Von der Straße ins Gelände: Mountainbikerennen für Einsteiger


Hallo, ich bin Annette vom Team Le Rêve und möchte euch heute ein wenig über meine ersten Erfahrungen bei Mountainbike-Marathons erzählen und einige Tipps und Tricks verraten, die bei Mountainbikerennen für Einsteiger sehr hilfreich sind. Ihr wollt in der kommenden Saison euer erstes Mountainbikerennen antreten? Damit ihr euch über den Winter schon einmal mental auf den Trainingsstart  im Frühjahr vorbereiten könnt, habe ich jetzt schon meine Tipps für euch - Die richtige Vorbereitung ist alles! 
Wenn man sportlich auf dem Rad unterwegs ist, hat man vermutlich früher oder später das Interesse, auch mal an einem Wettkampf teilzunehmen. Dabei gibt es allerdings einige Dinge im Vorfeld zu beachten, um mit Spaß und im Optimalfall auch Erfolg teilnehmen zu können.
Vom Rennrad aufs Mountainbike
Ich selbst bin jahrelang nur Rennrad gefahren. Das Mountainbike kam nur gelegentlich als Trainingsalternative im Winter zum Einsatz. Da ich über 10 Jahre ausschließlich Rennrad-Rennen gefahren bin, war mein Einstieg in den Mountainbike Sport im Sommer 2014 eine ganz neue und dementsprechend spannende Erfahrung! Rad fahren, in welcher Form auch immer, ist eben nicht automatisch gleich Mountainbike fahren. Mein Wechsel ins Gelände war vor allem darin begründet, dass ich das Gefühl hatte, auf der Straße schon alles erlebt und ausgereizt zu haben. Eine neue Herausforderung kam mir also gerade recht!
Und damit wären wir auch schon bei der ersten Besonderheit des Fahrens abseits von asphaltierten Straßen: Durch unterschiedliche Untergründe muss man zum einen technisch versierter und zum anderen permanent konzentriert sein.
Was sind also die wichtigsten Aspekte, wenn man Mountainbike oder gar Mountainbike-Rennen fahren will?
Man sollte sich Zeit zur Eingewöhnung geben: Das heißt, sich im Training mit dem eigenen Rad und seinen Fahrweisen anfreunden. Dabei ist es noch nicht sofort entscheidend, alle möglichen Strecken oder Schwierigkeiten zu fahren. Dies kommt mit der Zeit und man sollte sich schrittweise rantasten.
Als Neueinsteiger ist es ratsam, sich Hilfe bzw. Anleitung zu holen: Fahren in Mountainbike-Trainingsgruppen oder Teilnahme an einem Mountainbike-Fahrtechniktraining bieten sich an (es gibt spezielle Kurse nur für Frauen, für Fortgeschrittene, Anfänger, sogar für Kinder und Jugendliche).
Die Vorbereitung aufs Mountainbike-Fahren findet nicht nur auf dem Rad statt, sondern auch abseits davon. Insbesondere sollte ein Stabilitäts- und Krafttraining ergänzend durchgeführt werden, um die Belastung im Oberkörper besser verkraften zu können und jederzeit Herr(in) der Lage auf dem Bike zu sein.
Fühlt man sich sicher auf dem Rad und möchte an einem Wettkampf teilzunehmen, bietet sich vorrangig ein Mountainbike-Marathon an, da diese meist weniger technisch sind als klassische Cross-Country-Rennen (auch hier hilft es, sich Rat von erfahrenen Mountainbikern ein zu holen, zum Beispiel darüber, welche Rennen in der Region für den Einstieg geeignet sind).


Im Anschluss an die Trainings- und Eingewöhnungsphase geht es ans Eingemachte. Aber auch rund um den Wettkampf gibt es selbstverständlich noch weitere Punkte, die es gerade für Einsteiger zu beachten gilt:
Vor dem Wettkampf sollte man sich darauf einstellen, dass man sowohl körperlich als auch geistig gefordert sein wird.
Bei der Wahl der Strecke (Kurz-, Mittel- oder Langstrecke), sollten der Trainingszustand und die Erfahrung, die man bereits im Gelände sammeln konnte, eine vorrangige Rolle spielen. Empfehlung: Beim ersten Rennen die Kurzdistanz wählen, da die Wahrscheinlichkeit, mit einem guten Gefühl nach Hause zu fahren, wesentlich höher ist.
Das Material sollte im Vorfeld gecheckt werden, damit es einwandfrei läuft und einem nicht durch einen Defekt der Spaß verdorben wird (Ersatzschlauch, Pannenspray, Luftpumpe sollten ebenso mit an Bord sein).
Nicht vergessen: Luftdruck prüfen und je nach Untergrund und Witterung ggf. anpassen.
Die Verpflegung, die man beim Rennen zu sich nehmen möchte, sollte im Vorfeld erprobt und für die Länge des Rennens ausreichen (Ernährung und Trinken sind essentiell!).

Respekt ist angebracht! Angst jedoch braucht man keine zu haben, wenn man im Rennen aufmerksam ist, sich von unsicheren Fahrern fern hält und auf die eigenen Fähigkeiten vertraut.
Freude und Spaß stehen im Vordergrund! Falscher Ehrgeiz ist also fehl am Platz; man sollte kooperativ miteinander im Rennen umgehen, schnellere Fahrer nicht aufhalten, anderen helfen, wenn sie Hilfe benötigen.
Wenn man die Möglichkeit hat, sich die Strecke im Vorfeld anzuschauen, sollte man das tun, um optimale Fahrlinie, Streckenbeschaffenheit etc. kennen zu lernen. (Oft bieten die Veranstalter geführte Streckenbesichtigungen an.)
Bei Rennen besteht Helmpflicht. Dazu empfehlen sich Langfingerhandschuhe (besserer Schutz) und eine Radbrille mit passender Tönung. (Empfehlenswert ist im Zweifel eher eine zu helle Tönung als eine zu dunkle, da man es im Wald immer mit unterschiedlichen Lichtverhältnissen zu tun hat und ansonsten Kontraste sowie Geländewechsel nicht mehr klar wahrnehmen kann.)
Die Bekleidung sollte dem Wetter angepasst sein, um ein Auskühlen bzw. Überhitzen zu vermeiden.
In diesem Sinne wünsche ich Euch viel Spaß beim selbst erleben - und immer neue Abenteuer auf dem Mountainbike!
Eure Annette

Newsletter