Sicher auf die Piste

Weihnachtszeit – und viele von euch freuen sich bestimmt nicht nur auf die schönen Geschenke, sondern auch auf den bevorstehenden Ski- bzw. Snowboardurlaub. Sämtliche Ski-Gebiete planen bereits für die kommenden Wochenenden ihre Openings mit viel Spektakel und Tamm Tamm. Damit der Urlaub im Schnee aber keine bösen Überraschungen mit sich bringt, gibt es für Ski- und Snowboardfahrer einige Punkte zum Thema „Sicherheit auf den Pisten“ zu beachten. Viele von euch denken sich jetzt bestimmt: Ja klar, ich pass schon auf beim Fahren – versteht sich doch von selbst. Dennoch möchten wir noch mal auf ein paar Punkte und Tipps hinweisen, die das Verletzungsrisiko bei Unfällen auf der Piste deutlich verringern können.
Vorbereitung
Eine gewisse körperliche Fitness ist Grundvoraussetzung für den Sport. Die Tage auf den Pisten können manchmal lang und je nach Schneesituation auch ziemlich kräfteraubend sein. Dabei nicht zu vergessen: die Bewegung in ungewohnter Höhe. Entsprechende Trainingseinheiten zur Steigerung der allgemeinen Fitness vor dem Urlaub sind sehr zu empfehlen.
Materialcheck
Ist das Material in Ordnung? Stimmt die Einstellung der Bindungen, sind Skier bzw. Board gewachst und die Kanten geschliffen? Ein Service Check vor dem ersten Run auf der Piste ist durchaus ratsam.
Die richtige Ausrüstung
Helm:
Erfreulich ist, dass die Anzahl der Skiunfälle in der vergangenen Wintersaison 2010 /2011 so niedrig war wie noch nie. Gleichzeit stieg aber der Anteil der Kopfverletzungen um knapp 2%, was uns anspornen sollte, nie ohne Helm auf die Piste zu gehen. Hier kommt es beim Kauf oder im Verleih unbedingt auf die einwandfreie Passform an.
Skibrille:
Ergänzend darf eine Ski-Brille nicht fehlen. Je nach Wetter- bzw. Sichtbedingungen gibt es unterschiedliche Scheiben. Wer schon einmal bei starkem Wind oder Schneetreiben mit einer normalen Sonnenbrille gefahren ist, weiß den Vorteil von Skibrillen zu schätzen.
Protektor:
Inzwischen gibt es eine Vielzahl von unterschiedlichen Protektoren für Rücken, Hände, Oberschenkel und Steißbein. Beim Kauf gilt es darauf zu achten, dass ein Protektor perfekt sitzen muss und die Bewegungsfreiheit nicht einschränkt. Luftzirkulation und Belüftungsmöglichkeiten sollten ebenfalls berücksichtigt werden.
Protektoren verringern nachweislich das Verletzungsrisiko bei einem Sturz und sind heutzutage für Anfänger und Kinder eigentlich ein „Muss“.
Pisten-Etikette
Zu guter Letzt gehört natürlich auch das richtige Verhalten auf der Piste zum A&O. Es ist wichtig, dass man seine eigenen Grenzen kennt. Die Hänge sollten immer so rücksichtsvoll und situationsbedingt (z.B. nach Wetter oder Menge an Leuten) herunter gefahren werden, dass im Falle von unerwarteten Ereignissen (z.B. Vordermann stürzt) rechtzeitig reagiert werden kann. Viele Unfälle und Stürze passieren nachmittags und geschehen aufgrund von Kräftemangel. Bei einer kleinen Pause mit einem Snack oder einer heißen Schokolade lässt sich schnell wieder Energie tanken, um auch auf der Talabfahrt noch genügend Power zu haben.
Die offiziellen Regeln der FIS sind meist an jeder Talstation oder weiteren Liftanlagen zu lesen. Diese zehn Empfehlungen sollte jeder Ski- und Snowboarder beherzigen und daran denken, dass er nicht alleine auf der Piste ist. Die zehn FIS-Regeln und weitere Tipps zur Sicherheit auf Pisten findet ihr auch auf der Website von FIS. Sicher im Schnee.
Schon gewusst?
Es gibt verschiedene Versicherungen (z.B. auch beim DSV), die den Diebstahl oder die Beschädigung/Bruch von Skiern oder Snowboards absichern. Wer teures oder begehrtes Material fährt, sollte immer ein kleines Kabelschloss in der Jacke oder im Rucksack mitführen.
Abschließend bleibt nun zu hoffen, dass der Winter schnellstmöglich in den Alpen einkehrt und die weiße Pracht nicht viel länger auf sich warten lässt.
Viel Spaß im Schnee !
picture by © EDV-Weiss / PIXELIO / pixelio.de
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