PHILIP MES – Vom Grafikdesign zum Ultra-Trail


Ein Stubenhocker war ich noch nie. Schon im Kindesalter zum Sport motiviert suchte ich immer gerne die Bewegung und auch Herausforderung in der Natur. Sei es auf dem Wasser beim Wellenreiten oder in den Bergen zum Skifahren, Traillaufen oder Touren gehen. Eine prägende Zeit war für mich der Dienst bei den Gebirgsjägern in Berchtesgaden. Als Leistungssportler im Skizug erhielt ich eine umfassende Ausbildung über und auf den Bergen. Die Erfahrung und das Wissen aus dieser Zeit helfen mir noch heute bei meinen Projekten in den Bergen.
Wie alles begann
Während des Studiums von Grafikdesign, später dem Master in Produktdesign und den ersten beruflichen Erfahrungen nahm ich über 10 Jahre lang für 1-2 Wochen im Jahr an den Wettkämpfen der internationalen Militärskimeisterschaften der Bundeswehr teil. Die Militärpatrouille gilt als Vorläufer der heutigen Olympiadisziplin Biathlon. Als diese Zeit dann vorbei war, merkte ich, wie sehr mir die Herausforderung in den Bergen fehlt.
In einem Laufmagazin sah ich ein Foto von Trail-Läufen in den Alpen. Die atemberaubende Natur hat mich total fasziniert und ich wusste: Da will ich auch laufen! Das sieht nach Abenteuer aus! Die Distanzen dabei scheinen so unmöglich zu sein, dass ich umso mehr wissen will, ob so ein Lauf zu schaffen ist. Alles begann mit dem Jungfrau Marathon von Interlaken bis hoch zum Fuß der Eiger Nordwand vor der atemberaubenden Kulisse der Viertausender Eiger-Mönch und Jungfrau.
168 Kilometer rauf und runter
Jetzt steht in diesem Jahr der Ultra Trail Du Mont-Blanc (UTMB) an, eine Art Olymp unter den Ultra-Trail-Läufen. Schon 2012 habe ich daran teilgenommen, doch aufgrund eines Wintereinbruchs Ende August wurde die Route umgelegt und entsprach so nicht mehr der Originalstrecke. Ich habe da aber dieses gewisse Bild im Kopf, was ich unbedingt erleben und erlaufen will!  Also, dieses Mal nochmal! Der UTMB führt einmal rund um den Mont Blanc herum, das sind 168 Kilometer, mit knapp 10.000 positiven und ebenso vielen negativen Höhenmetern. Im Grunde also vier Marathons durch die Alpen. Ich schätze, so 42 Stunden werde ich dafür schon brauchen. Nicht jeder kann hierbei einfach so mitmachen, vorher sind Teilnahmen an Ultra-Läufen verpflichtend, bei denen man Qualifikationspunkte sammeln muss, um überhaupt in das Auslosungsverfahren zu kommen. Die Freude war also riesig, als ich im März meine Zusage für den UTMB erhalten habe!
Bald gibt es hier von mir Einblicke zu lesen, wie ich mich vorbereite, trainiere und motiviere. Weitere Infos über meine bisherigen sportlichen und karitativen Projekte gibt es unter www.philipmes.de.
Viel Spaß dabei!
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