Wandertipp: Tageswanderung zum Wendelstein

Die Wanderung im Überblick:
1.053 hm, 5 Stunden
Talort: Parkplatz der Wendelstein Seilbahn in Osterhofen
Höchster Punkt 1.838m
Anspruch: leicht
Kondition: mittel
Der Wendelstein ist meine erste Wahl, wenn es darum geht, Besuchern das schöne bayrische Alpenvorland zu zeigen - inklusive eines tollen Panoramas über Kaisergebirge, Karwendel und bis zur Zugspitze. Die Seilbahn und Zahnradbahn auf diesen markanten Berg ergeben viele Tourenvarianten, die den Berg auch für nicht so fitte Wanderer zur Option machen. Man kann z.B. hinauf laufen und sich dann überlegen, ob die Kräfte noch für den Abstieg reichen. Auf dem Rückweg bietet sich das Café Winklstüberl in Fischbachau auch noch für einen gelungenen Abschluss der Tour an, inklusive Torte. Leider ist der Berg aufgrund der guten Erschließung natürlich auch hoffnungslos überlaufen, darauf sollte man sich am besten schon vorher einstellen. Hier die Beschreibung meiner Lieblingstour von Bayrischzell aus.


Aufstieg vom Parkplatz aus
Vom Parkplatz der Seilbahn bei Osterhofen führt der Weg über den Bahnhof Osterhofen bis Hochkreuth, hier kann sich, wer möchte, schon ein erstes Getränk gönnen. Dann führt ein Forstweg den Berg hinauf bis zu einer Abzweigung, die links zum Wendelstein führt. Nach einer halben Stunde gelangt man zu den Wendelsteinalmen. Über einem türmt sich jetzt schon sehr spektakulär der felsige und steile Gipfel des Wendelsteins auf, und es ist Zeit für ein kleines Fotoshooting.


Dann kann man entweder über die Bocksteinscharte oder über die Zeller Scharte auf dem König-Maximilian-Weg den Wendelstein erklimmen. Und kein Scherz, jetzt fließt der Schweiß, wenn man sich die steilen, steinigen Kehren hinaufquält. Aber der tolle Blick beim Verschnaufen entschädigt auch dafür. Dann ist Schluss mit Idylle, denn man gelangt zur Aussichtsterrasse des Wendelsteinhauses. Hier tummeln sich alle, die per Zahnradbahn, Seilbahn oder zu Fuß den Berg bezwungen haben und treten sich auf der Aussichtsplattform die Füße platt.


Auf einer Rampe bis zum Gipfel
Es ist wohl einer der wenigen Gipfel, die auch für Fußlahme, Rollstuhlfahrer (fast!) und Highheel-Damen geeignet sind, denn eine breite, betonierte Rampe führt auf den eigentlichen Gipfel hinauf, auf dem – als wäre es nicht schon genug der Verschandelung – ein Observatorium inklusive Sendeanlagen thront. Aber der gute Naturfreund wendet sich diesen Anblickes ab und schaut Richtung Berge, die sich bei gutem Wetter in schönster Manier zu Füßen legen. Kampenwand, Berchtesgadener Alpen, Kaisergebirge, Großglockner und Großvenediger, Karwendel, und Zugspitze bis zur Benediktenwand. Hinab geht es auf dem Panoramaweg bis zum Bahnhof der Zahnradbahn und dann beliebig wie auf dem Hinweg bzw. mit der Seilbahn wieder bis zum Parkplatz.


Bilder: Helen Vatter
 

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