Mit einer Laufanalyse in 3 Schritten zum besseren Läufer

In unserem letzten Blogartikel haben wir Euch bereits gezeigt, wie ihr mit einer Laufanalyse zum besseren Läufer werden könnt. Die Vorbeugung von Verletzungen und Verspannungen zählt dabei zu den wichtigsten Gründen, die für eine Laufanalyse sprechen. Natürlich ist die Laufanalyse auch ein wichtiger Baustein, um den perfekten Laufschuh für den einzelnen Läufer herauszufinden. Hierzu gibt es 2 Herangehensweisen. Neben der dynamischen Laufanalyse, besteht im Sporthaus auch die Möglichkeit eine statische Analyse durchzuführen. Je nachdem, wie viel Zeit ihr mitbringt, können aber auch beide Analysen durchgeführt werden.
Step 1: Schnell-Check
Bevor es zur dynamischen Analyse geht, werden zunächst die Füße genauer unter die Lupe genommen. Mit einigen kleinen Tests kann hier schon in wenigen Sekunden eine grobe Einordnung des Fußtyps gemacht werden. Dabei geht der Läufer mit hochgekrempelten Hosen einige Schritte geradeaus – so kann bereits erkannt werden, wie sich die Füße beim normalen Gehen verhalten.
Hat der Läufer breite oder eher schmale Füße? Liegen Fehlstellungen wie Supination oder Pronation vor? Darüber hinaus wird dann noch das Verhalten der Füße unter statischer Belastung, wie beispielsweise einer Kniebeuge oder dem Stehen auf einem Bein, angeschaut. Somit kann bereits aufgrund dieser kleinen Tests eine grobe Einordnung gemacht und ein passendes Schuhmodell herausgesucht werden.

Step 2: Die dynamische Analyse
Ist nun ein Schuh herausgesucht, können wir auf unsere Teststrecke gehen und die dynamische Laufanalyse durchführen. Nach ein paar Metern geradeaus laufen ist der Test bereits vorbei und wir untersuchen am Computer euren Laufstil. Hier steht vor allem die Belastungsphase im Fokus, d.h. die Beinachsen und das Abrollverhalten werden genauer angeschaut. Sofern der Läufer beim Bodenkontakt noch einknickt, kann dies direkt erkannt und der entsprechende Schuh mit stärkerer oder schwächerer Dämpfung herausgesucht werden.
Dann wird der Test einfach nochmal wiederholt, bis letztendlich der perfekte Laufschuh gefunden ist. Bereits kleinste Abweichungen können auf Dauer Schmerzen verursachen, deshalb sind die wenigen Minuten für den Test eine sehr gut investierte Zeit.

Step 3: Die statische Analyse
Zusätzlich zur dynamischen Analyse kann ebenfalls eine statische Analyse durchgeführt werden. Diese ist mit rund 10 Minuten etwas zeitintensiver, versorgt uns dafür jedoch auch mit wesentlich mehr Details und kann nicht nur beim Kauf von Laufschuhen, sondern auch für Ski- und Wanderschuhe verwendet werden. Damit wir eure Füße detailliert vermessen können, müsst ihr die unten abgebildeten feschen grünen/gelben Testsocken anziehen. Dann stellt man sich einfach auf die vorgesehenen Fußflächen, den Rest erledigt die umherfahrende Kamera, die ein 3D-Abbild eurer Füße erstellt.

Alle weiteren Informationen liefert nun das Programm. Mit der farblichen Abstufung können Druckstellen der Füße bis ins kleinste Detail analysiert werden. Grüne Flächen bedeuten hierbei wenig Druck, rote starken Druck. Anhand dieser Informationen kann der Laufschuh so ausgewählt werden, dass die Druckstellen entlastet werden. Zusätzliche Infos, wie die genauen Abmessungen des Fußes runden diese Analyse ab.

Endlich schmerzfrei laufen
Es gibt also unterschiedliche Möglichkeiten, den perfekten Schuh zu finden. Schmerzen aufgrund einer falschen Schuhwahl sollten deshalb spätestens jetzt bei allen ambitionierten Läufern der Vergangenheit angehören. Es ist auf jeden Fall sehr gut investierte Zeit, die jeder Läufer aufbringen sollte. Am besten ihr bringt zum Schuhkauf auch direkt eure eigenen Laufsocken und Einlegesohlen mit. So können wir euch dann noch besser beraten. Eure Füße werden es euch danken!
Newsletter