Red Bull 26 Zoll – Abenteuer im mittleren Rheintal

Zeit zu packen! Ich habe im Laufe der vergangenen Woche einige Stunden damit zugebracht, das mittlere Rheintal zumindest virtuell schon ein wenig kennen zu lernen: Immer wieder habe ich über Online-Karten gebrütet und versucht, mir alles Mögliche einzuprägen. Die Veranstaltung, die mich am Samstag erwartet, ist nämlich eine ganz besondere:
Das Red Bull 26 Zoll ist ein Mountainbike-Rennen, ja, aber das war's auch schon mit den bekannten Parametern: Angefangen haben die Besonderheiten bereits damit, dass man sich nicht einfach anmelden konnte. Nein, wir mussten uns bewerben! Denn nur 60 Teilnehmer dürfen letztlich dabei sein. Ich war wirklich überrascht, dass ich neben einigen nicht unbekannten Namen und gewiss vielen deutlich stärkeren und erfahreneren Fahrern tatsächlich mitmachen darf!


Die eigene Strecke wählen
Es gibt keine feste Strecke; die muss jeder Fahrer selbst wählen. Finden soll ich meinen Weg mithilfe eines GPS-Gerätes und einer groben Übersichtskarte, auf denen jedoch keine Wege und Straßen zu sehen sein werden. Angezeigt werden dort nur die 26 „Zollstellen“ beiderseits des Rheins, die ich in maximal 7 Stunden abfahren muss. Diese Zollstellen werden erst am Vorabend des Rennens, also dem morgigen Freitag, bekannt gegeben. Dann können wir uns zumindest ein wenig überlegen, wie wir fahren werden, welche Strategie und Route wir wählen. Los geht es am Samstag morgen mit einer mehrstündigen Einweisung am Start- und Zielpunkt, der trutzigen Burg Rheinfels oberhalb von St. Goar. Um 10 Uhr erfolgt dann der Start und um 17 Uhr wiederum sollten wir alle uns am Ziel eingefunden haben.
Eine sportliche Herausforderung für mich
Und damit es nicht zu einfach wird, bieten allein die regionalen Beschaffenheiten schon ausreichend Herausforderungen: Das mittlere Rheintal hat keine Brücken. Es gibt nur genau 3 Fähren, die wir nutzen können und müssen. Außerdem verlaufen an beiden Seiten des engen, gewundenen Flusstals Bahnlinien, die natürlich nur an bestimmten Stellen gequert werden können.

Die Veranstalter rechnen damit, dass pro Fahrer etwa 110 Kilometer und 1200 Höhenmeter zusammen kommen werden. Für mich ist das in 7 Stunden eine deutliche Herausforderung, erst recht, wenn man bedenkt, dass neben der reinen Fahrtzeit auch die Fährzeiten eine nicht unerhebliche Rolle spielen werden.
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Wo ist die nächste Zollstation?
Darüber hinaus müssen wir an den Zollstationen anhalten, die wiederum teils direkt am Fluss, teils weiter entfernt im Landesinneren liegen. Manche werden schwer erreichbar sein und es wird nicht immer leicht sein, sie zu finden. Und wir wissen ja nicht, wo genau wir hinmüssen; bis auf Richtungsangaben wird uns das Navigationsgerät wenig mitteilen. Es kann also gut möglich sein, dass wir das nächste Ziel direkt vor Augen haben, dann aber feststellen müssen, dass es keinen direkten Weg dorthin geben wird.

Red Bull verleiht Arnhild flügel
Immerhin kann ich auf eines mit Sicherheit bauen: Wenn gar nichts mehr geht, kann ich mir an der Verpflegungsstelle jederzeit ein Paar Flügelchen in der Dose geben lassen.

Ich bin aufgeregt, ich bin gespannt und ich freue mich: Auf das Abenteuer zum Saisonende. Auf die Herausforderung. Auf ein sicher kurzweiliges Wochenende! 

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