North Face Etip Glove vs. Etip Pamir Windstopper Glove: Ein Test


So langsam hält nach dem sommerlichen Herbst dann doch der Winter Einzug und es wird wieder Zeit für Handschuhe! Wer aber schon mal versucht hat, mit normalen Handschuhen sein Smartphone zu nutzen, der merkt schnell, dass da auf dem Touchscreen nur eines geht: nix. Bereits seit letztem Winter gibt es für dieses Problem eine Lösung, die getestet werden will: Handschuhe, die auf Grund einer speziellen Beschichtung auch auf Touchscreens funktionieren. Heute im Test für euch: der The North Face Etip Glove und sein großer Bruder der Etip Pamir Windstopper Glove.
Der erste Eindruck
Der Name gibt schon Aufschluss auf den Unterschied zwischen beiden Modellen. Die Windstopper Membran von Gore macht den Etip Pamir Glove absolut winddicht. Zusätzlich außen und innen mit Fleece gefüttert, fühlt er sich schon beim ersten Griff einfach richtig warm an. Im Gegensatz dazu der normale Etip Glove. Diese Ausführung ist aus Powerstretch-Material, was die Oberfläche deutlich glatter wirken lässt. Innen ist der Handschuh auch leicht gefleect aber insgesamt doch wesentlich dünner als der Etip Pamir Glove. Beide Handschuhe haben jeweils am Daumen und am Zeigefinger speziell beschichtete Flächen, um einen Touchscreen zu bedienen, sowie auf der Handinnenseite Anti-Rutsch-Flächen damit das Smartphone sicher gehalten werden kann.
Der Etip Glove im Einsatz:
Bei kühlen 8°C morgens um 9 Uhr auf dem Fahrrad schützt der Handschuh solide vor der Kälte und gibt auch beim Schalten und Bremsen einen guten Griff. Allerdings merkt man auch, dass der Handschuh nicht winddicht ist und gefühlsmäßig würde ich sagen, dass er bei Minusgraden nur noch für Hartgesottene auf dem Bike nutzbar ist. Während der Wartezeit an der Ampel noch schnell problemlos den Musiktitel gewechselt und weiter geht es auf dem Weg in die Mannheimer Quadrate. Beim Anschließen des Fahrrads beweist der Handschuh ein super Fingerspitzengefühl, auch wenn durch die Etip-Flächen der Schlüssel ungewohnt rutschig wirkt. In der Mittagspause ist es draußen noch nicht wirklich wärmer geworden, aber durch die Handschuhe kann ich die SMS, auf dem Weg zu meinem Lieblings-Thailänder, auch mit warmen Händen schreiben. Das funktioniert nach ein wenig Übung echt erstaunlich gut. Abends geht’s mit dem Bike wieder zurück und der Etip Glove fühlt sich schon richtig vertraut an.
Der Etip Pamir Glove im Einsatz:
An meinem freien Tag geht’s auf einen Spaziergang in die Natur, genauer gesagt an den Rhein. Ein Blick auf die Wetter-App verrät 5°C, allerdings fühlt es sich durch den Wind doch deutlich kälter an. Aber die Windstopper Membran macht was sie soll, sie hält den Wind draußen und die Hände bleiben angenehm warm. Auch die Bedienung des iPhones funktioniert gut, das Tippen von Buchstaben ist im Vergleich allerdings nicht so genau wie beim Etip Glove, da der Stoff des Etip Pamir Glove dicker und auch fester ist. Nachmittags treffe ich mich mit einem Freund in der Stadt und teste gleich noch das Fotografieren mit beiden Handschuh-Modellen. Dabei überzeugt mich der dünne Etip Glove einfach mehr, da mit diesem auch das Zwei-Finger-Zoomen absolut genau funktioniert. Der Testtag endet dann abends auf dem engelhorn-Weihnachtsmarkt und ich kann festhalten, dass die Verbindung aus Etip Glove und warmer Glühweintasse echt super angenehm ist und auch der Umgang mit dem nötigen Kleingeld problemlos klappt. Auf dem Fahrrad um kurz vor 22 Uhr nähert sich die Temperatur schon fast arktischen Regionen und nach wenigen Metern steige ich wieder auf die Etip Pamir Gloves um. Wohl dem, der die freie Wahl zwischen beiden Modellen hat ;-).
Direkter Vergleich
Passform: Der Etip Glove passt sich deutlich besser der Hand an und hat einfach einen genialen Sitz. Im Vergleich dazu ist der Etip Pamir Glove durch seine Windstopper-Membran deutlich fester, sitzt aber auch gut. Insgesamt stimmt bei beiden das Verhältnis von Fingerlänge und Handvolumen. Störende Falten sind nicht spürbar. Den Etip Pamir Glove gibt es für die Mädels auch als Damen-Version, welche deutlich schmaler geschnitten ist. Hingegen ist der Etip Glove, wohl auch auf Grund seines Stretchmaterials, als Unisex Modell ausgezeichnet.
Wärme: Im Alltag würde ich für Temperaturen unterhalb des Gefrierpunktes auf jeden Fall die wärmere und winddichte Etip Pamir Version empfehlen. Darüber ist es sicherlich persönliches Empfinden, welches der beiden Modelle man angenehmer findet. Etwas anders sieht es beim Sport aus. Da reicht fast immer der Etip Glove, da der Körper einfach mehr Wärme produziert.
Funktionalität: Die Etip-Fingerspitzen funktionieren bei beiden Handschuhen sehr gut, im Vergleich beim Etip Glove aber mit mehr Genauigkeit als beim Etip Pamir Glove. Übrigens funktionieren die Handschuhe auch auf Laptop-Touchpads und machen sogar Apple’s zwei-Finger-Gesten wie Zoomen und Drehen mit.
Größe: Normalerweise habe ich bei Handschuhen die Größe 9,5. Da The North Face aber die amerikanischen Größen anbietet, musste ich mich da neu orientieren und bin schließlich bei beiden Modellen mit der Größe L sehr gut gefahren.
Abriebsfestigkeit: Der Etip Glove mag wie viele andere Handschuhe keine Klettverschlüsse, denn damit verhakt sich das Powerstretch-Material einfach zu gerne und es entstehen Fussel, die sich aber mit etwas Übung und Geschick auch vermeiden lassen. Wesentlich unempfindlicher ist in diesem Punkt der Etip Pamir Glove.
Preis: Den Etip Glove gibt es für 29,95 € und die Windstopper Version für 49,95 €. Klar, damit sind sie keine Schnäppchen, aber die genaue Etip-Funktion und die Windstopper-Membran rechtfertigen den Griff in den Geldbeutel allemal.
Fazit:
Der Etip Glove von The North Face ist das „Must-Have“ für alle Smartphone Besitzer in der kalten Zeit des Jahres und wird sicherlich auch auf dem ein oder anderen Wunschzettel für Weihnachten auftauchen.
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