Packliste: Radtrainingslager auf Mallorca

Hallo! Ich bin Annette vom Mountainbike-Team Le Rêve und werde euch heute über die Vorbereitungen meines Radtrainingslagers auf Mallorca berichten!


Wenn es in unseren Breiten wettertechnisch noch winterlich oder zumindest recht ungemütlich ist, kann man weiter südlich bei zumeist höheren Temperaturen und Sonnenschein seine Kilometer auf dem Rad abspulen. Sehr beliebt ist immer wieder die Insel Mallorca. Sie ist fast schon der einzig mögliche Ort, an dem man sich als Radsportler im Frühjahr aufhalten kann. Deshalb ging es Mitte März auch für mich bereits zu meinem zweiten Trainingslager nach Mallorca, um die Vorbereitung abzuschließen und entsprechend fit in die Saison zu starten. Im Dezember habe ich bei meinem ersten Trainingslager noch vorrangig an meiner Grundlagenausdauer gearbeitet, während ich nun, direkt vor Beginn der neuen Saison, spezifischer trainieren konnte.


Doch was braucht man für so ein Trainingslager überhaupt? Wenn man ein Trainingslager in Angriff nimmt, sollte man sich am besten eine Packliste erstellen, auf der alle relevanten Dinge aufgeführt sind:


Rennrad: Sofern man sein eigenes Rennrad mitnimmt, benötigt man eine Transporttasche oder –koffer. Am besten lässt man sich auch zeigen, wie man das Rad am besten dort rein bekommt! Das Werkzeug, welches man zum Zerlegen braucht, sollte man am besten sofort mit einpacken! Inzwischen gibt es allerdings auch zahlreiche Anbieter für Rennräder vor Ort (entspricht in etwa dem Preis, den man für den Transport im Flugzeug zahlen muss: mittlerweile bei fast allen Fluggesellschaften 70€ pro Strecke).
Mein Tipp: Bei Air Berlin kann man für 119€ eine Service Card erwerben, diese ist ein Jahr gültig und berechtigt in dieser Zeit zur Mitnahme eines Sondergepäcks.



Radbekleidung: Man sollte für nahezu alle Wetterbedingungen gerüstet sein, auf warme Winterbekleidung kann man allerdings schon verzichten. Bei kühleren Temperaturen greift man lieber auf das Zwiebelprinzip zurück, also entsprechende Kombis einpacken. Wenn man weiß, dass im Hotel eine Waschmaschine zur Benutzung bereit steht, kann man auch eher weniger einpacken. Der Vorrat sollte aber schon für ein paar Tage reichen. Ganz elementar ist eine Windjacke. Diese benötigt man fast jeden Tag für Abfahrten und ist bei abfallenden Temperaturen sehr nützlich. Sie sollte man also auf jede Tour mitnehmen.



• Normale Bekleidung: Davon benötigt man erfahrungsgemäß wenig, weil man doch sehr viel Zeit auf dem Rad verbringt. Man nimmt einfach das mit, was man zu Hause sonst auch anzieht. Wenn man mal ausgehen möchte, natürlich auch etwas Schickeres.

Radverpflegung: Egal ob Riegel, Gels oder Getränkepulver: wichtig ist hierbei auf Bewährtes zurückzugreifen, man will schließlich keine Magenprobleme provozieren. Wenn man den ganzen Tag unterwegs ist, benötigt man auch mehr als bei den Runden, die man für gewöhnlich in der Heimat dreht.
Mein Tipp: Als Alternative zu Riegeln und Co., gibt es auf Mallorca eine reiche Auswahl an Muffins, Madeleines oder süßen Brötchen, die man in jedem Supermarkt kriegt. Denn oft schmecken einem auch seine favorisierten Riegel nach einigen Tagen nicht mehr und eine Alternative ist sehr willkommen. Teilweise kann man sich im Hotel auch etwas vom Frühstücksbuffet mitnehmen. Belegte Baguettes, mit leichtem Käse oder Wurst, sind auch immer ein Highlight auf langen Trainingstouren.

Medikamente: Ist man auf Medikamente angewiesen, sollte man diese in ausreichender Menge mitnehmen. Nicht immer gibt es die gleichen Mittel wie hier. Ansonsten ist die medizinische Versorgung sehr gut und man hat auch ohne Spanischkenntnisse keine Probleme, verstanden zu werden.
Mein Tipp: Wund- und Heilsalbe einpacken; diese kann man selbstverständlich bei kleineren Unfällen gut gebrauchen, aber ebenso ist sie ein wertvoller Balsam für das geschundene Sitzfleisch! Selbstverständlich gehört auch die Sonnencreme zur Grundausstattung, da die Haut meist noch nicht an die doch schon stärkere Sonneinstrahlung gewöhnt ist.

Helm, Radbrille und Radschuhe/Pedale: Man sollte auch hier auf das Gewohnte zurückgreifen, denn gerade wenn man ein Rad leiht, ist es elementar, zumindest sein gewohntes Pedalsystem zu fahren. Sonst bekommt man schnell Probleme mit den Knien oder der Achillessehne.

Radkarte von Mallorca: Diese kann man schon hier im Handel kaufen oder an einer der zahlreichen Radstationen auf der Insel. Man sollte aber niemals ohne eine losfahren, oft ist die Beschilderung verwirrend und man verfährt sich sehr schnell. Und bis zum nächsten Schild kann es ein weiter Weg sein. Spezielle Radkarten zeigen auch viele Nebenstraßen oder Radwege, die überwiegend nur von Radfahrern genutzt werden und somit angenehmer zu fahren sind.

Außerdem solltet ihr in der Satteltasche immer ein wenig Geld mitnehmen, falls man seine Flaschen auffüllen muss oder etwas zu essen benötigt. Natürlich aber auch für die, bei langen Touren fast schon obligatorische, Kaffeepause mit Café con Leche (Milchkaffee) und evtl. einem kleinen Snack. In fast allen mallorquinischen Orten findet man auf den Marktplätzen zahlreiche Cafés; je touristischer umso teurer, allerdings ist grundsätzlich alles günstiger als in Deutschland.

Zum Abschluss seht ihr hier meine typische Packliste für ein Radtrainingslager auf Mallorca: Packliste Trainingslager


In meinem nächsten Blogartikel werde ich euch alles für ein erfolgreiches Trainingslager erzählen. Bis dahin viel Spaß beim Biken, Eure Anette.

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