Slacklinen schult Gleichgewicht und Körpergefühl

Es sieht auf den ersten Blick schon ein wenig komisch aus und eine gewisse Ähnlichkeit zum Seiltanzen ist nicht abzustreiten. Beim Slacklinen, auch Sacklinen oder einfach Slacken genannt, wird ein Gurtband zwischen zwei Befestigungspunkte, in der Regel Bäume, gespannt. Auf diesem Gurt kann anschließend balanciert oder gesprungen werden – je nach Anforderung und Schwierigkeitsstufe. Das Band dehnt sich unter der Last der Person, die darauf balanciert. Die Dynamik verlangt ein ständiges Ausgleichen der eigenen Bewegung. Dadurch wird der Gleichgewichtssinn geschult und das Körpergefühl verbessert. Eine perfekte Ergänzung zu anderen Sportarten wie Klettern, Skifahren oder Snowboarden.
Wie bei so vielen neuen Sportarten lohnt sich auch hier einfach das Ausprobieren. Das Slacken sieht zwar schwierig und speziell aus, ist aber grundsätzlich für Jedermann geeignet. Und auch wenn am Anfang noch nicht alles klappt, solltet ihr nicht sofort aufgeben. Bei meiner ersten Slacklining-Erfahrung in diesem Sommer konnte ich mich auch nicht lange auf dem gespannten Gurtband halten. Da ich ansonsten hauptsächlich Ausdauer- und Mannschaftssport betreibe, waren die Bewegungsabläufe für mich völlig fremd. Ein Zusammenspiel zwischen Balance, Konzentration und Koordination war gefragt. Um wirklich gut zu sein, sollte man regelmäßig auf der Slackline tänzeln. Allerdings habe ich gemerkt, dass sich auch nach kurzer Übungsphase schnell Erfolge einstellen, sodass es nicht verwundert, dass an warmen Sommertagen kaum ein Park ohne Slackliner aufwartet. Denn die junge Sportart zählt definitiv zu den neuen Trends, ist faszinierend und abwechslungsreich.


Auf geht’s: Slacklinen macht Spaß und bringt Abwechslung. Bei euren ersten Balancier-Versuchen solltet ihr aber am besten jemanden an eurer Seite haben, der schon vertraut mit dem Slacken ist. Tipps und Hilfestellungen von Profis sind nie verkehrt. Wer erfahren ist, kann sich auch an einfallsreicheren Orten versuchen. Der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.


picture by © Albrecht E. Arnold / PIXELIO / www.pixelio.de

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