Trekking mit Zelt: Tipps und Ausrüstung (Teil 1) inklusive Packliste

Wenn man eine mehrtägige Wanderung oder Trekkingtour plant, dann gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder man übernachtet in Hütten, oder man nimmt ein Zelt mit. Der gemeine deutsche Wanderer ist natürlich von der Infrastruktur des Alpenraumes verwöhnt. Alle paar Stunden trifft man auf eine Hütte, auf der man besondere Spezialitäten genießen kann oder sein Haupt in kuschligen DAV Decken zur Ruhe betten kann. Da braucht es bei einer Alpenüberquerung nicht viel mehr als eine Wechselunterhose und einen dicken Geldbeutel. Auch beim Trekking in Patagonien oder Nepal wird man herrschaftlich umsorgt.
Wer sich allerdings in einsamere Gegenden wagt, oder die Bettenlager satt hat, greift zum Zelt. Leider ist es jedoch mit dem Zelt nicht getan, da muss man noch an einiges andere denken. Damit es euch nicht so geht wie Reese Witherspoon in „Wild“ habe ich hier ein paar Tipps für euch. Generell braucht man für ein dreitägiges Trekking nicht so viel weniger Ausrüstung als für ein 10-Tage-Trekking. Den Unterschied macht vor allem die Menge an Essen.
Zelt oder Biwaksack?
Als wir in Kirgistan anfingen, unsere Rucksäcke für unser 4-tägiges Tianshan Trekking zu packen, war die Ernüchterung gleich groß: mit Zelt, Schlafsack und Isomatte war der Rucksack quasi schon voll. Aber ein Zelt hat schon seine Vorteile: wenn man zu zweit ist, kann man es sich gemütlich machen, man hat Platz für sein Gepäck, die Luft im Zelt erwärmt sich und es ist lang nicht so kalt wie mit Biwaksack und wenn es regnet, dann kann man es im Zelt schon mal aushalten. Mittlerweile gibt es auch sehr leichte Zelte für 1-2 Personen. Auch bei Isomatten und Schlafsäcken hat sich viel getan. Falls ihr euch komplett neu ausrüsten wollt, kann ich euch zum Beispiel diese Kombination aus Zelt, Isomatte und Schlafsack speziell für Trekking empfehlen:

Bekleidung
Das Zwiebelprinzip kennt jeder, hier noch ein paar extra Tipps.
Bei längeren Trekkingtouren auf Merino Unterwäsche, T-Shirts und Socken setzen. Auch wenn es etwas teurer ist – das Material lohnt sich. Meine Merino-Socken haben auch nach 4 Tagen Trekking noch nicht besonders übel gerochen. Besonders auch bei Männern lohnen sich Merino-Shirts, die nicht so schnell den Schweißgeruch annehmen.
Ein paar warme Socken, eine Fleecehose, Mütze und eine Daunenjacke für abends, die man sich drüberziehen kann. Wenn die Sonne und die Anstrengung weg sind, wird einem schnell kalt, auch wenn es tagsüber 30 Grad hat.
Wandersandalen, in die man schnell reinschlüpfen kann (falls man nachts mal raus muss) und für ums Zelt rum.
Eine leichte aber robuste Wind- und Regenjacke, die so bequem ist, dass man sie auch einfach über das T-Shirt anziehen kann wenn es warm aber windig ist.
Eine Schirmmütze schützt vor blendender Sonne und auch leichtem Regen.
Wenn ihr euch nicht sicher seid, welche Kombination aus Jacke, Wanderbekleidung und Unterwäsche passen ist, kann ich euch als Kombination diese Teile empfehlen:


Weiter geht’s mit Teil 2 zum Thema Trekking mit Zelt: Verpflegung, Kochen und Hygiene.

Die gesamte Packliste findet ihr vorab schonmal hier:


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