Piz Boe – ein leichter Dreitausender


920 hm, 5 Stunden
Talort: Pordoijoch
Höchster Punkt 3.152m
Anspruch: mittel
Kondition: mittel

In den Dolomiten hat mich von allen Felsen bisher die Sella Gruppe am meisten fasziniert. Der höchste Punkt dieser Trutzburg ist der Piz Boe mit 3.152m Höhe. Die gute Erreichbarkeit vom Pordoipass aus und mit der Pordoi Gondel machen ihn zu einem sehr einfachen Dreitausender, daher sollte man sich auch nicht über die Menschenmassen wundern, die an schönen Tagen zum Gipfel pilgern. Aber die bizarre Landschaft macht das wieder wett.
Aufstieg vom Pordoijoch

An der Talstation der Seilbahn beginnt der Wanderweg zum Piz Boe, wie überall in den Dolomiten mit den rot-weißen Wegweisern ausgeschildert. Der Weg führt zunächst über die Wiesen und zum Schluss recht steil die Pordoischarte hinauf, bevor man die Forcella Pordoi, 2484m erreicht. Hier wartet die erste Hütte mit Knödeln, Schorle und Cappuccino.
Weiter geht’s durch die Mondlandschaft der Sella in mäßiger Steigung auf den Gipfel des Piz Boe. Auf dem Weg gibt es ein paar kleinere Steilstufen, die jedoch mit einem Drahtseil abgesichert sind und keine größeren Schwierigkeiten bedeuten.
Rundblick über einen Großteil der Dolomiten


Auf dem Gipfel angekommen, wartet eine weitere Hütte, vermutlich einige Wanderer und ein fantastischer Rundblick über einige Dolomitenberge – Langkofel, Marmolada, Civetta, Geislergruppe, Tofane, Antelao und Pelmo – nur um ein paar zu nennen.
Runter geht es wieder über dieselbe Route. Alternativ kann man einen Teil des Wegs mit der Pordoi Gondel zurücklegen – entweder hoch, runter oder beides. Erspart pro Fahrt ca. eine Stunde Weg. Und auch der spektakuläre Verlauf der Gondel an der Steilwand des Pordois hoch ist nicht zu verachten – vielleicht seht ihr sogar ein paar Kletterer!
Fazit: Der Piz Boe ist ein super Einsteiger-Dreitausender und erfordert keine besonderen bergsteigerischen Fähigkeiten oder Kondition.

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