Wandertipp: Über die hohen Gänge zum Seebensee und Coburger Hütte

Dauer/Länge: 800hm, 5 Stunden
Höchster Punkt: Coburger Hütte, 1.917m
Startpunkt: Talstation Ehrwalder Almbahn
Schwierigkeitsgrad: anspruchsvoll
Ausrüstung: Bergstiefel, Stöcke
Anfahrt/Parken: großer Parkplatz der Talstation
Einkehrmöglichkeit: Coburger Hütte
Landschaftlich ist diese Tour einfach bombastisch. Der kristallklare Seebensee, die Zugspitze zum Greifen nahe und die Wände, die sich hinter der Coburger Hütte auftürmen, begeistern jeden. Für mich die schönste Tour in der Zugspitzgegend, allerdings auch dementsprechend gut besucht. Über den Steig „Hoher Gang“ wird die Tour sehr abwechslungsreich, erfordert aber einiges an Kraxelei.
Anfahrt
In Ehrwald der Beschilderung zur Ehrwalder Almbahn folgen, dort auf dem großen Parkplatz der Talstation parken.
Zauberwald
Von der Talstation aus sieht man bereits das breite Felsband, oberhalb dessen sich der Coburger See befindet. Der Hohe Gang startet oberhalb des rechten Geröllfelds und führt durch dieses Felsband. Wer sich den Steig nicht zutraut, kann alternativ mit der Bahn hochfahren und dann den gemütlichen, aber längeren breiten Weg zum See nehmen. Wir wählen die direkte Variante, die viel schöner und abwechslungsreicher ist.
Zunächst führt der Weg ab Talstation über den Gaisbach und dann rechts haltend über Almwiesen in den Wald hinein, der mit vielen umgestürzten Bäumen und vielen Kehren im Weg sehr abwechslungsreich ist. Es wird immer steiler, bis wir sehr steil links am Rande eines Geröllfelds hochsteigen. Das dauert aber nicht lange und schon sind wir bei der Coburger Bank angelangt, die sich hervorragend zur Stärkung vor dem Einstieg in den Steig eignet. Die gegenüberliegende Wand der Zugspitze lädt zum Fotografieren ein.


Hoher Gang und Seebensee
Den Fotoapparat sollte man dann einstecken, denn nun muss man kraxeln. Der Steig führt in steilen Stufen und Kehren über das Felsband, an den meisten Stellen mit einem Stahlseil zur Hilfe. Ein Klettersteigset braucht man aber nicht.
Bald ist man am Ausstieg angelangt und kann den Rest des Weges zum Seebensee über die sanften Almen angehen. Kurz vor dem See vereint sich der Weg mit der gemütlichen Fahrstraße von der Almbahn und man vereint sich mit dem Strom der Wanderer mit Kinderwägen bevor man zum fantastisch schönen Seebensee gelangt, den man links umrundet.


Endspurt zur Coburger Hütte
Hat man den See umrundet, fehlen noch ca. eine halbe Stunde und einige steile Kehren hinauf zur Coburger Hütte, die in einem Kessel umgeben von den steilen Wänden und Geröllfeldern der Mieminger Kette liegt. Sie ist auch der Ausgangspunkt für einen der anspruchsvollsten Klettersteige der Gegend: Die Tajakante. Auch einige Sportkletterrouten gibt es hinter der Hütte. Wer allerdings auf der Hütte übernachten möchte, solle früh reservieren, da sie sehr beliebt ist.
Uns reicht ein Kaiserschmarrn und die unglaubliche Aussicht auf Zugspitze und See, und dann gehen wir den Abstieg auf demselben Wege an, der aufgrund der Steilheit ebenfalls nicht unterschätzt werden sollte.


 

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