Letzter Halt beim Nepal Trekking: Kathmandu - Eine Stadt voll unterschiedlicher Facetten


Meine Nepal Trekking Abenteuer neigen sich dem Ende zu. Nach der Stille der Berge des Solu-Khumbus wirkt die lebhafte und unübersichtliche Hauptstadt Nepals etwas verstörend auf mich.
Hier, im Herzen Kathmandus, kämpfe ich mich nun regelmäßig durch den chaotischen Verkehr. Mal bin ich zu Fuß unterwegs, mal nutze ich eine Rikscha oder eines der klapprigen Taxen. Polizisten versuchen zumindest an den größeren Kreuzungen den Verkehr zu lenken, aber meist kämpfen die Fahrer der qualmenden LKWs, der altersschwachen Busse und anderer teils abenteuerlichen Gefährte laut hupend um die Vorfahrt.
 
Zeit ist der Schlüssel des Kennenlernens
Für die letzten Wochen checke ich im Hotel Nepalaya ein. Mir bleibt nun viel Zeit für Verabredungen und Interviews rund um mein Forschungsthema, aber auch für ausgedehnte Einkaufstouren in den unterschiedlichen Bazarvierteln. So erstehe ich das ein oder andere Souvenir und komme ganz nebenbei mit Einheimischen ins Gespräch.
Wichtig ist es, genügend Zeit mitzubringen, wenn man den Charme der Stadt in Gänze auf sich wirken lassen möchte. Zeit sollte man sich auch für die Paläste und Tempelanlagen in Patan nehmen, denn diese laden ein, sich tiefer mit der Kultur Nepals zu beschäftigen und hinterlassen bei jedem Besucher einen bleibenden Eindruck.
Exotische Düfte und wilde Müllhalden
Ganz gleich in welchem Stadtviertel Kathmandus man unterwegs ist, stets ist man von aufregenden Gerüchen umgeben: Frische Gewürze, heimische Garküchen, sinnliches Räucherwerk und allerlei Undefinierbares auf den Märkten. Allerdings auch wilde Müllhalden, stark verschmutzte Gewässer und bisweilen dichter Smog bestimmen das Straßenbild vielerorts.

Ansturm der Moderne: Die Touristen kommen
Nepal ist derzeit als Fernreiseziel absolut "in". Immer mehr Touristen bringen wichtige Divisen in das reizvolle Land. Jedoch stellt man sich - insbesondere wenn man im Touristenviertel Thamel unterwegs ist - die Frage, ob die kulturellen Traditionen der neuen Moderne standhalten werden. Es ist an uns, Sensibilität zu zeigen! Wer das in Nepal tut, wird reich belohnt und kann schnell wahre Freunde finden.
Aber auch die letzten Tage gehen vorüber und so packe ich wohl oder übel für den Rückflug. Ich verlasse ein Land zwischen Moderne und Mittelalter, ein Land voll unterschiedlicher Facetten, leuchtender Farben und exotischer Gerüche. Doch auch bittere Armut und innenpolitische Instabilität gehören zu dem kleinen Staat zwischen den Riesen China und Indien. Auf jeden Fall ist Nepal ein lohnendes Reiseziel, nicht zuletzt aufgrund einer einmaligen Gebirgslandschaft und der berühmten Gastfreundschaft der Menschen.
Neben jeder Menge Übergepäck bringe ich einen Schatz voller neuer Erfahrungen mit zurück.
Zum Abschluss habe ich wieder weitere Eindrücke aus dieser facettenreichen Stadt für euch:
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