Saisonvorbereitung Teil 2 - Training der Grundlagenausdauer

Neben dem bereits beschriebenen Stabilisationstraining spielt auch das Training der Grundlagenausdauer eine nicht zu vernachlässigende Rolle in der Saisonvorbereitung. Nahezu jede Sportart setzt diese in gewissem Maße voraus: Spielsportarten fordern während der gesamten Spielzeit ein außerordentlich hohes Leistungsniveau und auch in Einzelsportarten spielt Ausdauer eine wichtige Rolle, um technikorientierte Inhalte mit konstant gleicher Präzision und Aufmerksamkeit durchzuführen. Zur Vorbereitung auf die leichtathletischen Sprintdisziplinen werden verschiedene Programme durchgeführt, die die Grundfähigkeit für die jeweiligen Anforderungen schulen und damit verhindern, dass den Sportlern vorzeitig „die Puste ausgeht“.
 
Training der aeroben Ausdauer
 
Dauermethode:  Diese Methode ist mit dem Dauerlauf wohl die weitverbreitetste unter allen Sportlern. Nicht immer besonders beliebt, aber dennoch effektiv. Der Vorteil besteht vor allem darin, dass jeder selbst über das angeschlagene Tempo entscheidet, und dieses dann kontinuierlich bei möglichst gleich bleibender Geschwindigkeit hält. Die Intensitäten können daher je nach Dauer und Tempo variieren, sollten jedoch meist im Bereich von 70-90 Prozent der absoluten Leistungsfähigkeit liegen.
 
Extensive Intervallmethode: Bei der Durchführung von „Minuten- bzw. Sekundenläufen“ wird nach Intervallmethode trainiert. Charakteristisch hierfür ist eine kurzzeitige Belastungssteigerung in der das Lauftempo straff angezogen und über mehrere Minuten bzw. einige Sekunden gehalten wird. Bei anschließenden lohnenden Pausen, d. h. bei Pause-Phasen in ruhigerem Lauftempo, kann sich der Sportler wieder erholen. Wichtig ist hier, dass der Athlet kontinuierlich in Bewegung bleibt und die Belastungsphasen sehr oft wiederholt.
 
Training der anaeroben Ausdauer

Intensive Intervallmethode: Die Intervallmethode kann nicht nur zur Schulung der aeroben Ausdauer genutzt werden, beim Training an Hügeln und Bergen bietet sie auch im anaeroben Bereich eine hervorragende Trainingsmethode. Hier wird die Belastungsphase kürzer, dafür aber intensiver, d. h. es werden im Sinne von „Berg- oder Hügelläufen“ einige 100 Meter im Sprinttempo zurückgelegt und danach wieder lohnende Pausen, in Form von ruhigem Traben, eingesetzt. Die Wiederholungszahl der Belastungsphasen ist etwas geringer als beim Training nach der extensiven Methode, sollte aber dennoch um die 10-12 Wiederholungen ausmachen.
 
Wiederholungsmethode: Diese ist wohl die charakteristischste Methode zum Training der Grundlagenausdauer im Sprintbereich und ermöglicht eine spezifischere Vorbereitung. Hierfür werden meist Tempoläufe in Turnschuhen gewählt, die einige Meter länger sind, als die Strecke auf die speziell hintrainiert wird. Das bedeutet, 100-Meter-Sprinter legen meist Tempoläufe über 150 bis 180 Meter zurück. Die Intensität sollte zwar sehr hoch sein, jedoch noch etwas Luft nach oben lassen, sodass einige Wiederholungen möglich sind. In den Pausen wird nicht mehr getrabt, sie sind aber dennoch nicht so lang, dass eine vollständige Erholung möglich wäre.
 
Ganz nach dem Motto „ohne Fleiß kein Preis“ ist ein Training der Grundlagenausdauer oft nur mit viel Schweiß und Durchhaltevermögen zu realisieren, zahlt sich aber im Anschlusstraining in jedem Fall aus und schult zudem die Willensstärke der Athleten.
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