TSG 1899 Hoffenheim - Kevin Volland über die Rückrunde und das Spiel gegen Mainz


Hallo zusammen,
jetzt bin ich also an der Reihe, um euch zu schreiben. Seit Andi euch Ende Januar geschrieben hat, ist ja einiges passiert. Die Bundesliga-Rückrunde hat schon fast Halbzeit und wir stehen ganz gut da. Vor allem Zuhause, vor unserem Publikum, konnten wir gute Leistungen zeigen. Das trifft auch auf das Spiel gegen Mainz zu – leider aber nur auf die ersten 65 Minuten. Bis dahin haben wir nahtlos an die Leistungen gegen Hamburg, Stuttgart und Wolfsburg angeschlossen.
Was dann passiert ist, kann ich selbst nicht erklären. Wir hatten Mainz im Griff, haben uns Chancen erspielt. Alles lief, wie wir uns das vorgestellt haben. Nach dem 2:1-Anschlusstreffer durch die Mainzer haben wir plötzlich aufgehört, Fußball zu spielen. Jede Niederlage tut weh, aber diese besonders. Wir haben uns in den letzten 25 Minuten um die Früchte 65 guter Minuten gebracht. Das darf uns eigentlich nicht passieren. Aber Rückschläge gehören zu unserem Weg dazu. Wichtig ist, dass wir aufstehen und weiterarbeiten. Das ist die Basis – spätestens Mitte der Woche muss das Spiel bei allen aus den Köpfen sein. In Leverkusen wartet dann am Sonntag ja ein schwerer Brocken auf uns.


Nervige Phase
Für mich persönlich war der Start in die Rückrunde nicht ganz so einfach. Im Trainingslager habe ich aufgrund einer Verletzung am großen Zeh viele Einheiten verpasst – deshalb bin ich körperlich mit einigem Rückstand in die ersten Spiele gegangen. So eine Phase nervt. Ich war nach dem Urlaub im Winter wieder heiß auf Fußball und konnte dann nicht mit der Mannschaft auf den Platz. Aber das gehört eben auch mal dazu. Ich habe mich nicht entmutigen lassen und weiter – so gut es eben ging – gearbeitet.


Ich denke, in den ersten Spielen hat man dann auch gesehen, dass bei mir noch nicht alles wieder rund läuft. Aber inzwischen stehe ich wieder voll im Saft und es macht Spaß, Teil der Mannschaft zu sein. Wir gehen den Weg von Markus Gisdol alle konsequent mit. Das heißt: Ein Spiel wie das gegen Mainz wird analysiert und abgehakt.

Unterwegs mit der U21
Zwischendurch war ich auch mit der deutschen U21-Nationalmannschaft unterwegs. In Spanien haben wir 0:2 verloren. Deren Nachwuchs kann sich echt sehen lassen. Trotz der Niederlage macht mir die Zeit mit der U21 immer viel Spaß. Schade, dass Stefan Thesker und Sebastian Rudy inzwischen zu alt für die U21 sind – wir hatten dort zusammen immer eine gute Zeit.



Zum Schluss habe ich natürlich auch noch einen Trainingstipp für euch. Am Anfang der Vorrunde hat Markus Gisdol meine Beine in einer Pressekonferenz mal als „Baumstämme“ bezeichnet. Ich muss zugeben, meine Oberschenkel haben schon einen ordentlichen Umfang. Das ist zum einen Veranlagung, zum anderen arbeite ich aber auch immer wieder hart an meiner Beinmuskulatur. Ein strammer Schuss und die Fähigkeit, sich im Zweikampf zu behaupten, haben noch keinem Fußballer geschadet.


Und so geht es: Kniebeugen
Mit der Langhantel auf den Schultern geht ihr kontrolliert in die Knie, bis Oberschenkel und Unterschenkel einen 90-Grad-Winkel bilden – dann geht es ebenso kontrolliert wieder nach oben. Die Arme halten die Stange deutlich mehr als schulterbreit, eure Beine stehen parallel ungefähr schulterbreit auseinander. Wichtig ist: niemals alleine machen. Sucht euch einen Trainingspartner, der die Bewegung mitmacht und helfen kann, falls ihr selbst nicht mehr hoch kommt. Ihr habt nämlich schon ein ordentliches Gewicht im Rücken.
Viel Spaß beim Trainieren,
euer Kevin
Bilder: TSG Hoffenheim

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