Teil 2: Stand Up Paddling - Tipps für Anfänger

Heute möchte ich noch etwas mehr in die SUP-Welt einführen. SUP fragt ihr euch? Das steht für Stand Up Paddling und alle, die meinen letzten Artikel über den Trendsport auf dem Wasser verpasst haben, sollten kurz ihr Wissen auffrischen, denn heute möchte ich euch mehr über die Techniken und Trainingseffekte des Stand-Up Paddlings erläutern. Wer weiß, vielleicht findet sich ja der ein oder andere von euch bald auf einem dieser tollen Bretter wieder!
Der Row-Effekt
Oft beobachtet man, dass sich Paddler ein wenig schlangenlinienmäßg fortbewegen. Das hängt damit zusammen, dass wenn man links paddelt, das Brett nach rechts fahren will und umgekehrt. Dieses Ausbrechen des Brettes nennt man "Row-Effekt". Hier gilt, je kürzer das Brett desto ausgeprägter der Row-Effekt. Hängt natürlich auch noch von weiteren Faktoren wie dem Shape des Bretts, der Kantenführung usw. ab.
Auch immens wichtig dabei: Die Paddeltechnik. Wer nicht richtig paddelt, wird immer ein Schlangenlinien-Fan bleiben ;) Das führt aber zu weit, alles hier zu erklären, aber ein maßgeblicher Faktor sei genannt: es ist extrem wichtig beim Paddelzug das Paddel lotrecht zur Wasseroberfläche zu halten. Ein paar gute Videos und ein sehr ausführliches Forum zu Material und Technik findet ihr übrigens hier.
Training mit einem Race-SUP
Wie eben schon erwähnt, kann man mit einem langen Race-Brettchen richtig Gas geben. Ideal dazu sind auch große Binnengewässer, wie bspw. die Altrheinarme, die man entlang des gesamten Stromes findet. Ein extrem gutes Kraftausdauertraining, das selbstredend ein gerüttelt Maß an Kardio-Leistung mit sich bringt. Da man dabei so gut wie nie ins Wasser fällt, kann man es auch super in der Übergangszeit machen. Also nachdem man aus dem Sommerurlaub nach Hause kommt und noch Lust auf Wasser hat ;)
Beansprucht werden hauptsächlich Oberarme, Schultern, Lat und Brust. Ja Brust, denn beim Paddeln drückt man mit dem oberen Arm den Paddelgriff anständig nach vorne. Außerdem bekommen auch Bauch, Rücken und die Beinstreckerkette ihr Fett ab, denn gepaddelt wird mit dem ganzen Körper. Vorsichtig sollte man sein, wenn man Probleme mit der Schulter hat (Stichwort Rotatorenmanschette).
Am besten achtet ihr darauf, die Paddellänge so zu wählen, dass der obere Arm beim Paddeln nicht über die Horizontale hoch gestreckt wird. Gerade in einem heißen Sommer, wie es der diesjährige hoffentlich wird, ist das "SUPen" eine super Alternative zu anderen Ausdauersportarten. Besonders gefällt mir auch dabei, dass der koordinative Aspekt und das Gleichgewicht nicht zu kurz kommen. Brett eben ;)
Sinnvolles Equipment
Damit ihr beim SUPen nicht verloren geht, hier ein paar Equipment Tipps von mir
Leash für das Brett (damit weder man selbst noch das Brett verloren gehen)
Hüftgurt mit Wasserflasche (bekommt man beim Running-Zubehör)
GPS-Gerät o.ä., um seine Strecke, Geschwindigkeit nachvollziehen zu können
Auch schick: eine wasserdichte Hülle fürs Smartphone, dann kann man auch die gängigen Sport-Apps à la "SportsTracker" benutzen. Auch als Sicherheitsaspekt ist es kein Fehler ein Telefon dabei zu haben.
Restube oder Schwimmweste (Weste am besten aus dem Wildwasserzubehör).
Zu "Restube" noch ein extra Wörtchen. Die Jungs aus Karlsruhe haben sich da was richtig Schlaues einfallen lassen: Schwimmflügel aus der Dose sozusagen. Die kann man sich einfach um die Hüfte binden, sind klein, leicht, nerven und stören nicht. Im Notfall einfach an der Reißleine ziehen, dann bläst sich eine mit Luft gefüllte Schwimmhilfe auf (ähnlich wie bei einem ABS-Rucksack im Winter). Immer sinnvoll dabei zu haben, man weiss ja nie was einem passieren kann.
So, das war jetzt ein recht langer Diskurs gewesen und dennoch habe ich nur an der Oberfläche gekratzt. Falls jemand noch Fragen oder Problemchen mit irgendwas in der Richtung hat - immer gerne mit Kommentaren melden! :)
Ich bin auf jeden Fall super glücklich, dass ich diesen Sport für mich entdeckt habe. Im Meer sowieso eine gute Sache, aber auch zuhause in Deutschland super, denn hier erlaubt mir das SUP mit einem Brett auf dem Wasser zu sein und gleichzeitig einen guten Trainingseffekt zu erzielen.
 
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