Tiefschneefahren: Tipps und Tricks

Welcher Alpinsportler kennt sie nicht? Filme wie The Art of Flight oder Hike2Ride, in denen die Jungs spielend leicht durch tiefsten Schnee pflügen, durch noch völlig unberührte Natur rasen und die wilde Jagd durch das Powder spielend leicht aussehen lassen? Diese Videos, in denen Waghalsige von der Spitze des Berges herunterbrettern und aus unmöglichen Tiefen wieder auftauchen? Da kann man schon mal neidisch werden, wenn man nichts Anderes als die Piste gewöhnt ist.
Es müssen ja nicht gleich die halsbrecherischen Stunts aus den Filmen sein, doch Tiefschneefahren sieht nicht nur toll aus, es macht mit der richtigen Technik auch großen Spaß! Zu schwierig? Nein, sage ich und gebe euch ein paar Tipps.
Langsam angehen lassen
Generell gilt: Ganz frische Anfänger sollten sich vom Tiefschnee fernhalten, weil es für diese schlichtweg zu gefährlich ist. Wer allerdings auf der Piste bereits geübter ist, der wird auch im Tiefschnee mit ein wenig Übung keine großen Probleme haben.
Wichtig dabei: Nicht gleich im hüfthohen Powder beginnen, auch wenn das verlockend ist. Am besten beginnt man an relativ flachen Hängen in höchstens 20 Zentimeter hohem Tiefschnee. Optimal ist leichter Schnee auf einer festen Unterlage, dort könnt ihr euren Rhythmus am besten trainieren, denn der ist von großer Bedeutung.
Die beste Technik im Tiefschnee
Wie genau nun die beste Technik beim Tiefschneefahren aussieht, da sind sich die Experten noch immer uneinig. Einige sagen, dass man bewusst in Rücklagen fahren sollte, andere wiederum nicht. Zweifellos wichtig ist aber, dass ihr im Gleichgewicht bleiben müsst. Das heißt: Die Skispitzen nicht eingraben lassen sowie immer auf beiden Füßen stehen und den Druck auf dem kompletten Fuß verteilen.
Insbesondere muss der Parallelschwung beherrscht werden und die Kurven müssen rhythmisch und ruhig gefahren werden. Wenn ihr das nicht schon auf der Piste sehr gut beherrscht, werdet ihr im Tiefschnee Probleme bekommen. Wie dies aussehen soll und weitere Tipps könnt ihr in diesem Video sehen.
Da heißt es also: Üben und zwar erst einmal auf der Piste! Mittlerweile wird aber nahezu in jedem Skigebiet auch ein Tiefschneekurs angeboten. Läuft es nicht wie gewünscht im Tiefschnee, solltet ihr euch einen Besuch überlegen.
Die richtigen Ski fürs Tiefschneefahren
Wesentlich leichter fällt das Tiefschneefahren mit den richtigen Skiern. Mittlerweile gibt es eine breite Auswahl an Tiefschneeskiern, die speziell für die Fahrt im Tiefschnee hergestellt wurden.
Durch ihre besonders breite Auflagefläche bleiben sie mit den Spitzen immer an der Schneeoberfläche, da der Schnee die Skier immer nach oben drückt. Es fällt viel leichter, die Skier zu drehen. Auch hier gilt aber: Probieren geht über studieren. Also ab in den Schnee!
 
 
 
 
Picture "Header" by Daniel Stricker / pixelio.de
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