Tasmanien - die Herkunft von Ortovox' Merinowolle

Der Ursprung der Ortovox Wolle liegt inmitten eines Naturparadieses. Umgeben von tausenden Kilometern Wasser und fernab von Industriestandorten wird in Tasmanien nachweislich die beste Luftqualität unserer Erde gemessen. Der Westen der Insel ist fast unzugänglich, geprägt von Gipfeln, die bis in den Frühsommer mit Schnee bedeckt sind (höchster Berg ist der Mount Ossa 1.617m). Der Osten gleicht eher einer grünen Hochebene und genau hier leben die Merinoschafe.


Auf einer Fläche so groß wie Bayern leben knapp 500.000 Bewohner (zum Vergleich: in Bayern leben 12,6 Mio.) zusammen mit 3 Millionen Merinoschafen. Schafherden mit durchschnittlich 10.000 Tieren leben autark inmitten satter Grasweiden, umgeben von mächtigen Eukalytusbäumen ... und ab und zu gibt sich der tasmanische Teufel die Ehre.

Einflussfaktoren der Wollqualität

Dass Tasmanien als Herkunft von Merinowolle hervorragende Qualität verspricht, hat hauptsächlich zwei Gründe. Einerseits werden seit über 180 Jahren Merinoschafe in Tasmanien gezüchtet. Dabei sind modernste Rassen entstanden, die sehr feine, reißfeste Wollqualitäten liefern und durch deren Körperform das verrufene, schmerzhafte Mulesing nicht notwendig ist.

Anderseits sind es die Lebensbedingungen, die für die Topwolle verantwortlich sind. Tasmanien bietet größtmögliche Vielfalt. Die Tiere genießen nahezu unbegrenzten Auslauf und finden satte, natürliche Futterquellen vor, wie besonders proteinreiches Weidegras. Das Klima ist gemäßigt. Die Winter sind nicht besonders kalt, extreme Hitze ist ebenso selten. Diese Faktoren führen zu einem gleichmäßigen, stabilen Faserwachstum.

Tasmanische Schäfer kennen die Bedeutung ihrer Tiere und haben in 180 Jahren einen artgerechten Umgang gelernt, der von nachhaltigem Wirtschaften und verantwortungsvollem Handeln geprägt ist.

Vom Schaf zum Stoff!

Der Wandel von fettiger Schurwolle zu glatten Fasern läuft in fünf Schritten ab.

1. Wollwäsche – Fett und Dreck werden entfernt

2. Beim Kämmen werden letzte Rückstände entfernt

3. Die Fasern werden gebündelt und ausgerichtet

4. Verfilzte und kurze Fasern werden ausgekämmt

5. Weitere zwei Male wird die Wolle ausgerichtet

Beim anschließenden Spinnprozess werden die Wollfasern zu großen Garnrollen versponnen. Dabei werden die Fasern lang gezogen und ineinander verdreht. Der Weiterverarbeitungsprozess hängt vom Endprodukt ab.

Beim Verweben entstehen fertige Stoffbahnen. Mindestens zwei Fäden werden rechtwinklig verkreuzt und in unterschiedlichen Mustern verwebt. Beim Stricken werden Garnschlaufen immer wieder ineinander verstrickt, wodurch sich ein Gewebe bildet. Neue Schlaufen werden durch bestehende gezogen und schaffen so eine stabile Struktur.

Der Finishing-Prozess sorgt dafür, dass sich die Fasern weich anfühlen, makellos aussehen und das Endprodukt nicht einläuft. Die Stoffe werden hierfür sanft gewaschen und anschließend mit einer Dampfpresse behandelt. 

Das Vernähen der Stoffbahnen zum Endprodukt erfordert viel Erfahrung und eine ruhige Hand. Richtig ausgeführt werden dadurch das Aufwellen des Stoffes und das Ausfransen einzelner Fasern verhindert. Nach ausgiebiger Qualitätskontrolle werden die Produkte sorgfältig zusammengelegt und händisch verpackt.

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