Tennis up your life: Die wichtigsten Lektionen beim Tennistraining


In meinem Artikel "Tennis up your life: Warm Up!" konntet ihr bereits lesen, wie es mir bei meinem ersten Schlag erging. Jetzt erzähle ich euch die wichtigsten Lektionen beim Tennistraining, die mir meine Tennislehrerin erteilt hat, damit ich fit für den roten Platz bin.
Lektion Nr. 1
Bei der Vorhand darf Zuzana nie meinen Handrücken sehen, immer nur die Handfläche, erklärt sie mir. Der Ball soll eher flach gespielt werden als hoch, schließlich ist das Netz auch niedriger. Vor allem muss im Vergleich zum Badminton das Handgelenk fest sein und der Schwung muss aus dem ganzen Arm kommen. Ja, mein Handgelenk hat sofort gemerkt, dass es die Schwungkraft nicht alleine aufbauen kann.
Nachdem die Vorhand mit einem Einkaufswagen voller Bälle geübt wurde, ist es Zeit, „aufzusammeln“ und die Rückhand zu üben. Jetzt darf ich nur noch den Handrücken zeigen. Die Rückhand scheint ganz gut zu laufen, inzwischen weiß ich ja, dass ich mein Handgelenk fixieren muss und kann mich auf die kleinen Feinheiten konzentrieren z.B. den genauen Abschlagszeitpunkt abzuwarten. Schon ist der Einkaufswagen wieder leer. Aufsammeln, aufstellen und weiterspielen.
Jetzt wird Rückhand und Vorhand abwechselnd gespielt und schon hab ich auch wieder alles vergessen. Eigentlich sollte es Vorhand, Vorhand, Rückhand gehen, doch irgendwie entscheide ich mich spontan dafür, etwas weiter zu rennen und dreimal Vorhand zu spielen. Das gefällt Zuzana nicht und sie spielt den Rückhand Ball immer weiter weg von mir. Aber den Versuch war es wert.

Lektion Nr. 2
Weiter geht’s mit dem Tennistraining. Ganz links außen auf die Linie soll ich mich stellen. Zuzana wird mir Bälle nacheinander zuspielen, erst links, dann zur Mitte, dann rechts und anschließend wieder von vorne... und ich soll alle mit der Vorhand annehmen?! Vermutlich hätte ich mich nicht schon bei der letzten Aufgabe verausgaben sollen. Egal, war mein eigener Fehler, da muss ich jetzt durch und der Wagen geht  relativ schnell leer - das sollte doch zu schaffen sein.
Juhuu, er ist leer! Meine Kraftreserven aber auch... Nie hätte ich gedacht, dass Bälle aufsammeln so erholsam sein kann. Aber die Erholungsphase dauert nicht lange an. Die Bälle sind kaum aufgesammelt und schon beginnt das ganze Spiel nochmal von vorne. Diesmal ganz von rechts mit der Rückhand. Vielleicht hätte ich ein paar Bälle verstecken sollen, dann müsste ich jetzt nicht so viel rennen :-) Es kommt mir dieses Mal kürzer vor und ganz schnell ist auch diese Aufgabe bewältigt. Habe ich unterbewusst doch Bälle versteckt?!
Letzte Lektion (oder „Wie man beim Aufschlag versagen kann“)
Endlich kommt die letzte Aufgabe auf mich zugeflogen. Ich soll einen Ball an der Außenlinie mit der Vorhand zurückspielen, anschließend schnell vorlaufen und den Ball in Netznähe mit der Rückhand „kurz“ zurückspielen. Also ja, es gibt wieder viel zu rennen. Vor allem durch den ständigen Wechsel, merke ich schon jetzt mein Handgelenk - das wird sich danach sicherlich bei mir bedanken.
Der Wagen ist leer, nun das Ganze umgekehrt. Wie viele Wagen haben wir denn jetzt schon leer gemacht?! Alles ist geschafft und zur Belohnung darf ich noch ein paar Aufschläge üben. Ok, Grundposition: Seitlich an die Mittellinie stellen, Schläger flach am Rücken (sieht ein wenig so aus, als würde man einen Pfeil aus dem Köcher holen) Ball in der Hand gerade (!) nach oben werfen, gleichzeitig mit dem Schläger ausholen und den Ball dann mit der Führhand treffen, wenn der Arm mit dem Schläger komplett gestreckt ist.
Klingt doch ganz einfach! Also Ball hoch und... mein Ballgefühl ist weg, ich treffe nicht einmal mehr den Ball! Was ist denn hier los, also gleich nochmal probiert und nach ein, zwei Wagenladungen Bällen schaffe ich es sogar, ihn zu treffen. Mein Tennis-Trainingstag ist gerettet. Danach entscheide ich mich, doch lieber Zuzana zuzuschauen.
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