Silva Stirnlampe im Test: Die Silva Trail Runner

War das gerade ein Rascheln? Schon wieder ein Ast, der einen zum Stolpern bringt, weil man ihn nicht gesehen hat. Wieder eine Bodenwelle, die beinahe zu Schlimmerem geführt hätte.
Erkennt ihr euch wieder? Mir ging es jedenfalls genau so, wenn ich bisher auf meiner frühmorgendlichen oder abendlichen Laufrunde unterwegs war. Die dunkle Jahreszeit hat uns wieder voll im Griff und so wird manch ein Waldweg, der im Sommer noch sehr einladend wirkte, zu einer einzigen Tortur für Nerven und Bänder. Aber all das gehörte für mich vor rund drei Wochen der Vergangenheit an.
Die Stirnlampe „Silva Trail Runner“ schmückt nun bei Läufen zu früher oder später Stunde mein Haupt. Eine leichte, erfreulich helle Begleiterin auf allen dunklen Pfaden. Wirklich überzeugt hat mich die gute Kombination aus einem weit voraus leuchtenden Lichtkegel und dennoch extrem breit ausgeleuchtetem Nahbereich. Kein Ast, der übersehen und zur Stolperfalle wird, keine Unebenheiten im Boden, die einen straucheln lassen. Alles ist erleuchtet.
Passform
Dabei bleibt die „Trail Runner“ angenehm leicht. Die Lampenkonstruktion am Stirnbereich sitzt auf einer Art Platte, die - zumindest auf meiner Stirn - ohne zu drücken Halt findet. Das weiche Stoffband, mit dem dünn aufgetragenen Gummi in der Mitte, sitzt straff, ohne einzuengen. Am Hinterkopf sitzt die Stromversorgung, die den Strom per Kabel zur Lampe führt, in einem abgedichteten Gehäuse. Auch hier drückt, zumindest an meinem Kopf, nichts.
Leuchtleistung
Der „Kopf“ der „Trail Runner“ besteht aus einem schwenkbaren Stab, in dem drei Leuchtdioden für taghelle Verhältnisse sorgen. Der gut ausgeleuchtete Nahbereich ist dabei wohl den zwei zusätzlichen kleineren Dioden an den Seiten der Hauptdiode geschuldet. Diesen Kopf kann man nach Belieben drehen, so dass man entweder den Nahbereich in gleißendes Licht tauchen oder einen größeren Bereich vernünftig ausleuchten kann. Wie üblich stehen dabei mehrere Helligkeitsstufen zur Verfügung. Der Lichtkegel, der von der Silva Trail Runner geworfen wird, hat die angenehme Eigenschaft, nicht hin und her zu wackeln, wie ich es von manch anderer Lampe kannte, sondern absolut ruhig und unaufgeregt vor mir zu „landen“.
Eine Blinklicht-Option steht ebenfalls zur Verfügung, die sich über den An-/Ausknopf am Kopf der Lampe durch mehrmaliges Drücken aktivieren lässt. Daneben stehen drei Leuchtstufen zur Verfügung, die einem den Lauf in der Dunkelheit erleichtern.
Leuchtdauer
Die Batterieleistung wird mit 24 Stunden angegeben, was ich bisher bestätigen kann, da die „Trail Runner“ bisher schon einige Einsätze hinter sich hat und noch immer das grüne Kontrolllicht nach Abschalten der Lampe kurz aufleuchtet, das mir sagt, dass die Batterien noch zur Genüge im Saft stehen.
Fazit
Wer seinen Trail auch bei Dunkelheit nicht missen will, dem kann ich die Silva Trail Runner nur ans Herz legen. Die Ausleuchtung des Weges ist großartig und man sieht auch im dunkelsten Wald jeden Grashalm. So kann man sich ohne Angst zu haben, auch in der dunklen Jahreszeit auf die Pirsch begeben.
In diesem Sinne: Ich geh mal ´ne Runde den finsteren Wald erhellen. Fiat lux.
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