Testbericht: GPS Trainingscomputer Garmin Forerunner 910XT


Die neuste Kreation aus dem Hause Garmin soll nun endlich alle Multisportler wunschlos glücklich machen.
Die Ausstattung des GPS Trainingscomputers Garmin Forerunner 910XT 
Ausgestattet mit einem hochempfindlichen GPS-Empfänger, einem neuen, ergonomischeren Gehäuse mit einer Rückplatte aus Metall sowie einem Beschleunigungssensor und endlich einem barometrischen Höhenmesser, lässt die Forerunner 910XT rein Hardware-technisch kaum Wünsche offen. Der Rest ist wie bei der Forerunner 310XT (Vibration, 20h Akku, 50Meter Wasserdicht, ANT+  etc).
Äußerlich hat der neue Forerunner GPS Trainingscomputer sichtbar an Größe abgenommen. Er ist deutlich flacher geworden und steht nicht mehr so sehr vom Handgelenk ab, wie es beim Forerunner 310XT der Fall ist. Das ist ein deutliches Plus an Schwimmtauglichkeit und Ergonomie, denn wer will schon mehr Widerstand im Wasser erzeugen, als man eh schon hat. Außerdem lässt sich der Neo jetzt auch besser über das Handgelenk streifen. Die Forerunner 910XT macht insgesamt einen etwas hochwertigeren Eindruck als ihr Vorgänger.
Zusammen mit dem Beschleunigungssensor, der natürlich in die Uhr integriert ist, bietet die Pulsuhr eine beachtliche Bandbreite an Funktionen für den Schwimmer und Triathleten.

Praktische Funktionen
So ist es möglich, im Freiwasserschwimmen die Distanz sowie Armzüge und Effektivität des Schwimmstils aufzuzeichnen. Der Vibrationsalarm funktioniert auch im Schwimm-Modus, denn während des Schwimmens auf die Pulsuhr zu schauen ist nicht unbedingt effektiv.
Stellt man die Pulsuhr aber so ein, dass sie z. B. alle 100 oder 500 Meter eine Lap-Zeit nimmt und den Vibrationsalarm einschaltet, hat man immer eine ungefähre Ahnung, wie weit man schon geschwommen ist und dann auch wie weit man es noch hat. Das kann sehr nützlich sein, wenn man sich schlecht in einem freien Gewässer orientieren kann oder sich das Rennen gut einzuteilen.
Das Beste ist, es funktioniert nicht nur draußen
Das Beste ist, das funktioniert nicht nur draußen, sondern auch in der Schwimmhalle. Vor dem Schwimmen noch schnell eingestellt, ob es sich um 50m oder 25m Bahnen handelt und schon kann es losgehen. Bahnen zählt die Pulsuhr von alleine, sodass man sich voll und ganz auf seine Technik konzentrieren kann, ohne dabei den Faden beim Zählen der geschwommenen Bahnen zu verlieren. Entsprechende Timesplits kann man sich am Beckenrad ansehen sowie wie viele Bahnen man Freistil, Brust oder Rücken geschwommen ist.
Ich konnte mir kaum vorstellen, dass das halbwegs zuverlässig funktionieren soll, umso mehr war ich überrascht wie präzise und genau alles, aber auch wirklich alles ermittelt wird. Das Einzige was leider nicht funktioniert ist, dass man die Herzfrequenz nicht sehen kann. Das liegt an der ANT+ -Übertragung. Diese funktioniert nun mal nicht im Wasser und somit ist das wohl eines der Mankos, die die Pulsuhr noch hat.
Multisport-Modus auf Knopfdruck
Mit Hilfe des Multisport-Modus kann man per Knopfdruck die Sportart wechseln und z.B. in den Rad-Modus wechseln. Das kann aber auch Stören… aber dazu später.
Im Rad-Modus ist der barometrische Höhenmesser ein ganz nützliches Feature und erweitert so den Datenumfang, den man aufzeichnen kann.

Man bekommt so ein Höhenprofil von der gefahrenen Radstrecke, die genaue Höhe sowie die absolvierten Höhenmeter, die man sich, wie bei Garmin üblich auf dem Computer zu Hause ansehen und speichern kann. Somit lassen sich z.B. Herzfrequenz-Daten passend zu einem Anstieg aus deinem Training auswerten und natürlich auch vergleichen. Damit meine ich, wenn man denselben Anstieg an einem anderen Tag bezwungen hat, kann man sehen, ob man heute besser war wie beim letzten Training.
Natürlich kann man sich die Datenfelder nach Belieben konfigurieren und auf jede einzelne Sportart zurecht schneiden.
Einen Tastendruck vom Lauf-Modus entfernt
Jetzt ist man nur noch einen weiteren Tastendruck vom Lauf-Modus entfernt. Hier bekommt man die gewohnten Features und hat eben zusätzlich noch die Höhen-Daten.
Man hat immer die Pace, Herzfrequenz etc. im Auge und ist somit immer bestens über die eigene Performance informiert. Interessant ist die Uhr nun auch für Läufer, die häufig im bergigen Gelände unterwegs sind. Denn man zeichnet nicht nur Höhendaten auf, sondern es lassen sich höhenspezifische Daten auch direkt anzeigen. Genau wie im Rad-Modus z.B. kann man sich auch „Höhenmeter/Stunde“ anzeigen lassen, welches ein fast unverzichtbares Feature für jeden Bergläufer ist.

 
Signalton oder Vibrationsalarm - der Trainingscomputer ist zuverlässig
Wenn man alleine trainiert und sich die Kopfhörer in die Ohren steckt, ist von einem Signalton, der einem den nächsten Kilometer ansagt, wenig zu hören. Mit Hilfe des Vibrationsalarms spürt man jedoch sofort, dass man wieder einen Kilometer absolviert hat.
Die vielseitigen Trainingsmöglichkeiten sind natürlich genauso ausgefeilt wie beim Vorgänger. So lassen sich z.B. problemlos Intervall-Trainings programmieren oder Tempoläufe mit Hilfe des virtuellen Partners durchführen.
Fazit mit Gesamtbeurteilung und Zielgruppenempfehlung
Das Einzige, was ich zu beanstanden hätte, ist, dass sie nicht über die Möglichkeit verfügt, die Herzfrequenz auch beim Schwimmen aufzuzeichnen und dass sie immer noch recht groß ist im Vergleich zu anderen Triathlonuhren. Außerdem benutzte ich die Uhr auch im Wettkampfeinsatz (Triathlon) und hatte dort auch das ein oder andere Problem. Mir hat beim Massenstart jemand auf die Uhr geschlagen, was sehr häufig vorkommt, und dabei die Lap-Taste erwischt, die die Sportart ändert.
D.h. ich war im Wasser und die Uhr dachte ich würde schon auf dem Rad sitzen. Problem war halt nur, dass ich das nicht gemerkt hatte. Wenn man nämlich nach dem Laufmodus noch mal die Lap-Taste drückt, beendet die Uhr den Wettkampf und stoppt die Aufzeichnung. Somit war ich auf der Laufstrecke, ohne den Begleiter dabei zu haben, den ich mir gewünscht hätte. Hier muss ich leider sagen, dass ich die Taste für den Multisport-Modus unzugänglicher für Fremdeinwirkung platziert hätte.
Tipp: Setzt Euch vor dem Wettkampf mit dem GPS Trainingscomputer auseinander
Bei dem nächsten Triathlon lief aber alles, wie es sein sollte ohne Zwischenfall. Ich empfehle daher dringend, sich vor dem Wettkampfeinsatz gut mit der Uhr auseinander zu setzen um Probleme zu vermeiden oder um entsprechend auf solche Komplikationen reagieren zu können.
Es ist eine tolle Uhr mit massig vielen Einstellmöglichkeiten und Extras und lässt in meinen Augen wirklich kaum Wünsche offen. Allerdings benötigt man Zeit und Interesse um all die Funktionen zu erkunden und zu nutzen. Ob im Training oder im Wettkampf macht die FR910XT eine gute Figur. Wer wissen will, was abgeht, der kommt um die FR910XT kaum herum.
Eine Uhr mit umfassender Datenaufzeichnung
Die Uhr spricht vor allem Sportler an, die viel Wert auf eine umfassende Datenaufzeichnung legen. Mit der konsequenten Weiterentwicklung des schon sehr gelungen Forerunner 310XT, bietet das neue Highlight von Garmin so ziemlich alles, was das technisch interessierte Sportlerherz begeistert. Das gilt vornehmlich für Triathleten, die von den neuen Features sicherlich am meisten profitieren.

Aber auch alle die, die sich eben nicht nur im Flachland aufhalten und gerne Höhenmeter machen oder diejenigen, die im Sommer gerne die heimischen Seen vermessen wollen, finden in der Garmin Pulsuhr Forerunner 910XT einen geeigneten Begleiter, mit dem man wirklich viel Spaß haben kann. Das gilt nicht nur beim Sport, selber sondern auch zu Hause am PC.
Vielleicht bringt der Weihnachtsmann den GPS Trainingscomputer vorbei
Das was jetzt noch fehlt, ist ein Weihnachtsmann, der rund 400 € übrig hat und dir eine Freude machen will und zwar eine große.
Vielen Dank für das Lesen meines Blogbeitrages. Ich hoffe, er hat euch gefallen und euch die Garmin FR910XT ein wenig näher gebracht.
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