Schneller, höher, weiter – Fast Hiking mit Millet, Norröna und Salomon

Spätestens seit der letzten Woche hat der Frühling Einzug gehalten und ein Ausflug in die Natur lockt. Ganz neu dabei im Outdoorbereich ist das ‚Fast Hiking’. Hierbei ist es Ziel, beispielsweise eine Wanderroute nicht wie herkömmlich in 3 Stunden zu bewältigen, sondern in 1,5 Stunden. Notwendigerweise ändert sich daher auch die komplette Ausrüstung. Angefangen von sportlichen Leichtwanderschuhen über den Einsatz von Teleskopstöcken bis hin zu einem deutlich technischerem Outfit. Oftmals kommt auch ein kleiner, leichter Rucksack zum Einsatz, um zum Beispiel Bekleidungsschichten, Karte und Proviant zu verstauen.
Im Folgenden liegt der Fokus auf der Bekleidung für das Fast Hiking. Welche Marken gibt es und wie sieht die technische Bekleidung genau aus, gerade auch im Vergleich zum Trail Running?
 
Markenüberblick
Jeder der schon einmal längere Routen gegangen ist, hat gemerkt, dass am Ende jedes Kilo gefühlt doppelt soviel wiegt wie am Start der Tour. Das ist einer der Hauptaspekte, dem die Bekleidungsspezialisten Millet, Norröna und Salomon mit ihren Fast Hiking Sortimenten entgegenwirken wollen. Wer weniger Gewicht am Körper (und auf dem Rücken) trägt, kann schneller und weiter wandern. Gerade das französische Alpinisten-Label Millet hat in diesem Bereich, dank Jahrzehnten von Bergsporterfahrung, viele Innovationen entwickelt. Mehr über die Expeditionen und Produkte könnt ihr auch im englisch-sprachigem Blog von Millet erfahren.
Salomon, bislang eher bekannt durch die Serie der Leichtwanderschuhe, hat nun eine entsprechende Bekleidungslinie ins Programm aufgenommen und nicht nur den Experten wird mittlerweile Norröna, mit seinen intensiven Farben, ein Begriff sein.

Superleicht und funktionell
Was diese Bekleidung im Speziellen ausmacht, erkennt ihr am besten an folgenden drei Beispielen. Egal ob Norröna Bitihorn Aero 100, Salomon Moto Logo Tech Tee oder Millet L.T.K. Pant, bei allen drei stehen Gewicht und Feuchtigkeitstransport im Vordergrund. Gerade für den Feuchtigkeitstransport ist es wichtig, dass die Kleidung möglichst nah am Körper sitzt, um den Schweiß direkt aufzunehmen. Gleichzeitig kommt es durch das enge Anliegen auf der Haut zu deutlich weniger Reibung und den damit verbundenen Hautirritationen. Die Hose hat zudem verstärkte Kniepartien, was gerade mit Blick auf steinige Untergründe absolut sinnvoll ist.
Wenn es beim Abstieg oder in Ruhepausen etwas kühler wird oder der Wind auffrischt, kommt die Windjacke zum Einsatz. Und das ohne vorher mit 90g wirklich ein Ballast gewesen zu sein. Natürlich bleibt das Prinzip der Bekleidungsschichten auch beim Fast Hiking wichtig, um alle Aktivitäts- und Witterungsunterschiede ausgleichen zu können. Alle weiteren Details zu den jeweiligen Produkten gibt es bei uns im e-Shop oder direkt im Sporthaus im 5.OG.
 
Fast Hiking vs. Trail Running
Manch einer wird jetzt fragen, ob es überhaupt einen Unterschied zwischen Fast Hiker und Trail Runner gibt. Ja, den gibt es! Während der Trail Runner zwar auch abseits der Straße unterwegs ist, so sind es doch überwiegend Strecken mit wenig bzw. einer gleichmäßigen Steigung.
Beim Fast Hiking hingegen kann die Route auch schnell so steil werden, dass es ohne Stöcke weder bergauf noch bergab geht und die Bekleidung bei Stürzen schützen muss. Gleichzeitig wird beim Aufstieg das beste T-Shirt durchgeschwitzt, wohingegen beim Abstieg eine zusätzliche Isolationsschicht unerlässlich ist. Diese Herausforderungen muss die Bekleidung beim Fast Hiking meistern und kann daher nicht einfach aus dem Trail Running übernommen werden.
Ein Blick auf die bereits vorhandene Bekleidung lohnt sich aber immer, denn einzelne Bekleidungsschichten können in verschiedenen Disziplinen genutzt werden. So nutze ich zum Beispiel folgendes Longsleeve von Norröna zum Fast Hiken, Joggen und Fahrradfahren. Selbst im Winter war es als Baselayer beim Snowboarden dabei. Gerade in Bezug auf Nachhaltigkeit macht dieses Denken absolut Sinn und schont zusätzlich den Geldbeutel.
Newsletter