Salomon Guardian 16: Die perfekte Tourenskibindung



Letztes Wochenende habe ich mich zum ersten Mal auf eine Skitour aufgemacht und dabei die Bindung "Salomon Guardian 16"  getestet. Ich habe die Bindung einmal mit den Armada JJ und einmal mit den Fischer Watea Skiern am Arlberg getestet. Auch wenn ich noch nie die Tourenfunktion einer Bindung getestet habe, kann ich euch sagen: Die Guardian zu testen war ein echtes Vergnügen.


Auf Tour mit der Salomon Guardian 16
Der Salomon Guardian 16 ist schon sehr viel Lob ausgesprochen worden und genau das wollte ich überprüfen. Das Gear Institute beispielweise adelt die Salomon Bindung: „This is the binding that the heavy duty touring world has been waited for“ GI Rating.


Getestet habe ich die Guardian Bindung auf zwei Freeride Skiern. Einmal auf dem JJ und einmal auf dem Fischer Watea. Auf den ersten Blick macht die Guardian Bindung durch ihr Metall-Konstrukt und -gehäuse einen sehr starken und robusten Eindruck. Die Bindung bleibt in jeder Fahrsituation, unabhängig vom Untergrund (ob auf der Piste oder im Tiefschnee oder beim Aufstieg), sehr stabil. Wenn man genau auf die Z-Werte schaut, erkennt man sofort, dass diese Bindung kein Einsteigermodell ist. Der erste Din-Wert fängt ab 6 an und endet bei 16. In meinem Fall habe ich sie mit meinem 74 kg Gewicht auf 9 einstellen lassen. Wegen des niedrigen Standpunkts (Low Chassis) hat man das Gefühl, dass man auf einer ganz normalen herkömmlichen Bindung steht. Auf Grund dieser Eigenschaft kann die Kraft besser bzw. direkt auf die Skier übertragen werden. 





Breitere Plattform


Durch die breitere Plattform zählt die Guardian auf jeden Fall zu den besten Bindungen für Powder Skier. Diese Eigenschaft ermöglicht außerdem eine bessere Kraftübertragung auf breiten Brettern. 


Es wird oft empfohlen, die Bindung auf den Skiern mit einer minimalen Breite von 88 mm in der Skimitte zu montieren. Es gibt kaum Bindungsmodelle auf dem Markt, die sich für den fetten Powder Ski eignen. Neben Guardian von Salomon sind Atomic mit „Tracker 16“ und Marker mit „Duke EPF 16“ vorn dabei. Allerdings ist der Duke erst ab dem Modell 2012/2013 mit einer breiten Plattform ausgestattet.


Salomon bietet zusätzlich noch etwas breitere Ski-Stopper mit 130mm Breite gegen einen Aufpreis von 39 Euro.
 
Bedienbarkeit


Die Bedienbarkeit der Bindung war trotz meiner Null-Ahnung von Tourenbindungen sehr gut. Die einfache Handhabung und Leistung des Guardians haben mich sofort überzeugt. Die Bindung lässt sich schnell zwischen „Hiking“ and „Riding“ umstellen, ohne die Skischuhe abschnallen zu müssen.


Im Tourenmodus kann die Bindung in zwei Stufen (jeweils mit 2 und 13 Grad), welche den Aufstieg wesentlich vereinfachen, eingestellt werden. Der Tourenmodus fängt bei 2 Grad an.
Trotz der Metallkonstruktion der Bindung sind kaum Knack-Geräusche während des Aufstiegs hörbar, da die beweglichen Teile durch Plastikmäntel gut gedämpft sind.


Gewicht
Die Guardian wiegt insgesamt 2960 Gramm. Das ist natürlich deutlich schwerer als die gewöhnlichen Tourenbindungen und normalen Bindungen. Aber dies kann man ihm auf Grund seiner Eigenschaften, sprich robuste Stahlkonstruktion und der Vielseitigkeit verzeihen.
 
Meines Erachtens nach ist Guardian eine der besten Freeride-/Tourenbindungen. Hier sind die Vor- und Nachteile der Bindung aus meiner Sicht kurz zusammengefasst:


Vorteile
  -  Robuste Stahlkonstruktion










  -  Niedriger Standpunkt
  -  Sehr gute Kraftübertragung durch breite Plattform
  -  Sehr einfaches und schnelles Umschalten zwischen „Hiking“ und „Riding“ ohne Abschnallen der Skischuhe.
  -  Z-Wert von 6 bis zu 16
  -  Mögliches Wechseln zu einem breiteren Ski-Stopper


Nachteile
  -  Schwerer im Vergleich zu den reinen Tourenbindungen
  -  Keine aufrechte Stehposition im Tourenmodus (Tourenmodus beginnt bei 2 Grad)
 -  Die Salomon Bindung Guardian 16 ist aktuell im Sporthaus verfügbar, ab Winter 2013 auch im engelhorn sports e-Shop. Bei Fragen oder Reservierungen im Haus könnt ihr euch direkt an die Skiabteilung wenden: 0621/167-2906 oder -2618.



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