

Das Zugspitzmassiv liegt auf Augenhöhe und vom Großvenediger, bis zu den Allgäuer Alpen, kann man an klaren Tagen wirklich alles sehen. Kein anderer Berg verdeckt uns den Blick.

Nachdem wir uns satt gesehen haben, machen wir uns auf den Abstieg. Diesmal durch die Kiefern und nicht durchs Geröllfeld. Runterwärts ist die Tour noch anspruchsvoller und ich bin froh, um meine Stöcke und gutes Schuhwerk.

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