Skifahren mit Kindern: Einstiegstipps

Wer selbst Kinder hat und Wintersport treibt, weiß wie unglaublich schnell diese kleinen, beneidenswert beweglichen Zwerge beim Erlernen vom Skifahren oder Snowboarden Fortschritte machen können. Eigentlich muss man nur dran bleiben und braucht hin und wieder ein starkes Nervenkostüm, wenn es um diverse Schussfahrten ohne eine einzige Kurve, die ersten selbstständigen Schleppliftfahrten oder das Anziehen der kompletten Skimontur geht. 

Oftmals bin ich schon ziemlich schweißgebadet und entnervt, noch bevor wir überhaupt das Haus verlassen haben und zu unserem fünf Minuten entfernten Skigebiet gefahren sind.
 

Das Anziehen von Skiunterwäsche, Skihose, Protektoren, Handschuhen, Jacke, Helm, Skischuhen, etc. stellt sich bei uns manchmal als ungeheuerliche Geduldsprobe heraus, die sich dann ab und an zu einem ermüdenden Machtkampf entwickelt.
Dann frage ich mich wirklich, wieso ich mir das Ganze überhaupt antue, werde aber spätestens beim Ausstieg aus dem Sessellift durch das schöne Bergpanorama versöhnlich gestimmt und kann den Stress schnell wieder vergessen.

Zu Beginn: Skikurs

Um seinen Kindern das Skifahren überhaupt beizubringen, kann ich allen Eltern zu Beginn einen Skikurs nur ans Herz legen. Selbst dann, wenn man sich für einen begnadeten Skifahrer hält: 

Das eigene Kind wird den Eltern nie so viel Aufmerksamkeit widmen, das gerade ausführlich und mühevoll Erklärte bzw. Vorgeführte, auch nur ansatzweise nachzumachen. Das klappt mit dem Skilehrer viel besser. 

Es ist wirklich erstaunlich, was so ein Kurs, am besten innerhalb einer gleichaltrigen Gruppe, bewirken kann. Ja, und der Skilehrer oder die Skilehrerin erlangen bei den Kindern nahezu Heldenstatus und es wird ohne zu Murren auch bei eisigen Temperaturen und Schneefall das Vorgezeigte begeistert imitiert. 

Kinder ausprobieren lassen

Kann der Nachwuchs erst einmal einigermaßen geschickt den Hang hinunter brausen, steht dem gemeinsamen Skivergnügen nichts mehr im Weg und man kann die wertvolle gemeinsame Zeit am Berg so richtig auskosten. Bei mir ist die Freude über die wiedererlangte Freiheit riesengroß, nach einiger Zeit des Entbehrens, zusammen mit meiner Tochter, nun draußen am Berg das Ski- oder Snowboardfahren zu genießen.
 
Auch wenn ich dachte, ich kenne unser Skigebiet schon ganz genau, entdecken die kleinen Kinderaugen immer wieder einen neuen Abenteuerweg durch den sogenannten Märchenwald oder eine kleine lustige Schanze irgendwo darin versteckt. Ich habe mir früher wirklich nicht vorstellen können, dass es so viel Spaß machen kann, einmal mit den eigenen Kindern den Berg hinunter zu düsen und dabei sich oder den Sport selbst nicht immer zu ernst zu nehmen.

Mein Tipp für ein unbeschwertes Pistenvergnügen mit Kindern:

 
Über ein ideales Einstiegsalter, um mit dem Snowboarden zu beginnen, wird in unserem Freundeskreis häufig diskutiert. 

Ich denke das Allerwichtigste ist:

Das Kind sollte von sich aus große Lust am Skifahren oder Snowboarden zeigen. 

Denn nur dann werden sie auch gemeine Stürze und schlechtes Wetter wesentlich besser verkraften. Außerdem entwickeln sich alle Kinder unterschiedlich schnell. In dem Alter, in dem unsere Tochter bereits mit Skifahren begonnen hat, zeigte unser Sohn zum Beispiel noch nicht das geringste Interesse daran.
 

Erst Skifahren und dann Snowboarden

Ich denke, dass es Sinn macht, wenn die Kleinen zuerst Skifahren lernen. Damit entwickeln sie ein gutes Gefühl für das Gleiten auf Schnee und lernen schon mal wichtige Bewegungsabläufe sowie einen guten Gleichgewichtssinn. Erst wenn das mit dem Skifahren gut klappt, würde ich ein Kind auf ein Snowboard stellen. 

Auch aus orthopädischer Sicht sollte man nicht allzu früh bei Kindern mit dem Snowboarden beginnen, da es auf Dauer für die Bewegungsentwicklung recht einseitig ist. Denn die Seite, auf welcher der Fuß vorne steht, wird gefördert und die andere nicht ausgeglichen, da man fest in der Bindung auf dem Brett fixiert ist und eben auch nicht genauso häufig rückwärts, wie vorwärts fährt.

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Snowboard-Einstiegsalter für Kinder

Wer nun sein Kind gleich auf nur ein Brett stellen will, kann das natürlich auch gerne tun. Hauptsache es hat viel Spaß und Freude daran und einen gut entwickelten Gleichgewichtssinn. Mir fällt es schwer, ein ideales Einstiegsalter zu benennen. Inzwischen gibt es kleine Boards bereits ab einer Länge von 80 cm. Diese sind technisch ziemlich ausgefeilt, sehr drehfreudig, leicht und aufgrund ihrer Form vermeiden sie häufiges „Verkanten“.
 
Unter Berücksichtigung der oben genannten Punkte und je nach Entwicklung des Kindes würde ich grob „Vorschulalter“ als frühesten Zeitpunkt, mit dem Snowboarden zu beginnen, vorschlagen.
 

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