TSG 1899 Hoffenheim - Tobias Strobl über sein Verletzungspech und den Saisonendspurt


Hallo zusammen,


ich habe mich im internen Wettstreit durchgesetzt und darf euch deshalb diesen Blog schreiben. Außerdem habe ich in dieser Woche leider ein bisschen mehr Zeit als meine Kollegen. Beim Spiel in Bremen hat es mich in einem Kopfballduell erwischt. Ich bin mit meinem Gegenspieler mit den Köpfen aneinandergerasselt und habe dann im wahrsten Sinne des Wortes in der Kabine doppelt gesehen.
Deshalb konnte ich in der zweiten Halbzeit auch nicht mehr auflaufen. Es ist schon das zweite Mal in dieser Saison, dass ich so mit einem Gegenspieler zusammenstoße. Im März auf Schalke musste ich nach dem Spiel sogar eine Nacht im Krankenhaus verbringen.
Diesmal war es nicht ganz so schlimm, aber ich muss trotzdem pausieren. Beim Heimspiel gegen Frankfurt konnte ich deshalb nicht spielen, ob es für die Partie in Dortmund am nächsten Wochenende reicht, kann ich auch noch nicht sagen. Ich schaue da gemeinsam mit unserer medizinischen Abteilung von Tag zu Tag.


Neue Rolle & Ausblick
Dennoch geht es mir vergleichsweise gut. Unseren Keeper Koen Casteels hat es in Berlin wesentlich schwerer erwischt. Bei seinem Schienbeinbruch stand ich gar nicht so weit weg und wir haben alle sofort gesehen, dass etwas Schlimmeres passiert ist. So will man natürlich keinen Teamkollegen sehen und die Verletzung hat uns auf dem Rasen auch ein wenig mitgenommen. Inzwischen ist er ja wieder bei uns in der Kabine und macht seine Reha – das ist schön zu sehen.
Fußballerisch läuft es bei uns in der Rückrunde allgemein ganz gut. Wir haben uns im Vergleich zur Vorrunde noch einmal weiterentwickelt und werden dafür jetzt auch mit Punkten belohnt. Meine Rolle im Team hat sich im Vergleich zur Vorrunde verändert. Damals habe ich vor allem auf der „Sechs“ gespielt, zuletzt bin ich als Außen- oder Innenverteidiger aufgelaufen. Am Anfang habe ich ein wenig gebraucht, um mich daran zu gewöhnen. Vor allem als Außenverteidiger verhält man sich doch anders als im defensiven Mittelfeld. Aber ich denke, ich habe mich im Lauf der Spiele und natürlich auch durch das intensive Training immer besser in diesen Rollen zurechtgefunden.


Zwei Spiele haben wir in dieser Saison noch – in Dortmund und zum Abschluss zuhause gegen Braunschweig. Da wollen wir natürlich noch einmal das Maximale erreichen und mit einem guten Gefühl in den Sommer gehen. Wobei eine positive Grundstimmung auf jeden Fall da ist. Roberto bleibt uns erhalten, Kevin hat sich deutlich zur TSG bekannt und auch unser Kapitän, Andi Beck, bleibt bei uns. Das sind sehr gute Vorzeichen für die kommende Saison, für die ich schon jetzt folgendes versprechen kann: Wir alle werden wieder vom ersten bis zum letzten Spiel Vollgas geben und versuchen, den Fans tollen Fußball zu bieten.


Euer Tobi
Bilder: TSG Hoffenheim

Newsletter