Mammut Peak Project: Dammkarwurm

Blick zurück auf dem Weg nach oben: Der ‚Dammkarwurm‘ und die Begegnung mit der Bergsportgeschichte
Die Spuren der Vergangenheit erweckt man am besten zum Leben, indem man sie beschreitet. Wenn Mammut im Jahr 2012 mit dem ‚Peak Project‘ sein 150. Firmenjubiläum feiert, suchen Bergsportbegeisterte auf der ganzen Welt neue Erfahrungen und Herausforderungen, sie begeben sich jedoch auch auf etablierte Pfade und bewährte Wege. Immer stehen sie in der Tradition derjenigen, die vor ihnen im Bergsport ihre Leidenschaft gefunden haben. Eine historische Bergtour im Karwendel in die Gegenwart zu holen und mit dem ‚Dammkarwurm‘ einen legendären Teil der Bergsportgeschichte zu beleben, stellte daher einen ganz besonderen Teil des ‚Peak Project‘ dar, in dem auf dem Weg nach oben der Blick zurück gerichtet wurde.
 

 
Das Dammkar – seit Jahrzehnten bei Skibergsteigern beliebt
Der Aufstieg zur westlichen Karwendelspitze durch das Dammkar ist noch heute eine beliebte Skitour. Die Hangschneise oberhalb des bayrischen Mittenwaldes gilt als Dorado von Tiefschneefahrern und Freeridern, die hier unberührtes Gelände abseits der präparierten Pisten finden. Der Ruf des Dammkar wurde allerdings bereits in den 1930er Jahren begründet, als tausende Bergwanderer und Skifahrer mit Sonderzügen aus München nach Mittenwald kamen, um durch das Kar die Karwendelspitze zu stürmen. Wenn Skibergsteiger aus ganz Süddeutschland dann in langen Schlangen bergauf zogen, entstand der legendäre ‚Dammkarwurm‘. Im Bild festgehalten wurde die feste Größe der deutschen Alpingeschichte erstmals im Jahr 1952. Diese Aufnahme nachzustellen und dem ‚Dammkarwurm‘ damit neues Leben einzuhauchen, hatten sich 120 Skitouren-Fans vorgenommen, die für diesen Teil des ‚Peak Project‘ von den deutschen Mammut Stores rekrutiert worden waren.
Frühaufsteher machen Geschichte
Auf den Spuren des historischen ‚Dammkarwurmes‘ lag auch im März 2012 der Ausgangspunkt der Tour in Mittenwald. Der Tag, an dem Bergsportgeschichte lebendig werden sollte, begann früh für die Skibergsteiger, die aus ganz Deutschland angereist waren: Bereits um 3.30 Uhr schälten sie sich aus ihren Schlafsäcken. Durch das unerwartet warme Frühlingswetter war das Lawinenrisiko gestiegen. Um dieses möglichst gering zu halten, sollten die Morgenstunden genutzt werden, um das Dammkar in Angriff zu nehmen. Um 5 Uhr wurden die Skier angeschnallt und die Stirnlampen einschaltet: Die Touren-Karawane zog hinaus in die Dunkelheit, dem Dammkar entgegen. Die Gruppe musste es nicht nur wegen der verbreiteten Müdigkeit langsam angehen, denn die hochalpine Skitour zur Karwendelspitze hat es in sich: Über 1.300 Höhenmeter führt sie durch steiles Gelände, in dem die Skibergsteiger ihre Bretter streckenweise schultern müssen.
60 Jahre später: Der ‚Dammkarwurm‘ erwacht zum Leben
Unter der Anleitung von Bergführern der Mammut Alpine School erreichten die 120 Tourengeher bereits um 8.30 Uhr ihr Ziel: Den Ort auf dem Weg zur Karwendelspitze, an dem vor 60 Jahren das berühmte Bild des ‚Dammkarwurmes‘ entstanden war. Fotograf Bernhard Schmid baute sein Equipment auf und dirigierte die zwölf Gruppen, die am Hang positioniert werden sollten. Seinen Blick ließ er dabei immer wieder zwischen der historischen Aufnahme von 1952, dem Kamerasucher und der Schneefläche vor sich schweifen, gab Anweisungen über sein Funkgerät und korrigierte die Position der Skibergsteiger. Nach einer Stunde war es soweit: Der ‚Dammkarwurm‘ des Jahres 2012 hatte in die Spur seines historischen Vorläufers von 1952 gefunden, und mit dem Klicken des Auslösers entstand nach 60 Jahren eine moderne Reproduktion der Originalaufnahme.
 
Eine außergewöhnliche Erfahrung, eine bleibende Erinnerung
In Farbe und mit den Ausrüstungsgegenständen der Gegenwart in Szene gesetzt, transportiert das neue Bild die gleiche Leidenschaft für das Skibergsteigen, welche die Menschen bereits seit Jahrzehnten zum Dammkar und dem Karwendel zieht. Es ist damit auch eine Verneigung vor der Geschichte des Bergsports, in der die Suche nach neuen Wegen und Herausforderungen immer in einer bewährten Spur beginnt und von den Erfahrungen anderer profitiert. Für die Teilnehmer dieses Teils des ‚Peak Project‘ wird das Fotoshooting eine unvergessliche und außergewöhnliche Erfahrung bleiben, die mit einer faszinierenden Aufnahme dokumentiert ist, einem Bild, das Bergsportgeschichte zum Leben erweckt.
Newsletter