Trekking am Rande von Santiago de Chile

Nach Beendigung meines Sportstudiums reiste ich nach Chile in eines der beeindruckensten Länder, die ich je gesehen habe. Das Einzigartige an Chile? Von der Hauptstadt Santiago de Chile ist man in nur 30 Minuten in den Anden, zum Meer braucht man ebenfalls lediglich eine Stunde.
Während man von Norden nach Süden mehrere Tage mit dem Auto fährt, ist dieses schmale Land von Westen nach Osten schnell durchquert. Wir machten uns die geografischen Besonderheiten zunutze und starteten eine kleine Trekking-Tour von Santiago de Chile in den Parque Puente Nilhue.

Wander-Paradies im Parque Cordillera
Rund um die Hauptstadt wartet ein wahres Paradies für Trekking- und Wander-Spezialisten. Während man in Santiago übernachten kann, ist es jeden Tag möglich, schon früh morgens anstrengende und atemberaubende Touren in die Anden zu starten. Wer nicht in die Hauptstadt zurückkehren will, der kann auch nahe der gut erschlossenen, aber dennoch naturbelassenen Routen im Zelt übernachten.
Da wir selbst einen Freund in der Hauptstadt hatten, entschieden wir uns für eine Tages-Tour über den Cumbre Cerro Provincia auf 2.750 Meter Höhe. Obwohl wir uns im Juli, damit also im tiefsten chilenischen Winter befanden, waren es am Fuße des Anstiegs gut und gerne 25 Grad und die Sonne strahlte uns bereits früh morgens auf den Kopf. Uns wurde gleich klar, dass es definitiv sinnvoll war, eine Kopfbedeckung mitzubringen.
Klettern und wundervolle Landschaft bei drückender Sonne
Gleich der Beginn des Anstiegs war sehr herausfordernd, weil wir zunächst einmal über größere Felsen klettern mussten, ehe die wirkliche Wanderung losging. Auch danach ging es weiter steil nach oben über steinige Stufen und Schotterwege. Unter der drückenden Sonne kämpften wir uns mit unserer ortskundigen chilenischen Begleitung schwitzend den Weg nach oben.
Als wir uns erst einmal eingelaufen hatten, konnten wir dann auch die wundervolle Aussicht genießen und bei einer Pause auf einem der vielen großen Felsen die wunderschöne Landschaft beobachten, ehe es dann von der Spitze wieder weitaus schneller bergab ging.
Faszinierende Vielfalt für Trekking-Begeisterte
Sportlich ambitionierten Trekking-Spezialisten ist in den Anden keine Grenze gesetzt. Auch auf den Aconcagua, den mit fast 7.000 Metern höchsten Berg außerhalb des asiatischen Kontinents, führen mehrere Routen und etliche 6.000er sind bereits sehr gut für Wanderer erschlossen. Arnaud wird sich im Dezember an den Giganten wagen und euch an seinem Abenteuer hier teilhaben lassen. Wir selbst sind in der riesige Kette der Asociacion Parque Cordillera gewandert, die unzählige, vielfältig schwere Wander-Routen bietet.
Von der intensiven Tages-Tour, über eine 3-Tages-Tour von Santiago nach Santiago bis zu einer mehrwöchigen Trekking-Tour durch die Anden ist rund um Chiles Hauptstadt alles möglich. Auch die Schwierigkeitsstufen der Trekking-Pfade variieren, werden aber auf mehreren Schildern kenntlich gemacht. Ich war am Ende wirklich beeindruckt, wie sehr diese Region die wundervolle Natur mit sportlicher Herausforderung in Einklang bringt.
Kleine Packliste für eine Tages-Tour durch die Andenausläufer:
Luftdurchlässige Kopfbedeckung
Sonnencreme
feste Wanderschuhe
Funktionskleidung
Sonnenbrille
evtl. Stöcke,
ausreichend viel Trinkwasser und Essen (keine Versorgung an den Routen)
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