Vom Strongmanrun zum Project Edgewalk


Hey, vorletzte Woche hat sich schon mein Teamkollege Dominik vom Team Project Edgewalk bei euch vorgestellt und nun bin ich an der Reihe. Ich bin Tom Schlegel, ebenfalls Student, aber in einem ganz anderen Bereich als Dominik. Ich studiere Sport. Um genau zu sein „Sport, Gesundheit und Prävention in Therapie“ an der Sporthochschule in Köln.
Anders als Dominik bin ich voll und ganz mit dem Sport aufgewachsen. Meine Eltern waren damals sportlich gut unterwegs und so kam es, dass meine ersten Läufe nicht lange auf sich warten ließen. Bevor ich allerdings richtig zum Laufen kam, habe ich noch die eine oder andere Sportart mitgenommen. Das hilft mir natürlich nun bei meinem vielseitigen Sportstudium. Als ich dann aber endgültig mit zwölf Jahren dem Laufen verfallen bin, ging es einfach nicht mehr ohne. Diese Leidenschaft zum Laufen führte mich in zahlreiche Trainingslager, Deutsche Meisterschaften und schlussendlich in die Junioren Nationalmannschaft.
Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine andere
Leider blieb ich, obwohl für die Weltmeisterschaften im Cross qualifiziert, nicht lange in der Junioren Nationalmannschaft. Damals war dies ein harter Schlag für mich und ich war einfach im Kopf noch nicht so weit, um das gut zu verarbeiten und stieg aus dem Sport für eine Weile aus. Im Nachhinein hat mir einfach gefehlt, dass mein Trainer zu mir steht. In der Zeit danach probierte ich ein wenig aus und fand im Triathlon eine neue Sportart, die mich für eine Weile ordentlich mitriss. Ich war nun auch bei der Bundeswehr und hatte dort gute Bedingungen mit meinem Vorgesetzten ausgehandelt.
Man könnte eigentlich sagen, dass ich nur beim Training und Essen bei der Bundeswehr war. Ich fuhr mit dem Triathlonauswahlteam der Bundeswehr nach Sardinien ins Trainingslager, nach Holland zum Militäreuropacup und verpasste nur knapp die Qualifikation zu den Military World Games. Es war wirklich eine coole Zeit. Als meine Zeit bei der Bundeswehr endete, stand ich mit der Studienwahl vor einer der größten Entscheidungen meines Lebens.Schnell war klar, dass ich an die renommierteste Sportuniversität Deutschlands, die SpoHo, möchte.
Auf zum Strongmanrun
Gesagt, getan. An der Sporthochschule angekommen, ging es auch mit meinem Sport wieder voran und nach und nach hatte ich wieder die Lust am Laufen gefunden. Durch einen Freund bin ich mehr als spontan zum Strongmanrun an den Nürburgring gefahren. Er hatte mir den Startplatz zwei Tage vor dem Start organisiert. Ich hatte allerdings keinen Plan von dem Rennen, aber dachte mir: Was soll schon passieren? Über Nacht habe ich mir dann fix eine Mitfahrgelegenheit organisiert und über Twitterkontakte meines Kumpels eine Schlafgelegenheit gesichert. Einen Tag später ging es los und zusammen mit Felix Grelak gewann ich das größte Hindernisrennen der Welt, den Fisherman’s Friend Strongmanrun Germany am Nürburgring. Wahnsinn!

Vom Bergfieber gepackt
Von da an ging alles ganz schnell und mir war klar: Laufen kann ich einfach am Besten. Ich reiste nach Holland und Italien und hätte noch deutlich mehr Rennen machen können, aber nun steht für mich ein anderer Schritt bevor. Ich liebe die Strongmanrennen, aber ich will in die Berge und mit Dominik habe ich einen akribischen Partner dafür gefunden. Ich bin wohl eher etwas emotionsgesteuert und er ist der Tüftler, der alles ganz genau plant und nichts dem Zufall überlassen möchte. Ich finde, dadurch ergänzen wir uns gut, eben gerade weil wir so verschieden sind!

Wir haben nun mit Polar die Möglichkeit bekommen, einige der schönsten Rennen der Welt laufen zu können und freuen uns auf alles, was auf uns zukommt. Ich hoffe, wir können euch dabei helfen in unsere Abenteuer ein wenig mit einzutauchen. Seid gespannt, es wird großartig!


P.S: Hier noch ein kurzes Video von mir beim Training!
Bilder: Tom Schlegel via Polar
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