Mein Trainingsplan fürs Abtrainieren - von Gummibeinen und lustigen Unfällen

Hallo liebe Sportfans,
vor kurzem habe ich euch erklärt, was es mit dem Abtrainieren überhaupt auf sich hat. Jetzt kommen wir mal zum Eingemachten: dem Trainingsplan.
Von Gurkengläsern und morgendlichen Rudereinheiten
Als Basisplan habe ich Folgendes vor: Damit ich für meine Freundin weiterhin der starke Mann im Hause bin und alle Gurkengläser öffnen kann, mache ich montags, mittwochs und freitags Krafttraining. Dienstags steht Joggen auf dem Programm – so gerne ich auch Gurkengläser öffne, einen Tag in der Woche brauche ich auch mal etwas Bewegung für mich selbst. Das Laufen an der frischen Luft befreit den Kopf und ordnet die Gedanken. Donnerstags habe ich einen langen Tag an der Uni, daher brauche ich morgens etwas, was mich auf Trab bringt. Deswegen fahre ich um 7 Uhr früh 20 km auf dem Ruderergometer zusammen mit den Jungs vom Deutschlandachter.
Verfluchter Gegenwind und Beine aus Gummi... immerhin ist die Landschaft schön!
Samstags und sonntags steige ich dann auf mein schickes Rennrad. Ich erkunde die Landschaft, verfluche den Gegenwind und liebe es, wenn der Schiebewind mich über die Straße peitscht.
Meine erste Tour mit dem Rad nach Beendigung meiner Ruderkarriere habe ich in Bayern während eines Urlaubs unternommen. Ich habe dort ein paar Freunde in Greding besucht. Der kleine Ort ist landschaftlich toll gelegen und bei unserer Tour über 54 Kilometer gefiel mir vor allem die Rückfahrt sehr gut. Die Wälder und Wiesen, ganz einfach, mitten in der Natur zu sein...
Naja, vielleicht lag das auch daran, dass ich schon ziemlich müde war und sich die Beine beinahe wie Gummi anfühlten. Wir haben knapp 100 Minuten für unsere Tour gebraucht und ich bin dabei nicht einmal aus dem Windschatten gekommen. Tausend Dank, Markus ;-) Zugegeben, unser Tempo war nicht wirklich schnell, aber wie gesagt, das war erst mein Einstieg ins Rennradtraininig - hoff ich doch zumindest!
Unfälle im Schneckentempo und bei 50 km/h
Auch auf den weiteren Radtouren mit Freunden im Odenwald habe ich noch nicht wirklich glänzen können. Einmal wollten wir an einer Kreuzung nach links abbiegen – alles klar! Energisch ziehe ich nach rechts rüber und drücke dabei meinen rechts neben mir fahrenden Kumpel auf den Asphalt. Rechts-Links-Schwäche, sorry… Gott sei Dank waren wir fast im Schritttempo unterwegs, so dass nichts Dramatisches passiert ist. Aber ab dem Zeitpunkt konnte ich mir dauernd die „lustigen“ Sprüche meiner Kumpels anhören. Wie heißt es so schön? Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen.
Das war mein erster Unfall seit 2007. Damals hat es mich in den Pyrenäen bei Tempo 50 zerlegt und ich bin auf die Gegenfahrbahn gerutscht. Gut, dass der LKW damals erst etwa 10 Sekunden später um die Ecke kam…
Unterm Strich lässt sich festhalten, dass ich sehr viel Spaß am Radfahren habe. Allerdings habe ich noch einiges an Potential, das ich ausschöpfen kann. Und wenn ich weiterhin nur alle sechs Jahre mal einen Unfall habe, dann habe ich jetzt immerhin wieder sechs unfallfreie Jahre auf dem Rennrad vor mir.
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