Wandern auf dem Dach der Welt - Nepal-Trekking am Fuße des Mount Everest


Nachdem ich den Solu-Khumbu und seine Bewohner näher kennenlernen durfte, führte uns der Weg meines Nepal-Trekkings von Namche weiter in den kalten Norden. Über den Mong La Pass gelangten wir zum Klosterort Tengboche, welcher bereits auf über 3.800m liegt.
In der Heimat der Schneeleoparden
Wir befanden uns nun in der Heimat der Schneeleoparden, auch wenn wir während unserer Reise leider nie eines dieser sagenumwobenen Geschöpfe zu Gesicht bekamen. Dafür erreichten wir aufgrund unseres flotten Tempos zügig den Ort Dingboche. Die Vegetation nahm mit zunehmender Höhe stetig ab und die Landschaft bekam nochmals einen deutlich alpineren Charakter. Wir hatten die wichtige 4.000er-Marke überschritten und legten trotz unserer guten Akklimatisation einen zusätzlichen Ruhetag in Dingboche ein.
In der Lodge "Bright Star" wurde ich äußert herzlich aufgenommen und Mr. Karma Sherpa sowie seine Frau Phurba Sherpa nahmen sich viel Zeit für meine Fragen rund um die Festlichkeiten der Sherpas.

Auf zum Everest Base Camp - und ein Unterwäschen-Härtetest
Trotz aller Gastfreundschaft zog es mich weiter nach Lobuche, von wo aus wir das Everest Base Camp (kurz "EBC") in Angriff nehmen wollten. Bereits früh am Abend rollten wir in unserer schlichten Unterkunft in Lobuche unsere Schlafsäcke aus, denn der nächste Tag sollte es in sich haben. Wir brachen mit dem Morgengrauen auf und erreichten noch in den frühen Morgenstunden Gorak Shep. Es wurde schnell eine heiße Suppe geschlürft und dann ging es auch schon weiter zum EBC.
Der Weg entlang des berüchtigten Khumbu-Gletschers zog sich, aber führte uns geradewegs ans Ziel. Es wurden Erinnerungsfotos geschossen sowie die neueste Unterwäsche von X-Bionic einem Härtetest unterzogen - wofür mich meine Sherpa-Begleiter und mehrere Trekker aufgrund der beißenden Kälte für verrückt erklärten.

Was für ein atemberaubender Ausblick!
Auf dem Rückweg behielten wir unseren zügigen Schritt bei und ermöglichten es uns somit, noch am selben Tag den Kala Patthar (5.545m) zu erklimmen, welcher uns einen atemberaubenden Blick auf die Berge Nuptse, Lhotse und Everest gewährte. Es war fast völlig windstill und so genoss ich den Moment, welcher für die ganzen Anstrengungen entlohnte. Wir verweilten bis kurz vor Sonnenuntergang auf dem Gipfel, erst dann machten wir uns an den Abstieg.
Am nächsten Tag ließ ich es mir nicht nehmen, der gläsernen Forschungspyramide Italiens einen Besuch abzustatten, bevor es über Dingboche und Phortse zurück nach Namche ging. Hier, in der Hauptstadt der Sherpas, werde ich die nächsten zwei Wochen meine ethnologische Feldforschung weiter vorantreiben und so packe ich ausnahmsweise nicht nur für eine Nacht aus.

Zum Abschluss eine wichtige Warnung zur Höhenkrankheit!
Warning! Altitude Can Kill! Die Höhenkrankheit ist insbesondere bei diesem Trek nicht auf die leichte Schulter zu nehmen und kann zu lebensgefährlichen Lungen- und Hirnödemen führen. Daher habe ich hier einige Informationen zusammengetragen:
- Die Höhenkrankheit kann bereits ab einer Höhe von 3.000hm auftreten
- Ein langsamer Aufstieg und viel Flüssigkeitszufuhr beugen der Bluteindickung vor
- Regelmäßige Ruhetage und (wenn möglich) tiefergelegene Schlafplätze sind zu bevorzugen
- Bei ersten Sympthomen ist eine Rast einzulegen, süße Getränke sind zu trinken und ein rascher Abstieg in tiefere Regionen ist einzuleiten
- Erste Symptome können sein: Kopfschmerzen, Schwindel, Erbrechen, beschleunigter Atem, Schlaflosigkeit, Koordinationsstörungen und Bewusstseinseintrübung
Für die, die sich noch nicht satt gesehen haben, habe ich hier noch viele weitere Bilder:
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