Trainingslager zur Adventszeit

Am 23.11., in der Woche vor dem 1. Advent, bin ich zusammen mit meinen Nationalmannschaftskolleginnen für zwei Wochen zum Trainingslager in die spanische Stadt Sevilla geflogen. Unser Hotel befand sich direkt am Fluss „Río Guadalquivir“ mit bestem Blick auf die phantastische Brücke "Puente del Alamillo". So hatten wir immer unser Paddelrevier im Blick.
 
Das Hauptaugenmerk des Trainingslagers lag auf der Verbesserung der Grundlagenausdauer. Wir legten in den zwei Wochen in Sevilla ca. 200 km mit unseren Kajaks zurück. Auch das belgische Nationalteam und die Paddellegende Josefa Idem haben sich hierher begeben, um sich auf die kommende Saison vorzubereiten. Josefa nutzte sogar die Möglichkeit, mit uns gemeinsam zu trainieren. Das Wetter in Spanien meinte es gut mit uns. Tagestemperaturen um 20 Grad, Sonnenschein und wenig Wind – also beste Paddelbedingungen.
 
Doch unsere innere Uhr sagte uns, es ist Adventszeit und so begaben wir uns kurzerhand in die Altstadt, um Weihnachtsschmuck einzukaufen. Wieder im Hotel angekommen, machten wir uns daran, unser Zimmer weihnachtlich zu gestalten. Nun konnten wir unsere Adventsstimmung wunderbar ausleben.
Die wunderschöne Altstadt von Sevilla lud uns förmlich zu einem Besuch ein und an unserem freien Tag folgten wir ihrem Ruf. Wir besichtigten die altehrwürdige Kathedrale „Santa María de la Sede“ in Sevillas, in der sich auch das Grabmal von Christoph Kolumbus befindet. Mit einem Besuch in einer netten Taverne bei köstlichen Tapas konnte man das spanische Lebensgefühl spüren und genießen.
 
Am 8. Dezember hieß es dann Abschied nehmen von Spanien. Es ging aber nicht nach Hause, sondern ins Bundesleistungszentrum nach Kienbaum, um weiter an der Grundlagenausdauer zu arbeiten. Verwöhnt von dem schönen Wetter in Spanien mussten wir uns nun auf kühle, windige und verregnete Tage einstellen. Teilweise zwang uns der Sturm sogar, auf das Paddeltraining im Freien zu verzichten und wir mussten uns in der Halle oder dem Kraftraum begnügen. Nach zehn weiteren Trainingstagen hieß es wieder Koffer packen, doch diesmal, um nach Hause zu fahren. Bis Weihnachten habe ich nun im Landesleistungszentrum in Mannheim-Sandhofen trainiert.
 
Ich habe mich riesig gefreut, wieder zu Hause zu sein, um mit meiner Familie ein ruhiges und besinnliches Weihnachtsfest zu feiern, mich von den Strapazen zu erholen und neue Kraft zu schöpfen. An den Festtagen stand erst mal relaxen und entspannen auf der Tagesordnung, um in 2012 wieder voll konzentriert die Saisonvorbereitung anzugehen.
 
Ich hoffe, ihr hattet alle ein schönes Weihnachtsfest und wünsche euch alles Gute im neuen Jahr.
 
Eure Carolin
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