Longboard für Anfänger: Alles über die Rückkehr des Longboards

 

Dieses Jahr wird die gesamte Longboard Szene in Deutschland einen riesigen Schub nach vorne machen. Longboardfahren erfreut sich derzeit größter Beliebtheit und findet langsam aber sicher wieder seinen Einzug in die Skateszene. Ich habe letztes Jahr schon beobachtet, wie immer mehr Leute zum Longboard gegriffen haben, und man sowohl in der Stadt als auch in kleineren Gegenden immer wieder Longboardern begegnet ist.
Historisch, auf die Skateboardszene zurückblickend, ist dies ein natürlicher Prozess. Das Thema Skateboarding hat seinen deutschen Ursprung in den späten 70ern erfahren. Seit dieser Zeit ist es immer ein Auf und Ab gewesen, was die Popularität des Sports betrifft. Man könnte fast von einem 10 Jahres- Rhythmus sprechen, bei dem sowohl die aktiven Skateboarder als auch nachwachsenden Generationen die Szene stärker und mal weniger stark beeinflusst haben.
 
Longboard vs. Skateboard

Das Longboard als solches unterscheidet sich in diversen Merkmalen zu seinem kleinen Bruder, dem Skateboard. In der Regel sind die Decks (Bretter) länger und breiter, der Achsstand ist breiter und man fährt größere, weichere Rollen. Geht es beim normalen Skateboard doch vorrangig um technisches Fahren in Skateparks und um Streetskating, lässt das Longboard weitaus mehr Bereiche offen.
Longboard Fahrtechniken

Unter anderem unterscheidet man zwischen folgenden Fahrtechniken:
Downhill (Longboarden in höheren Geschwindigkeitsbereichen)
Carving (Boarden auf langen abschüssigen Strecken, bei dem das Brett mit gezieltem Kurvenfahren gesteuert wird)
Sliden (Kontrolliertes Rutschen mit dem Board beim Fahren im Gefälle)
Dancing (Verschiedene Dreh und Laufbewegungen auf dem Board, während des Fahrens. Ähnlich wie beim Surfen.)
Long Distance Pumping (Lange Distanzen fahren ohne mit den Füßen den Boden zu berühren. Das erfolgt über Technik und gekonnte Kraftübertragung auf das Board).
 
Natürlich gibt es noch einiges mehr, ich denke aber, das sind die aktuellen und beliebtesten Kategorien, die es zu beobachten gibt. Jede Technik erfordert auch den Einsatz der richtigen Materialien. So unterscheiden sich auch die Boards voneinander.
Für jeden Style das richtige Board

Verwendet der Downhill Skater eher kürzere und steife Boards, schwört der Dancer auf lange und weiche Bretter. Wer sliden will, braucht härtere Rollen, die das Rutschen auf Asphalt zulassen, der Carving Longboarder im Gegenzug mag es weich und griffig.
Auch das Holz ist hierbei sehr wichtig. In der Regel wird Ahorn und Bambus verwendet. Die Laminate werden hierbei horizontal oder vertikal verleimt und oft mit einem Faser Kunststoff verbaut. Das sorgt dann für die richtige Spannung und macht das Brett je nach Bauweise flexibler oder torsionssteifer. Bambus ist hierbei das flexiblere Material.
Mein Board, das Loaded Bhangra, beispielsweise verwendet bestes Bambusholz mit einer Schicht aus Kork und Bio Epox.
Longboards bei engelhorn sports

Wer nun Lust bekommen hat, sich die ganze Geschichte mal in natura anzusehen, ist eingeladen im Sporthaus vorbei zu kommen. In der Skateboardabteilung im Untergeschoss erwartet Euch eine Vielzahl an verschiedenen Longboards beliebter Labels wie Madrid, Jucker Hawaii oder Kebbek, für den Einsteiger als auch für den Fortgeschrittenen bestens geeignet und eine schöne Alternative zum Fahrrad.
Ich selber bin froh, dass die kalte Jahreszeit endlich vorbei ist und ich wieder meine Touren planen kann. Ganz nebenbei ist Longboard fahren auch ein perfekter Ausdauersport. Es trainiert die Konzentration, Sportlichkeit und Gleichgewicht.
In diesem Sinne,
Keep on Rolling…
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