Mallorca-Trainingslager 2013: Liebe auf den ersten Blick

Wir vom Team Alpecin trafen uns vom 17. bis 22. April 2013 zum gemeinsamen Trainingslager auf Mallorca – untergebracht waren wir im Robinson-Club in Cala d’Or.
Obwohl ich schon seit 2005 Rennrad fahre, bin ich jetzt zum ersten Mal auf Mallorca gewesen; gehört hatte ich schon ziemlich viel und nicht wenige hatten mir von dieser Insel vorgeschwärmt.
Aber so etwas Schönes habe ich noch nie erlebt!!! Ich muss sagen, dass sich mein Rennrad-Herz in diese Insel verliebt hat!
Sonne, Temperaturen über 20 Grad, eine atemberaubende Landschaft mit flachen Küstenstraßen, vielen schönen Bergen, der welligen Inselmitte; dazu Tausende von Radsportlern, entspannte Autofahrer, die auch schon mal zehn Minuten mit 25 km/h hinter uns herfuhren, aber auch ein gemeiner, ständig wechselnder, mallorquinischer Wind.
Um hier aber nicht meine Gefühlswelt komplett offenzulegen, sondern auch etwas zu berichten, habe ich unsere Erlebnisse für euch zusammengefasst:
Tag 1
Im Laufe des Tages wurden wir vom Flughafen in Palma abgeholt und so versammelten sich immer mehr Alpecinis im Club. Es war unser erstes Wiedersehen seit der Materialausgabe Mitte März in Bielefeld. Obwohl wir uns ja vorher nur ein einziges Mal gesehen hatten, verstanden wir uns auch hier von Anfang an prächtig – als wären wir schon seit Jahren miteinander befreundet.
Nach einem leichten Mittagessen holten wir unsere Räder aus den Radkoffern und schraubten alle Einzelteile wieder an ihren richtigen Platz. Dabei wurden wir von unserem Team-Mechaniker Daniel Wunn und den Teammitgliedern der vergangenen Jahre unterstützt, so dass unsere Specialized-Räder schnell fahrbereit in der Sonne standen.
Zur gemeinsamen Einstimmung auf die kommenden Tage wurden wir durch unsere Teamleitung mit Jörn Harguth von Alpecin, unserem Sportlichen Leiter Jörg Ludewig, dem Trainergespann Tim Böhme und Stefan Zelle vom Radlabor sowie RoadBIKE-Chefredakteur Jens Vögele begrüßt.
Danach stand eine erste lockere Ausfahrt auf dem Programm. Ein Fahrerfeld von über 50 Sportlern mit allen Teammitgliedern, Ehemaligen, Trainern, Sponsorenvertretern und einem sehr entspannten Tour-Sieger Jan Ullrich wurde von unserem Teamfotografen Sören Spiegelberg, einem Kamerateam von SKY mit Gernot Bauer, Reportern von Eurosport und Journalisten von  RoadBIKE begleitet. Ein beeindruckendes Bild, das die mittlerweile schon sechs Jahre bestehende und ständig wachsende Alpecin-Familie da abgab.
Tag 2
Der nächste Tag begann schon sehr früh – vor dem Frühstück mussten wir beim Core-Training, einer speziellen Rumpfgymnastik, schwitzen. Die Anstrengungen, unter dem strengen Blick unseres Radlabor-Trainers Stefan Zelle, wurden jedoch durch die aufgehende Sonne und ein wenig Gelächter belohnt, wenn eines der Teammitglieder mal wieder das Gleichgewicht nicht halten konnte und zu Boden kippte.
Zur Trainingseinheit wurden wir in einzelne Gruppen unterteilt und machten uns unter der Führung von Jörg Ludewig, Tim Böhme oder Stefan Zelle gemeinsam auf den Weg ein paar Kilometer, Höhenmeter und Bilder zu sammeln. RoadBIKE- Fotograf Björn Hänssler gab unter vollem Körpereinsatz alles, um möglichst ausdrucksstarke Bilder zu schießen.
Dabei wurde uns auch klar, wie hart das Leben eines Models sein muss, wenn zum zehnten Mal ein kleiner Berg gefahren werden muss, damit das perfekte Bild im Kasten ist. So können 90 km im Fotomodus deutlich anstrengender sein, als eine 150 km lange Tour.
Nach dem Abendessen hielten Tim und Stefan einen Vortrag, wie sie uns auf den Ötztaler Radmarathon und den Endura Alpen-Traum vorbereiten werden. Es wurde besprochen, in welchen Zyklen wir trainieren werden, wann wir unsere Topform erreichen werden und wie die verschiedenen Trainingsformen aussehen.
Tag 3
Zur Freude aller durften wir heute unser Core-Training gegen eine Stunde mehr Schlaf eintauschen und machten uns dann pünktlich um 10:00 Uhr wieder in Gruppen aufgeteilt auf den Weg.
Hierbei möchte ich noch anmerken, wie wichtig es ist, pünktlich zu sein und im kompletten Teamdress zu erscheinen. Es hat sich innerhalb von uns 12 Fahrern und dem Betreuerteam ein Strafenkatalog entwickelt und dieser wird mit aller Härte und Gewissenhaftigkeit :-) umgesetzt. Eine zu lange Dusche kann einen dann schon teuer zu stehen kommen… Aber es zeigt einfach, wie wichtig es ist, dass alle an einem gemeinsamen Strang ziehen! Wir wollen, dass jeder den Ötzi schafft!
Während der Ausfahrt führten wir die am gestrigen Abend gelernten Trainingsformen beispielhaft durch, um diese dann zu Hause eigenständig absolvieren zu können.
Dazu gehören Trittfrequenzpyramiden, K3-Training am Berg mit dickem Gang und niedriger Frequenz, EB-Intervalle an der anaeroben Schwelle, K1-Sprints sowie 40/20-Programm – 40 sekündige Belastung gefolgt von 20 sekündiger Entlastung. Durchaus Trainingsformen, die Schmerzen in Lunge wie Beinen bereiten können.
Am Nachmittag wagten sich dann sogar einige Teammitglieder in das doch noch sehr erfrischende Meer und nutzten das anschließende Sonnenbad zur Regeneration.
Was wir an unseren letzten drei Tagen im Trainingslager auf Mallorca erlebt haben, lest ihr nächste Woche...
pictures by Spiegelberg
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